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KSV Holstein von 1900 e. V. Wappen

87 Tore – Dmitrijus Guscinas

„Dimi“, die litauische Tormaschine

Die besten Torjäger der KSV Holstein (Platz 3)

Am 12. Dezember 2020 feiert Dmitrijus Guscinas (geb. 2. Dezember 1975 in Vilnius/Litauen) seinen 45. Geburtstag. Der Mittelstürmer gehörte in den letzten 25 Jahren ohne Zweifel zu den schillerndsten Persönlichkeiten im Fußball zwischen Nord- und Ostsee. Bei den Kieler Störchen ist Guscinas mit 87 Punktspieltreffern in 213 Einsätzen der drittbeste Torschütze der Vereinsgeschichte.

Über die Stationen SC Paderborn und Sportfreunde Ricklingen gelangte Guscinas, der beim SC Vilnius und bei Lokomotive Vilnius das Fußball-ABC erlernte, 1999 zu den Kieler Störchen. Dort avancierte er nach Anlaufschwierigkeiten zum Goalgetter. 2002/03 wurde er mit 23 Toren in 32 Spielen Torschützenkönig der Regionalliga Nord und wechselte daraufhin für 100.000 Euro zum VfL Osnabrück in die 2. Bundesliga, wo ihm in zehn Spielen lediglich ein Treffer gelang. Weiter ging es für ihn bei der 2. Mannschaft des VfB Stuttgart, dort erzielte er in 36 Spielen immerhin neun Tore. Einmal durfte er sogar Champions League Luft schnuppern. Er stand im Kader gegen Chelsea London, wurde aber nicht eingewechselt. Im Sommer 2005 ging Guscinas dann ablösefrei zur TuS Koblenz, der er gleich im ersten Jahr mit acht Toren aus 34 Spielen zum Aufstieg in die 2. Liga helfen konnte. Dort verlor er auf Grund einer Verletzung jedoch seinen Stammplatz und bestritt nur fünf Spiele. Im Winter 2006/07 dann die Rückkehr nach Kiel und der Aufstieg in die 3. Liga unter Falko Götz im Juni 2009. Die Saison 2009/10 in der 3. Liga war für Guscinas die letzte im Dienste der KSV Holstein.

Die Kaderberufung im Champions League-Spiel der Schwaben beim FC Chelsea sowie der Aufstieg in die 2. Bundesliga mit Koblenz gehörten zu den Höhepunkten seiner Laufbahn. Ebenso seine Einsätze für die litauische Nationalmannschaft. 2003 debütierte Guscinas in einem Freundschaftsspiel gegen Rumänien. Im gleichen Jahr kam er neben einem weiteren Freundschaftsspiel gegen Bulgarien auch zweimal in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2004 zum Einsatz (gegen Island und die Färöer). 2005 wurde er ein letztes Mal bei einem Testspiel gegen Weißrussland international eingesetzt. Seit 2009 ist Guscinas deutscher Staatsbürger.

Nach dem Abschied von Holstein verließ Guscinas im Sommer 2010 das Storchennest und schloss sich als Spielertrainer dem ambitionierten FC Sylt an. Auf Anhieb stürmte der „Blonde“ auch dort an die Spitze der Torjägerliste und wurde mit 31 Treffern Torschützenkönig. Nach dem Spieljahr wechselte der Angreifer erneut und schloss sich dem VfR Neumünster an, wo er zum Ende des Jahres 2011 seine Spieler-Karriere beendete. Nach Stationen als Jugendtrainer bei Holstein Kiel und Trainer des Preetzer TSV hat sich Guscinas inzwischen etwas aus dem Fußball zurückgezogen. Er zweifache Familienvater lebt noch immer in Kiel und läuft regelmäßig für die Holstein Traditions-Elf auf.

Quellen:

H. Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs, Band 2: Bundesliga & Co. 1963 bis heute.

P. und N. Nawe, C. Jessen, H. Grüne, R. Madsen, C. Callsen: 100 Jahre Holstein Kiel.

Fotos:

Patrick Nawe

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