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112 Tore – Alfred Bornemann

„Atze“ besser als Lewandowski und Haaland

Die besten Torjäger der KSV Holstein (Platz 2)

Alfred „Atze“ Bornemann (26. Oktober 1932 in Bad Schwartau) war eine echte Holstein-Legende. Der wuchtige Stürmer spielte von 1953 bis 1963 zehn Jahre lang in der erstklassigen Oberliga Nord für die Störche und erzielte in seinen 220 Punktspielen 112 Treffer für die KSV. Er ist damit hinter Gerd Koll zweitbester Torschütze der Kieler Nachkriegsgeschichte. Der gebürtige Bad Schwartauer gehörte ohne Zweifel zu den ganz Großen.

Das Fußball-ABC erlernte Alfred Bornemann beim VfL Bad Schwartau. Frühzeitig machte er durch seinen enorm ausgeprägten Torriecher auf sich aufmerksam. Der Weg zur Nummer 1 im Land, der KSV Holstein, war fast vorgezeichnet. Zehn Jahre lang, bis zur Einführung der 1. Bundesliga, trug Bornemann, der von allen nur „Atze“ genannt wurde, das Störche-Trikot. Bornemann erwarb sich in Kiel Kultstatus. 1956/57 konnte er mit Holstein die Vizemeisterschaft der erstklassigen Oberliga Nord erringen. In der anschließenden Begegnung um die Qualifikation zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 1957 in Düsseldorf gegen Kickers Offenbach schoss er zwei Tore – es nutzte nichts: Holstein verlor nach Verlängerung mit 2:3.

Ein Kunststück gelang Bornemann in der Saison 1954/55. In den vier Spielen gegen den Bremer SV (1:1), VfL Wolfsburg (5:1), Arminia Hannover (2:2) und FC St. Pauli (2:2) erzielte der Kieler Mittelstürmer in vier Spielen hintereinander alle zehn Treffer für Holstein. Das schaffte im erstklassigen, deutschen Ligafußball nach Bornemann niemand mehr – auch nicht Robert Lewandowski oder Erling Haaland.

Mit 112 Treffern rangiert Bornemann bis heute auf Platz zwei der Rekordtorschützen Holsteins. 1959 absolvierte Bornemann ein Auswahlspiel für die Auswahlmannschaft des Norddeutschen Fußballverbandes. In seiner Abschlusssaison bei Holstein 1962/63 verpasste er mit  der KSV die Qualifikation zur neuen Bundesliga. Alteingesessene Störche-Fans erinnern sich noch heute an Bornemanns zwei Treffer beim Sieg gegen den damals amtierenden englischen Meister Ipswich Town. Nach seinem Abgang aus Kiel stürmte Bornemann in der Saison 1963/64 noch eine Saison lang in der Regionalliga Nord für den VfB Lübeck, wo er in 16 Spielen 10 Tore schoss.

Nach seiner aktiven Laufbahn trainierte Alfred Bornemann Fußballclubs im Kieler Umland wie zum Beispiel Borussia Kiel oder auch den Eckernförder SV.

Quellen:

H. Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs, Band 2: Bundesliga & Co. 1963 bis heute.

P. und N. Nawe, C. Jessen, H. Grüne, R. Madsen, C. Callsen: 100 Jahre Holstein Kiel.

Fotos:

Fiete Magnussen (Stadtarchiv Kiel), Vereinsarchiv

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