2:2 – Störche und Rote Teufel teilen die Punkte

Fabian Reese trifft kurz nach der Pause zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich

Die KSV hat am Samstagnachmittag im ersten Heimspiel der Saison 2022/23 einen Punkt zuhause behalten. Die Störche trennten sich vor 13113 Zuschauern im Holstein-Stadion vom 1. FC Kaiserslautern 2:2-Unentschieden. Nachdem Daniel Hanslik die Gäste in Führung gebracht hatte, drehte Fabian Reese per Doppelpack die Partie, ehe Terrence Boyd zum Endstand ausglich.

In einer von Beginn an ausgeglichenen Partie hatten die Gastgeber nach 17 Minuten die erste gute Torchance, als Philipp Sander per sattem Volleyabschluss aus 13 Metern das Außennetz traf. In der Folge ging es intensiv und physisch zu, Chancen blieben aber zunächst Mangelware – bis die Lauterer plötzlich in Führung gingen: Marlon Ritter zog von links in die Mitte und konnte von keinem Kieler gestoppt werden, sodass Thomas Dähne den Schuss von der Strafraumkante zwar noch parieren konnte, beim Abpraller aber machtlos war, den der Ex-Kieler Daniel Hanslik per Flugkopfball aus kurzer Distanz verwertete (33.). Mit dem Tor im Rücken wollte der Aufsteiger noch vor der Pause nachlegen, aber Julian Niehues verzog aus vier Metern (43.) und vergab nach Hansliks Querpass aus kürzester Distanz, als er den Ball rechts am Kasten vorbeischob (45.).

Die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp kam mit deutlich mehr Elan aus der Kabine – und folglich zum schnellen Ausgleich: Nachdem Fabian Reeses Schlenzer nach starkem Solo von Benedikt Pichler noch geblockt worden war (50.), hatte der Außenspieler eine Minute später mehr Fortune, als er in Folge eines Eckballs Timo Beckers Kopfballverlängerung am zweiten Pfosten über die Linie drücken konnte (51.). Der FCK hätte fast die umgehende Antwort parat gehabt, doch Pichler rettete Boris Tomiaks Kopfball für den geschlagenen Dähne auf der Linie (53.). Stattdessen drehten die Störche die Partie: Eine punktgenaue Ecke von Fiete Arp fand Reese, der sich hochschraubte und das Leder per Kopf an die Unterkante der Latte wuchtete, von wo der Ball ins Netz prallte (57.). Holstein befand sich in der Folge in einer Sturm- und Drangphase, war drauf und dran, direkt den dritten Treffer nachzulegen – und wurde jäh ausgebremst, als Boyd im Zuge eines Konters an den Ball kam und selbigen aus spitzem Winkel aus fünf Metern unter die Latte nagelte (62.). Anschließend ging es hin und her, weil beide Seiten sich nicht mit dem Punkt zufrieden geben wollten. Die besseren Möglichkeiten hatten in der Schlussphase indes die Hausherren. Doch Pichlers Schuss aus aussichtsreicher Position nach Reeses Vorarbeit wurde gerade noch geblockt (82.) und Arp verpasste den möglichen Siegtreffer, als er Finn Poraths Brustablage aus zwölf Metern knapp am linken Pfosten vorbeisetzte (84.). So blieb es bei der Punkteteilung, die aufgrund der unterschiedlichen Halbzeiten durchaus in Ordnung ging.

Statistik:

Holstein: Dähne – Becker, Komenda, Lorenz (46. van den Bergh) – Korb, Mühling (46. Skrzybski/75. Bartels), Holtby (75. Porath), Sander, Reese – Pichler, Arp. Trainer: Rapp.

Kaiserslautern: Luthe – Durm, Kraus, Tomiak, Zuck – Ritter, Niehues (60. Ciftci), Zimmer (85. Hercher), Wunderlich (79. Redondo), Hanslik – Boyd (80. Lobinger). Trainer: Schuster.

Schiedsrichter: Stieler (Hamburg) – Tore: 0:1 Hanslik (33.), 1:1 Reese (51.), 2:1 Reese (57.), 2:2 Boyd (62.) – Zuschauer: 13113.

Stimmen zum Spiel:

Timo Becker: „Wir haben den Start etwas verschlafen und uns schwer getan, unsere fußballerische Klasse auf den Platz zu bringen. Wir haben uns aber in der Partie gehalten und nach der Pause viel besseren Fußball gespielt. Wir haben uns dann deutlich mehr Chancen erspielt, konnten den Sieg aber leider nicht über die Zeit bringen.“

Fabian Reese: „Natürlich freue ich mich über die beiden Treffer, aber ich bin auch ganz ehrlich: Wenn wir heute das Spiel gewonnen hätten, hätten auch gerne zwei andere Spieler die Tore erzielen können. Die erste Halbzeit war nicht das, was wir uns vorgestellt haben, die zweite war hingegen umso besser. Nichtsdestotrotz ist es ärgerlich, dass wir das Spiel nicht für uns entschieden haben, weil wir die Partie später gut im Griff hatten.“

Lewis Holtby: „Wir müssen kompakter agieren und besser verteidigen. Gleichzeitig war es gut, dass wir als Mannschaft nach dem Rückstand zurückgekommen sind. Zwei Punkte aus zwei Spielen sind nicht optimal, auf der anderen Seite haben wir auch noch kein Spiel verloren. Dennoch wollen wir jetzt möglichst schnell den ersten Sieg einfahren.“

Doppeltorschütze Fabian Reese im Videointerview:

Die Pressekonferenz nach #KSVFCK:

Das Spiel in Bildern:

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