2:1! Holstein dreht Heimspiel gegen Dynamo

Joker Fabian Reese erzielte in der zweiten Halbzeit den Kieler Siegtreffer

Die KSV hat am Freitagabend den zweiten Heimsieg der laufenden Saison eingefahren. Die Störche gewannen vor 8919 Zuschauern im Holstein-Stadion gegen Dynamo Dresden mit 2:1 (0:1). Heinz Mörschel hatte die Gäste im ersten Durchgang in Führung gebracht, die Benedikt Pichler und Fabian Reese nach der Pause drehten.

Die Störche erspielten sich von Beginn an gegen tief stehende Gäste ein deutliches optisches Übergewicht, hatten mehr Ballbesitz und kamen zu ersten Torabschlüssen, als Alexander Mühlings Kopfball-Bogenlampe von SGD-Torwart Kevin Broll pariert wurde (8.), Steven Skrzybski aus aussichtsreicher Position verzog (12.) und Phil Neumanns Kopfball-Aufsetzer von Broll gehalten wurde (14.). Anschließend meldete sich auch Dynamo im Spiel an, als Paul Wills Schuss abgefälscht und von Thomas Dähne mit einer Hand noch über die Latte gelenkt wurde (24.). Acht Minuten später war der Kieler Keeper dann allerdings chancenlos, als Ransford-Yeboah Königsdörffers flache Hereingabe von Simon Lorenz noch geklärt werden konnte, im Rückraum aber beim ehemaligen Kieler Heinz Mörschel landete, der aus neun Metern trocken ins linke untere Eck traf. Dresden ließ sich in der Folge tief in die eigene Hälfte fallen und lauerte auf Konter, während die Kieler zu mehreren Halbchancen kamen. Kurz vor der Pause ackerte Neumann sich über rechts durch, schoss den Ball aus spitzem Winkel aber Zentimeter übers SGD-Gehäuse hinweg (43.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte Mühling dann nach einem Handspiel von Michael Sollbauer die große Chance zum Ausgleich, vergab aber bei seinem 17. Versuch erstmals im KSV-Trikot einen Strafstoß, weil Broll das Leder aus dem rechten unteren Eck kratzte (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel blieb es dasselbe Bild: Holstein diktierte das Spielgeschehen, während Dresden auf einen schnellen Gegenangriff lauerte. Die Hausherren steckten nicht auf und schraubten weiterhin am Ausgleich, doch Benedikt Pichlers Kopfball strich denkbar knapp am langen Pfosten vorbei (50.) und Lewis Holtby scheiterte nach feiner Ablage von Finn Porath am starken Broll (59.). Auf der Gegenseite wehrte Dähne eine Minute später einen abgefälschten Schuss von Luca Herrmann mit einer klasse Parade zur Ecke ab. Kurz darauf zeigte Schiedsrichter Florian Heft im Dresdner Strafraum erneut auf den Punkt, nachdem Antonis Aidonis den einlaufenden Neumann beim Klärungsversuch traf. Dieses Mal trat Pichler an – und versenkte den Ball im rechten unteren Eck (65.). Die Partie war kaum wieder angepfiffen, da lag der Ball erneut im Dresdner Netz. Exakt 96 Sekunden nach dem Ausgleichstreffer legte Finn Porath den Diagonalball von Hauke Wahl im Strafraum quer und fand den eingewechselten Fabian Reese, dessen Direktabnahme im rechten Eck einschlug (67.). Nachdem Porath aus der Distanz den rechten Winkel haarscharf verfehlt hatte (77.), blies Dynamo zur Schlussoffensive, kam allerdings gegen leidenschaftlich verteidigende Kieler zu keinem weiteren Hochkaräter, sodass die Störche auch das siebte Zweitliga-Duell gegen die Sachsen für sich entscheiden konnten und mit einem Heimsieg in die Länderspielpause gingen.

Statistik:

Holstein: Dähne – Neumann, Wahl, Lorenz, van den Bergh – Porath (87. Thesker), Holtby (70. Sander), Mühling – Bartels (70. Sterner), Pichler (79. Arp), Skrzybski (46. Reese). Trainer: Rapp.

Dresden: Broll – Becker (88. Seo), Sollbauer, Akoto, Kade (46. Aidonis) – Y. Stark, Will (72. Sohm), M. Schröter, Mörschel – Königsdörffer (58. L. Herrmann), Daferner. Trainer: Schmidt.

Schiedsrichter: Heft (Neuenkirchen) – Tore: 0:1 Mörschel (32.), 1:1 Pichler (65./FE), 2:1 Reese (67.) – Bes. Vork.: Mühling scheitert mit Handelfmeter an Broll (45.+1) – Zuschauer: 8919.

Stimmen zum Spiel:

Hauke Wahl: „Wir haben das Spiel fast durchgehend dominiert, aber der Gegner hat eine seiner wenigen Möglichkeiten zur Führung genutzt. Wir haben es zunächst nicht geschafft, klare Möglichkeiten zu erspielen, am Ende wurde aber der Siegeswille belohnt. Wir wussten, dass es ein sehr wichtiges Spiel für uns ist, und wollten es unbedingt gewinnen. Das hat man auf dem Platz gemerkt. Es war einfach schön, nach dem Spiel einmal wieder mit den Fans feiern zu können. Dieses Gefühl nehmen wir mit für die kommenden Aufgaben.“

Johannes van den Bergh: „Wir hatten in der ersten Halbzeit deutlich mehr Ballbesitz, wurden dann aber kalt erwischt. Das mussten wir erst einmal wegstecken. Die Führung hat Dresden in die Karten gespielt, weil sie sehr tief stehen konnten. Wir haben versucht, Lösungen zu finden. Mit dem verschossenen Elfmeter lief es weiterhin gegen uns, sodass von Spielglück nicht die Rede sein kann. Wir haben uns vorgenommen, das Spiel noch zu drehen, was uns auch gelungen ist. Der Sieg ist verdient.“

Benedikt Pichler: „Wir sind in der ersten Halbzeit in Rückstand geraten, obwohl wir mehr Chancen hatten. Danach war es schwierig, weil Dresden es hinten sehr kompakt gemacht hat. Es war richtig stark, wie wir uns nach der Pause zurückgearbeitet haben. Da war viel Fleiß und Schweiß dabei, weshalb es auch verdient ist. Vor der eigenen Kurve den Ausgleich zu machen, war überragend.“

Philipp Sander: „Wir sind nach den Rückstand richtig gut zurückgekommen und haben unser Tor dicht gehalten. Es sind verdiente drei Punkte.“

Die Pressekonferenz nach #KSVSGD:

Fabian Reese nach dem Heimsieg gegen Dresden:

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