Bergenhusen
Störche in Bergenhusen
Im Zentrum der Eider-Treene-Sorge Niederung liegt idyllisch das über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekannte Storchendorf Bergenhusen. Bis zu 14 Storchenpaare ziehen hier alljährlich ihre Jungen auf.
In einem 150 Jahre alten, dorftypisch restaurierten Reetdachhaus betreibt der NABU (Naturschutzbund Deutschland) ein Naturschutzzentrum - das "Michael-Otto-Institut". Dort erfährt der Besucher in der großen Weißstorchausstellung alles Wissenswerte über das Maskottchen des Traditionsvereins Holstein Kiel. Daneben informiert die Ausstellung aber auch über die Landschaft rund um Bergenhusen und deren Naturschönheiten.
Dem Naturschutzzentrum angeschlossenen ist - als internationale Koordinationsstelle des Storchenschutzes - das NABU-Institut für Wiesen und Feuchtgebiete. Hier laufen die Fäden des deutschen und internationalen Weißstorchschutzes zusammen, werden weltweite Bestandserfassungen koordiniert und Schutzkonzepte entwickelt.
Holstein Kiel unterstützt den Schutz der Störche. Seit der Eröffnung des Störche-Wanderweges im April 2009 ist steht das gemeinsame Wahrzeichen Storch für die Freundschaft zwischen Holstein Kiel, Bergenhusen und dem Michael-Otto-Institut im NABU.
Fußballverein Holstein Kiel fördert Info-Rundweg bei Bergenhusen
KIELER NACHRICHTEN 23. APRIL 2009
Bergenhusen - Alle Vögel sind noch nicht da. Im Storchendorf Bergenhusen werden noch einige Störche erwartet. Gestern trafen mehrere ein - doch die hatten Hosen an. Die Kieler „Störche“ von Holstein Kiel fördern den Rundweg in der Eider-Treene-Sorge-Niederung.
Offenbar schon den erhofften Aufstieg vor Augen breitete Holstein-Maskottchen „Stolle“ für die Kameras die Flügel aus. Tatsächlich hob kurz danach nur wenige Meter entfernt einer der bislang 28 in Bergenhusen gezählten Störche von seinem Nest ab. Holstein-Präsident Roland Reime sprach lieber noch nicht vom Aufstieg, verwies aber darauf, dass Holstein Kiel vor 97 Jahren sogar Deutscher Meister war: „An diesen Erfolg konnten wir noch nicht wieder anknüpfen.“ Bereits seit mehr als 100 Jahren habe der Verein den Storch als Wahrzeichen. Was auch mit dem Besuch der Kneipe „Storchnest“ nach dem Training zu tun haben soll. „Wir haben ein Kleid wie die Störche“, meinte Holstein-Marketingchef Klaus Kuhn, der allerdings selbst keine roten Stutzen vorzeigen konnte.
Über die Aktion gestern hinaus soll das gemeinsame Wahrzeichen Storch zu einer Art wunderbarer Freundschaft zwischen Holstein Kiel, Bergenhusen und dem Michael-Otto-Institut im NABU führen. Schließlich habe der Sport eine gesellschaftspolitische Aufgabe, meinte Reime, der so junge Leute für den Sport begeistern möchte. Gedacht ist sowohl an Besuche von Jugendmannschaften wie auch an Freundschaftsspiele.
Außer der feierlich enthüllten Informationstafel zum „Storchenjahr in Bergenhusen“ gehören im Ort sowie in der Umgebung acht weitere Tafeln zu dem vom Institut erarbeiteten Storchenrundweg. Die informieren nicht nur über Störche, sondern auch über andere Vögel und die Landschaft. „Die Störche kommen ja nicht nur hierher, weil Bergenhusen so ein nettes Dorf ist, sondern weil die Niederung ihnen Futter bietet“, erklärte der Storchenexperte des Instituts, Kai-Michael Thomsen, der hofft, dass mindestens wieder wie im vergangenen Jahr 17 Paare in Bergenhusen brüten. Ob das Storchenjahr landesweit besser wird als 2008, als 229 Brutpaare lediglich 296 Jungtiere aufzogen, mag Thomsen noch nicht vorhersagen, nur: „Bisher sind die Störche nicht besonders früh, sondern recht normal eingetroffen.“ Als Holstein Kiel Deutscher Meister wurde, gab es landesweit noch etwa 1500 Brutpaare.
„Die Schilder zeigen, welche Natur hier zu bewundern ist“, sagte Institutsleiter Hermann Hötker und dankte für die Spenden der BINGO! Umweltlotterie, der Gemeinde und dem Fußballverein Holstein Kiel, „der demnächst sicher eine sehr große sportliche Bedeutung haben wird“. Bürgermeister Helmut Mumm schenkte den Holstein-Vertretern eine Bergenhusener Fahne mit Storch. Kuhn versprach, dass diese „ganz tolle Fahne“ einen Platz in Kiel erhalten werde, obwohl er ein Problem mit der Farbe hat - grün erinnere doch zu sehr an den VfB Lübeck.
















