Am 14. Spieltag unterlag unsere KSV Holstein zu Hause gegen Hertha BSC mit 0:1. Das entscheidende Tor in einer zweikampfbetonten Partie im Holstein-Stadion erzielte David Kownacki.
Unsere Störche starteten energisch in die Partie und hatten direkt in der Anfangsphase die ersten Chancen. Alexander Bernhardssons Kopfball wurde noch geblockt, und nach einer guten Kombination über die rechte Seite setzte Phil Harres den Ball neben das Tor der Gäste aus Berlin. Die größte Chance der Anfangsphase hatte in der 11. Minute dann Bernhardsson, der einen Pass abfing und anschließend per Heber aus 35 Metern das Berliner Tor nur knapp verfehlte. Hertha brauchte nach der Holsteiner Anfangsoffensive einen Distanzschuss von Marten Winkler, um endgültig im Spiel anzukommen.
Kurz darauf klärte Jonas Therkelsen nach einer Berliner Ecke zweimal auf der Linie und verhinderte so den Rückstand (26.). Als die Gäste versuchten, zunehmend die Spielkontrolle zu übernehmen, wehrten sich unsere Störche. Kurz vor der Pause spielten Knudsen und Harres einen schnellen Gegenangriff nach vorne, Herthas Zeefuik konnte den Abschluss des Stürmers jedoch blocken (36.). In der Schlussphase des ersten Durchgangs kamen beide Teams gegen kompakte Defensivreihen nur zu wenigen klaren Chancen, sodass es folglich ohne Tore in die Pause ging.


Nachdem die Anfangsphase der ersten Halbzeit noch eine Vielzahl an Torannäherungen gesehen hatte, begann die zweite Hälfte auf beiden Seiten chancenärmer. Unsere Störche näherten sich mit Kasper Davidsen an, der bei einer Ecke freigespielt wurde, sein Volleyschuss wurde jedoch geblockt (54.). Zehn Minuten später hatte Michaël Cuisance mit einem Distanzschuss die bisher beste Chance der Gäste in der zweiten Halbzeit.
Daraufhin kam die Alte Dame vermehrt zu gefährlichen Hereingaben – nicht selten geschlagen vom Ex-Kieler Fabian Reese. Eine seiner Flanken führte dann in der 75. Minute zum Führungstreffer der Berliner – der eingewechselte Kownacki konnte am zweiten Pfosten einnicken. Die Elf von Cheftrainer Marcel Rapp versuchte in der Folge, den Druck nochmal zu erhöhen. Zweimal kam der eingewechselte Ivan Nekić nach Ecken zum Abschluss, doch beide Kopfbälle wurden noch geblockt. Insgesamt verpassten es unsere Störche, in der Schlussphase entscheidende Torgefahr zu erzeugen und mussten somit eine knappe Heimniederlage hinnehmen.
Statistik:
Holstein: Krumrey – Rosenboom, Ivezic, Komenda (76. Niehoff), Tolkin (74. Nekic) – Davidsen (85. Schwab), Knudsen, Bernhardsson (85. Müller), Therkelsen, Kaprálik – Harres
Hertha: Ernst – Karbownik (77. Kolbe), Gechter, Dardai, Zeefuik – Seguin, Eichhorn (87. Leistner), Winkler, Cuisance (77. Krattenmacher), Reese (87. Sessa) – Schuler (65. Kownacki)
Schiedsrichter: Wagner (Glött) Tore: Kownacki (75.) Zuschauer: 14.732
Stimmen:
Magnus Knudsen: „Ich habe volles Verständnis dafür, dass die Fans sauer und enttäuscht sind. Sie haben alles Recht, mehr von uns zu erwarten. Wir selbst tun das auch. Auch, wenn wir gegenüber der Partie in Kaiserslautern eine Leistungssteigerung gezeigt haben, war das heute wieder zu wenig von uns.”
Marco Komenda: „Dass die Fans unzufrieden sind, kann ich total verstehen. Diese Punkteausbeute ist auch nicht unser Anspruch. Ich kann nur sagen, dass die Mannschaft alles dafür tut, Spiele zu gewinnen – auch wenn es aktuell nicht reicht. Ich kenne es noch aus der Saison 2021/22, da waren wir in einer ähnlichen Lage. Aus dieser Phase kommen wir nur gemeinsam heraus. Es geht jetzt darum, irgendwie wieder Spiele für uns zu entscheiden, ganz egal wie.“
Jonas Krumrey: „Das ist schwierig in Worte zu fassen. Natürlich haben wir besser gespielt als in Kaiserslautern, das bringt uns aber nichts, wenn wir am Ende wieder ohne Punkte dastehen. Wir sind uns der Situation bewusst. Wir müssen uns jetzt zusammenreißen, eklig sein und dringend Punkte holen.“
Alexander Bernhardsson: „Ich verstehe die Fans, sie waren wütend und wir sollten das auch sein. Das war nicht gut genug. Wir haben keine Tore gemacht und Hertha hat eins erzielt, so kann man keine Spiele gewinnen. So ist der Fußball manchmal, aber wir müssen eine Stufe drauflegen. Es war besser als gegen Kaiserslautern, aber es war noch nicht ausreichend.“















