1:1 – Holstein und Heidenheim teilen die Punkte

Kwasi Wriedt im Zweikampf mit Heidenheim Patrick Mainka

Die KSV hat am Samstagnachmittag einen Punkt im Holstein-Stadion behalten. Die Störche trennten sich vor 10.445 Zuschauern vom 1. FC Heidenheim 1:1-Unentschieden. Nach Simon Lorenz‘ Führungstreffer glich Tim Kleindienst zum 1:1-Endstand aus.

Die Störche begannen äußerst engagiert und hatten früh die erste Großchance zur Führung, als Steven Skrzybski zu Kwasi Wriedt durchsteckte, dessen Abschluss aus kurzer Distanz noch von FCH-Keeper Kevin Müller über den Querbalken hinweggelenkt werden konnte (6.). Nach diesem Hochkaräter geriet Lewis Holtbys Schuss aus 16 Meter zu mittig und war folglich kein Problem für Müller (7.). Stattdessen lag der Ball wenig später im Kieler Tor, nachdem KSV-Torhüter Ioannis Gelios zunächst einen noch abgefälschten Freistoß von Tobias Mohr klasse pariert hatte, ehe Robert Leipertz den Abpraller über die Linie drückte. Da Patrick Mainka, der Gelios nach dessen Parade bedräng hatte, beim Freistoß im Abseits stand, fand der Treffer nach Videobeweis jedoch keine Anerkennung (9.). Fortan hatte weiterhin die KSV eindeutig mehr vom Spiel, zeigte immer wieder ansehnliche Spielzüge und erarbeitete sich so weitere Gelegenheiten, als Wriedt nach feiner Vorarbeit von Skrzybski nicht genügend Druck hinter seinen Kopfball bekam (21.) und nach feiner Einzelleistung wenig später im Eins gegen Eins an Müller scheiterte (34.). Holstein drückte weiterhin auf den Führungstreffer, hatte aber weiterhin keine Fortune, weil Müller auch die Direktabnahme von Fabian Reese parierte (38.) und Wriedt eine Kopfball-Ablage von Stefan Thesker um Zentimeter verpasste (42.).

Nach dem Seitenwechsel hielten die Gastgeber den Offensivdruck hoch, die erste Möglichkeit hatten indes die Heidenheimer, als Christian Kühlwetter eine Ecke per Volleyabnahme an die Latte nagelte (51.). Anschließend gelang den Störchen die verdiente Führung, als Holtby eine kurz ausgeführte Ecke in den Strafraum hob, wo sich Simon Lorenz hochschraubte und sehenswert per Kopf in den rechten Winkel traf (56.). In der Folge wurden die Gäste aus Heidenheim stärker und kamen folgerichtig zum Ausgleich, als Tim Kleindienst aus spitzem Winkel Gelios überwinden konnte (71.). In der Schlussphase hatte Heidenheim mehr vom Spiel, Chancen auf den Siegtreffer hatten aber beide Seiten noch: Zunächst parierte Gelios stark einen satten Distanzschuss von Kevin Sessa (77.), dann verpasste der eingewechselte Benedikt Pichler den Lucky Punch, als er eine Holtby-Hereingabe per Hacke haarscharf am langen Pfosten vorbei verlängerte (84.), sodass es bei der gerechten Punkteteilung blieb.

Statistik:

Holstein: Gelios – Korb, Thesker, Lorenz, van den Bergh – Mühling, Ignjovski, Holtby (85. Erras) – Skrzybski (81. Arp), Wriedt (81. Pichler), Reese (81. Sterner) – Trainer: Rapp.

Heidenheim: Müller – Busch, Hüsing, Mainka, Föhrenbach (65. Theuerkauf) – Geipl (89. Siersleben), Schöppner, Leipertz – Kühlwetter (65. Schimmer), Kleindienst, Mohr (65. Sessa) – Trainer: Schmidt.

Schiedsrichter: Hartmann (Wangen) – Tore: 1:0 Lorenz (56.), 1:1 Kleindienst (71.)– Zuschauer: 10445.

Stimmen zum Spiel:

Julian Korb: „Wir haben in der ersten Hälfte gerade mit Ball ein sehr gutes Spiel gemacht und hätten durchaus in Führung gehen können. Unser Tor nach der Pause war dann folgerichtig. Zum Ende hin sind wir nicht mehr so gut im Spiel gewesen und haben leider noch ein Gegentor kassiert. Wir müssen mit dem Punkt leben. Aber auf dieser Leistung lässt sich aufbauen.“

Steven Skrzybski: „Wir haben in den ersten 60 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht, aber leider die Tore nicht erzielt. Wenn das Spiel noch länger gegangen wäre, hätte es noch brenzlig werden können. Am Ende ist es ein gewonnener Punkt mit einem kleinen Wermutstropfen. Der Ansatz war gut, wir wollen dranbleiben.“

KSV-Geschäftsführer Sport Uwe Stöver: „Die erste Halbzeit war richtig gut, weil wir taktisch und aggressiv agiert haben und viele gute Spielzüge und Torchancen hatten. Wir haben es aber leider versäumt, in Führung zu gehen. Nach der Pause haben wir das Tor gemacht, haben das Spiel aber ab der 70. Minute abgegeben. Am Ende können wir froh sein, dass wir das 1:1 gehalten haben. Aufgrund des gesamten Spielverlaufes wäre aber durchaus etwas mehr drin gewesen.“

Ioannis Gelios: „Ein Punkt ist ein Punkt. Wir hatten in der ersten Chance gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Der Gegentreffer war bitter, aber den Punkt nehmen wir mit, auch wenn definitiv mehr drin war.“

Torschütze Simon Lorenz im Interview nach dem Spiel:

Die Pressekonferenz nach #KSVFCH:

Das Spiel in Bildern:

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