1:1 – verdienter Punktgewinn beim HSV

Finn Porath zieht gegen Hamburgs Moritz Heyer ab

Die KSV Holstein hat am Samstagabend einen Punkt vom Hamburger SV mitgenommen. Die Störche trennten sich vor 39543 Zuschauern im Volksparkstadion vom HSV 1:1-Unentschieden. Sonny Kittel brachte die Hamburger in der Anfangsphase per Foulelfmeter in Führung, die Benedikt Pichler kurz nach Wiederanpfiff ausglich.

Die Gastgeber betrieben von Beginn an frühes Pressing, die erste gute Gelegenheit hatten indes die Störche, als Steven Skrzybski den Ball in den Lauf von Benedikt Pichler legte, der aus spitzem Winkel den linken Außenpfosten traf (7.). Holstein war griffig, musste dann aber einen Foulelfmeter gegen sich hinnehmen, nachdem Schiedsrichter Marco Fritz die Grätsche von Julian Korb gegen den einlaufenden Faride Alidou als strafbares Foulspiel bewertet hatte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Sonny Kittel sicher ins rechte obere Eck und ließ KSV-Keeper Thomas Dähne keine Chance (12.). Die Führung bescherte den Hausherren Rückenwind, Hochkaräter blieben jedoch aus. Stattdessen hatten die Kieler die nächste Gelegenheit, als Pichler im Zuge eines Konters von rechts in die Mitte zog, seinen Schuss aus 20 Metern aber knapp am linken Winkel vorbeisetzte (25.). Der HSV hatte in der Folge etwas mehr vom Spiel, kam seinerseits aber zu keinen gefährlichen Abschlüssen. Diese verbuchten vor der Pause dafür die Störche. Zunächst wurde nach einer Ecke der satte Schuss aus dem Rückraum des Ex-Hamburgers Lewis Holtby gerade noch geblockt (39.), dann verpasste Fin Bartels mit der größten KSV-Chance des ersten Durchgangs den Ausgleich, als er nach einem gegrätschten Querpass von Pichler aus zwei Metern am in letzter Sekunde heranrauschenden HSV-Torwart Marko Johansson scheiterte (42.).  

Direkt nach dem Seitenwechsel gelang Holstein dann der Ausgleich, als Bartels den Ball in den Lauf von Pichler spielte, der frei vor dem Tor trocken durch Johanssons Beine hindurch aus 15 Metern einnetzte (46.). Die Partie war nun völlig offen. Den nächsten Hochkaräter hatte der HSV, als Ludovit Reis den eingewechselten Mikkel Kaufmann in Szene setzte, der die Kugel frei vor Dähne am langen Pfosten vorbeischob (60.). Im direkten Gegenzug setzte Pichler eine Ablage von Finn Porath über den Querbalken hinweg (61.). Holstein stand weiterhin hinten sicher und war in der Schlussphase dem Siegtreffer näher als die Hausherren, die nun nicht mehr zu echten Torchancen kamen. Die Gäste von der Förde hätten hingegen das Spiel noch für sich entscheiden können, doch Joker Fiete Arp scheiterte an alter Wirkungsstätte aus kurzer Distanz an Johansson (71.) und Holtby zielte in der Nachspielzeit nach Zuspiel des eingewechselten Fabian Reese einen Tick zu hoch (90.+3). So stand am Ende ein verdienter Punktgewinn für die KSV zu Buche, die auch im siebten Duell gegen den HSV in Liga zwei ungeschlagen blieb.

Statistik:

HSV: Johansson – Heyer, David, Schonlau, Muheim – Meffert (72. Meffert), Reis, Kittel – Jatta (55. Kaufmann), Glatzel (84. Glatzel), Alidou (72. Wintzheimer). Trainer: Walter.

Holstein: Dähne – Korb, Wahl, Lorenz, van den Bergh (83. Kirkeskov) – Porath (82. Sander), Holtby, Mühling – Bartels, Pichler (70. Arp), Skrzybski (56. Reese). Trainer: Rapp.

Schiedsrichter: Fritz (Korb) – Tore: 1:0 Kittel (12./FE), 1:1 Pichler (46.) – Zuschauer: 39543.

Stimmen zum Spiel:

KSV-Geschäftsführer Sport Uwe Stöver: „Es war unser Minimalziel, hier einen Punkt mitzunehmen, der auch verdient ist. Wir hatten gute Kontermöglichkeiten, die wir leider nicht genutzt haben. Der Punkt hat sehr viel Inhalt, was Einstellung und Kampf anbetreffen. Wir müssen weiterhin daran arbeiten, hinten wenig Fehler zu machen und vorne effektiv zu sein. Es geht peu á peu nach vorne. Auf diesem Weg sollten wir weitermachen.“

Fiete Arp: „Bei meiner Chance bin ich durchgelaufen, war zuerst am Ball und hatte Pech, dass ich den Torwart getroffen habe. Generell lief das Spiel in der ersten Halbzeit eher gegen uns, nach der Pause waren wir hingegen gut im Spiel. Mit dem Unentschieden können sich beide Seiten zufrieden geben, wobei wir zum Ende hin das Spiel sogar noch für uns hätten entscheiden können. Dass wir vor der Kulisse nach einem Rückstand zurückkommen und am Ende sogar noch gewinnen können, zeigt uns, was wir draufhaben. Wenn wir als nächstes gegen Dresden so auftreten, haben wir gute Karten.“

Fin Bartels: „Wir können mit dem Punkt gut leben. In der ersten Halbzeit war der HSV am Drücker, zumal wir unsere Kontergelegenheiten nicht gut zuende gespielt haben. In der zweiten Hälfte haben wir es deutlich besser gemacht, haben viele Nadelstiche gesetzt  und hätten das Spiel auch noch auf unsere Seite ziehen können. Jetzt nehmen wir einen Punkt mit, wollen aber bald einen Dreier einfahren, am liebsten direkt kommenden Freitag.“

Benedikt Pichler: „Wir haben es über weite Strecken des Spiels gut gemacht und einen Punkt in Hamburg geholt, der uns Selbstvertrauen geben muss, auch wenn mit etwas Glück auch ein Sieg drin gewesen wäre. Der Support unserer Fans war bemerkenswert. Sie waren teilweise lauter zu hören als das Heimpublikum vor. So stelle ich mir ein Derby vor. Das muss uns Auftrieb geben.“

Die Pressekonferenz nach #HSVKSV:

LEWIS HOLTBY NACH DEM SPIEL GEGEN SEINEN EX-VEREIN:

ERST ÄRGER, DANN JUBEL – DIE BILDERGALERIE AUS DEM VOLKSPARK:

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