6 Fakten: Die Geißbock-Elf aus Müngersdorf

Im Oktober 2018 trafen Janni Serra (li.) und der Ex-Storch Rafael Czichos zum vorletzten Mal aufeinander. Damals teilten beide Teams in der Zweitliga-Partie beim 1:1-Unentschieden die Punkte

Auch vor den beiden Relegationsspielen darf unsere Rubrik „6 Fakten“, in der wir den kommenden Gegner vorstellen, natürlich nicht fehlen. Hier sind alle wichtigen Infos über den 1. FC Köln, auf den die Störche im Hinspiel am Mittwoch sowie im Rückspiel am Samstag treffen.

  1. Der Verein: Der 1. FC Köln ist mit 111.500 Mitgliedern der größte Sportverein in Köln, der sechstgrößte in Deutschland und weltweit auf Rang 17. Der Klub wurde am 13. Februar 1948 durch Zusammenschluss der beiden Fußballvereine Kölner BC 01 und SpVgg Sülz 07 gegründet. Er wurde drei Mal Deutscher Meister, vier Mal DFB-Pokalsieger, erreichte 1986 das Finale des UEFA-Pokals und stand acht Mal in einem Europapokal-Halbfinale. Der Geißbock Hennes ist das Maskottchen des 1. FC Köln.
  2. Historie: Das Gründungsmitglied der Bundesliga hielt sich bis 1998 35 Jahre lang ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse und spielt seit der Saison 2019/20 erneut – nach dem sechsten Aufstieg – im Bundesliga-Oberhaus. Köln belegt den neunten Platz in der Ewigen Tabelle der 1. Bundesliga und den 3. Platz in der Ewigen Tabelle der erstklassigen Oberliga West (1947 bis 1963).
  3. Deutscher Meister: Als 1963 die Bundesliga gegründet wurde, fanden auch die Kölner als amtierender Westdeutscher Meister dort ihren Platz. Verstärkt wurde die Mannschaft zur Saison mit Wolfgang Overath und Wolfgang Weber, die den Klub in den kommenden Jahren maßgeblich prägen und auch Stützen der Nationalmannschaft werden sollten. Overath absolvierte 542 Pflichtspiele für den 1. FC Köln und ist damit Rekordspieler in der Geschichte des Vereins. Weber brachte es auf 470 Pflichtspieleinsätze. Der 1. FC Köln wurde in der Saison 1963/64 erster Bundesliga-Meister. Dieser Titel wurde in einer souveränen Art und Weise geholt, die verdeutlichte, dass die Kölner zu dieser Zeit der Konkurrenz um einiges voraus waren, was auch daran lag, dass der 1. FC Köln am besten auf den Anbruch der Profi-Ära im deutschen Fußball vorbereitet war.
  4. Die goldenen 1970er: Die 1970er Jahre brachte dem 1. FC Köln 1978 das „Double“, bestehend aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Dies war zuvor nur dem FC Bayern München gelungen. Der FC ist einer von nur vier Vereinen, die diesen Doppelerfolg bislang feiern konnten. Außerdem gewann der FC auch im Jahr davor den DFB-Pokal und ging drei Mal als Verlierer aus dem Pokalfinale. Zudem wurde er 1973 Vizemeister. Auf europäischer Ebene war der Verein bis auf eine Ausnahme jedes Jahr vertreten, hauptsächlich im neu geschaffenen UEFA-Pokal. Dort sowie im Europapokal der Landesmeister und im Messestädte-Pokal erreichte Köln je einmal das Halbfinale.
  5. Das Stadion: Spielstätte des 1. FC Köln ist das Rhein-Energie-Stadion. Vorläufer waren die 1923 an derselben Stelle erbaute Hauptkampfbahn im Sportpark Müngersdorf und das Müngersdorfer Stadion, welches die Hauptkampfbahn ersetzte und zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 neu errichtet werden sollte, aber erst 1975 fertiggestellt wurde. In der Bauphase fanden die Heimspiele des FC in der benachbarten Müngersdorfer Radrennbahn statt. Die heutige Arena wurde mit Sicht auf die WM 2006 in Deutschland erbaut und am 31. Januar 2004 eröffnet. Sie fasst 50.000 Zuschauer.
  6. Statistik Duelle gegen Holstein: Am 17. Mai 1953 setzte sich der 1. FC Köln in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft in Müngersdorf mit 3:2 durch, am 24. Mai 1953 hieß es im Rückspiel in Kiel 1:1-Unentschieden. Das nächste Duell sollte es erst 65 Jahre später geben. Am 20. Oktober 2018 hieß es in der 2. Bundesliga in Kiel erneut 1:1, im Rückspiel besiegten die Domstädter Holstein deutlich mit 4:0 und stiegen am Ende in die 1. Bundesliga auf. Somit ist die Partie in Köln am Mittwoch das 5. Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel. Es ist übrigens auch das Wiedersehen mit drei Ex-Störchen: Rafael Czichos trug drei Jahre, Dominick Drexler zwei Jahre lang das KSV-Trikot. Beide hatten maßgeblichen Anteil am Zweitliga-Aufstieg 2017 und dem Erreichen der Erstlliga-Relegation in der Folgesaison, ehe beide 2018 zum „Effzeh“ wechselten. Zudem war Salih Özcan in der vergangenen Spielzeit an die Störche ausgeliehen.

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