MTSV Hohenwestedt-Holstein Kiel
Titelverteidiger Holstein Kiel setzte sich eine Woche vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Energie Cottbus im Landespokal-Achtelfinale beim Verbandsligisten MTSV Hohenwestedt mit 2:0 durch. Die Tore für die Störche erzielten Marc Heider (10.) und Deran Toksöz (34.). Es war vor allem im ersten Durchgang eine Abwehrschlacht der Platzherren. Holstein hätte bei den zahlreichen Großchancen das Resultat deutlich in die Höhe schrauben können. MTSV-Keeper Sönke Thun konnte sich bei drei dicken Chancen von Toksöz (21.), Heider (42.) und Jürgensen (82.) auszeichnen. Beim zweiten Kieler Treffer sah der Schlussmann der Platzherren hingegen gar nicht gut aus, das Leder rutschte ihm durch die Handschuhe. Nach der Pause verflachte die Partie, die Störche taten nur noch das Nötigste.
MTSV-Coach und Ex-Storch Carsten Hinrichsen freute sich über den Besuch des Regionalligisten, die gute Kulisse sowie das achtbare Ergebnis seiner Mannschaft: "Es ist für mich ein tolles Gefühl, gegen meinen alten Verein zu spielen. Und für meine Jungs war es ebenfalls ein echtes Highlight. Mit unserer Leistung können wir sehr zufrieden sein, auch wenn die Offensive von uns heute nicht stattfand." Für Holsteins neuen Kapitän Christian Jürgensen zählte vor allem das Weiterkommen: "Es war ein typisches Pokalspiel, der Gegner hat sich mächtig gewehrt. Zum Glück haben wir sehr frühzeitig mit unseren Toren die Entscheidung herbeigeführt." Zu seinem neuen Kapitänsamt meinte der gebürtige Flensburger: "Ich fühle mich sehr geehrt und freue mich sehr. Ich werde mein Bestes geben und Verantwortung tragen - wie bisher."
Im Viertelfinale des Landespokals treten die Kieler Störche Ende August beim VfR Neumünster an, der sich beim FC Dornbreite mit 4:0 durchsetzen konnte.
MTSV Hohenwestedt: Thun – Heisel, Giloy (64. Maschmann), Butenschön, Jera – Gieseler, Bahr, Bigler, Kasch – Maurer (40. Ohrt), Pieper (88. Kowalski)
Holstein Kiel: Jensen – Herrmann, Steil, Jürgensen, Poggenberg – Siedschlag, Toksöz (60. Chahed), Kazior, Meyer – Sykora (77. Wulff), Heider (46. Lindner)
Tore: 0:1 Heider (10.), 0:2 Toksöz (34.)
Zuschauer: 400
Schiedsrichter: Zamek (Ahrensburg)
Holstein ist ausgeschieden
Der VfR Neumünster besiegt die Kieler Störche im Landespokal-Viertelfinale vor 924 zahlenden Zuschauern im Elfmeterschießen. Nach 90 und 120 Minuten stand es 1:1. Den 10. Elfmeter setzte Aaron Berzel neben den rechten Pfosten. Ex-Storch Andre Bock machte dann für die Veilchen alles klar. Bitter für die KSV Holstein, Riesenjubel hingegen im Lager der Lila-Weißen.
Die Führung für Holstein erzielte Rafael Kazior in der 33. Minute per Foulelfmeter. Veilchen-Keeper Hüsnu Özdemir hatte Jaroslaw Lindner im Strafraum unsanft zu Fall gebracht. Den Ausgleich markierte VfR-Stürmer Abdul Selam Yilmaz im Anschluss an einen Freistoß von Finn Thomas und einer Verlängerung von Henrik Giese zwei Minuten vor der Pause. Holstein hatte durch Aaron Berzel und Marc Heider (16.), Steve Müller (19.) und Lindner beste Einschussmöglichkeiten. Im 2. Durchgang besaß Fiete Sykora in der 73. Minute die beste Chance, die Störche erneut in Führung zu bringen. Doch er scheiterte aus kurzer Distanz am gut aufgelegten Özdemir im VfR-Gehäuse. In der 90. Spielminute setzte Marco Steil das Leder nach einem Kazior-Freistoß aus fünf Metern über die Latte. Sykora scheiterte in der Nachspielzeit aus 12 Metern an Özdemir. Die Gutzeit-Elf musste seit der 50. Minute auf Tim Siedschlag verzichten, der von Schiedsrichter Marc Quednau wegen einer Schwalbe die Gelb-Rote Karte sah. Trotz Unterzahl berannte Holstein das Tor der Platzherren. Es ging in die Verlängerung.
Einem Kopfballtreffer durch Steve Müller versagte der Unparteiische in der 100. Minute aufgrund einer Abseitsposition die Anerkennung. Mariusz Zmijak verpasste in der 116. Minute freistehend aus sieben Metern den Führungstreffer für die Lamce-Elf. Er setzte das Leder über die Latte. Das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen.
VfR Neumünster: Özdemir – Thomas (75. Ruzic), Schäfke, Giese, Bock – Christophersen, Maliszewski (75. Zmijak), Lemke, Fürst – Yilmaz, Raniewicz
Holstein Kiel: Jensen – Herrmann (58. Schulz), Steil, Berzel, Poggenberg – Siedschlag, Müller (115. Fischer), Kazior, Lindner – Sykora, Heider (75. Sachs)
Gelb-Rote Karte: Siedschlag (50.)
Tore: 0:1 Kazior (33., Foulelfmeter), 1:1 Yilmaz (43.)



