2:3 in Rostock – KSV verliert Ostseeduell beim FC Hansa

Die Störche um Fin Bartels konnten am Freitag keine Punkte aus Rostock entführen

Die KSV hat am Freitagabend die vierte Niederlage in Folge hinnehmen müssen. Die Störche unterlagen beim FC Hansa Rostock mit 2:3 (0:1). Die Kieler holten vor 21250 Zuschauern im Ostseestadion zwei Rückstande auf, kamen aber nach Hanno Behrens‘ Treffer in der Schlussphase kein drittes Mal zurück.

Die Gastgeber begannen sehr druckvoll – und gingen mit der ersten Chance direkt in Führung: Nico Carrera wollte bei seinem Startelfdebüt den Ball nach einer Ecke klären, sein Kopfball landete jedoch vor den Füßen von Pascal Breier, der per Direktabnahme ins kurze Eck traf (4.). Die Führung gab den engagierten Hausherren Rückenwind, doch Holstein versuchte sich zu wehren – und hätte dabei fast Erfolg gehabt, als der Kopfball von Simon Lorenz nach einer Ecke auf der Oberkante der Latte landete (10.). Im Gegenzug hätte Breier nachlegen können, sein Flachschuss aus vollem Lauf verfehlte das Kieler Gehäuse aber um Zentimeter (11.). Rostock hatte weiterhin mehr vom Spiel, ließ aber gute Gelegenheiten ungenutzt, als der Schuss von Haris Duljevic knapp rechts vorbeistrich (18.) und Timo Becker einen Kopfball aus sechs Metern drüberköpfte (26.). Nachdem Ioannis Gelios, der den nach einem Infekt noch nicht wieder fitten Thomas Dähne zwischen den Pfosten vertrat, einen weiteren Distanzschuss von Duljevic pariert hatte (32.), fanden die Störche zusehends besser in die Partie, hatten aber Pech, als Calogero Rizzuto eine von John Verhoek aufs eigene Tor verlängerte Ecke auf der Linie rettete (38.).

Nach der Pause knüpfte Holstein an die gute Schlussphase des ersten Durchgangs an – und kam kurios zum Ausgleich: Phil Neumann brachte Fabian Reeses Flanke zurück in die Mitte, wo Benedikt Pichler den Ball zu Alexander Mühling verlängerte, dessen Kopfball zunächst von FCH-Keeper Markus Kolke berührt und anschließend von Damian Roßbach vermeintlich mithilfe der Latte geklärt wurde. Die Partie lief nach der Szene kurz weiter, ehe der Video-Schiedsrichter intervenierte und den Treffer nachträglich anerkannte (50.). Nach dem Treffer übernahm Holstein die Spielkontrolle, kam aber nicht zu weiteren Möglichkeiten. Stattdessen legte Hansa plötzlich nach. Nachdem Lorenz zuvor in höchster Not gegen Verhoek gerettet hatte (67.), schlug der Holländer eine Minute später doch zu, als er eine scharfe Hereingabe aus kurzer Distanz über die Linie bugsierte. Holsteins Antwort folgte prompt, als Pichlers Kopfball nach einer Ecke von Rizzuto nur noch ins eigene Netz befördert werden konnte (72.). Es ging nun hin und her, den nächsten und letzten Treffer des Tages erzielten jedoch die Hausherren. Breier scheiterte zunächst noch an Gelios (77.), wenig später wuchtete aber Hanno Behrens eine Flanke am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz ins Netz (81.). In der hektischen Schlussphase warf die KSV noch einmal alles nach vorne, konnte allerdings kein drittes Mal ausgleichen.

Statistik:

Hansa: Kolke – T. Becker (75. Riedel), Malone (60. T. Meißner), Roßbach, Rizzuto – Rhein (60. Rother), H. Behrens, Ingelsson (75. Bahn), Breier, Duljevic (79. Sikan) – Verhoek – Trainer: Härtel.

Holstein: Gelios – Carrera (46. Sander), Thesker, Lorenz (85. Wriedt) – Neumann, Holtby, Erras, Mühling (85. Arp), Reese – Bartels, Pichler– Trainer: Rapp.

Schiedsrichter: Koslowski (Berlin) – Tore: 1:0 Breier (4.), 1:1 Mühling (50.), 2:1 Verhoek (68.), 2:2 Rizzuto (72./ET), 3:2 Behrens (81.) – Zuschauer: 21250.

Stimmen zum Spiel:

KSV-Geschäftsführer Sport Uwe Stöver: „Wir waren in den ersten 30 Minuten nicht präsent und haben schwer ins Spiel gefunden. Wir haben zwei Rückstände aufholen müssen, aber wenn man regelmäßig drei Tore schießen muss, um überhaupt einen Punkt mitzunehmen, wird es schwierig bis nahezu unmöglich. Wir müssen schauen, dass wir hinten wieder die Null stehen haben, weil nach vorne bei uns immer etwas geht. Es sind einfach zu viele Gegentore.“

Alexander Mühling: „Obwohl wir wussten, was auf uns zukommt, sind wir schlecht ins Spiel gekommen. Wir waren zu spät in den Zweikämpfen und sind früh in Rückstand geraten. Wir haben zwar gut reagiert, haben den Ausgleich gemacht und sind auch nach dem erneuten Rückstand wieder zurückgekommen, aber im Endeffekt bringt uns das alles nichts, wenn wir am Ende wieder mit leeren Händen da stehen. Wir haben nicht gut verteidigt und zu viele Gegentore kassiert. Wir müssen jetzt schauen, was wir besser machen können. Denn nur so gewinnen wir wieder Spiele.“

Fin Bartels: „Wir wussten, dass die Rostocker versuchen werden, mit den Zuschauern im Rücken von Anfang an das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Wir wollten das annehmen, was uns aber leider nicht gelungen kann. Wir sind zwei Mal zurückgekommen, hatten phasenweise immer wieder die Kontrolle, haben aber insgesamt zu einfache Gegentore kassiert.“

Benedikt Pichler im Videointerview nach dem Spiel:

Die Pressekonferenz nach der Partie:

Das Spiel in Bildern:

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