6 Fakten zum FC Ingolstadt

Am Sonnabend um 13.30 Uhr gastieren die Kieler Störche beim Tabellenletzten FC Ingolstadt. Wir stellen Euch den kommenden Gegner wieder etwas genauer vor

1. Spitzname: Ingolstadt ist mit 132.000 Einwohnern nach München die zweitgrößte Stadt Oberbayerns und nach München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg die fünftgrößte Stadt Bayerns. Der Name „die Schanzer“ zeigt die Verbundenheit des Vereins zu Ingolstadt und seiner Historie. Seit jeher wussten die Herrscher und Statthalter der Donaustadt, die strategische Lage am Flussübergang und an wichtigen Handelswegen zu schätzen und zu schützen. Deshalb wurde 1806 mit dem Ausbau Ingolstadts zur bayerischen Landesfestung begonnen. In dieser Zeit bekam Ingolstadt den Namen „die Schanzer“, der noch heute an Ingolstadts Vergangenheit als Festungsstadt erinnert. Der FC Ingolstadt entstand am 1. Juli 2004 durch Ausgliederung der Fußballabteilungen der Vereine MTV Ingolstadt und ESV Ingolstadt.

Der Ingolstädter Fanblock im Kieler Holstein-Stadion (November 2017)

2. Stadion: Seit der Saison 2010/11 spielt der FC Ingolstadt in einem neuen, vollüberdachten Stadion, dem Audi Sportpark. Die Kapazität beträgt 15.700 Plätze (9.000 Sitz- und 6.000 Stehplätze). Die neue Heimat eröffnete der FCI am Samstag, dem 24. Juli 2010, mit einem bunten Rahmenprogramm inklusive Promi-Spiel und Blitzturnier, abgeschlossen mit fulminantem Feuerwerk.

3. Bundesliga: Am 27. September 2014 stellte der FC Ingolstadt 04 mit einem 1:0-Sieg beim Karlsruher SC den Zweitligarekord von Bayer 04 Leverkusen (Mai 1978 bis April 1979) ein; der FC war damit ebenfalls in 17 Spielen in Folge auswärts ungeschlagen geblieben. Anschließend blieb der Verein noch bis zum 19. Auswärtsspiel in Serie ohne Niederlage. Durch einen 2:1-Sieg am 33. Spieltag zu Hause gegen RB Leipzig sicherten sich „die Schanzer“ im Mai 2015 den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. In der Premierensaison 2015/16 gelang dem FCI der souveräne Klassenerhalt ohne einen Spieltag auf einem Abstiegsplatz gestanden zu haben. Nach einer starken Saison mit Heimsiegen gegen Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach lagen die Schanzer am Ende auf Rang elf. Erfolgstrainer Ralf Hasenhüttl wechselte nach dem Klassenerhalt für eine Rekordsumme zum neuen Ligakonkurrenten RB Leipzig. Ein Jahr später musste Ingolstadt wieder zurück in die Zweitklassigkeit.

KSV-Kapitän Hauke Wahl spielte 2017 für Ingolstadt.

4. Comeback: 2019 ging es für die Schanzer sogar bis runter in die 3. Liga. Im Sommer 2021 gelang der Wiederaufstieg. Nach einem klaren 3:0-Sieg in der ersten Partie reichte dem FC Ingolstadt im Relegations-Rückspiel beim VfL Osnabrück eine 1:3-Niederlage, um nach zwei Jahren in die 2. Fußball-Bundesliga zurückzukehren. Zweimal war der FCI in den beiden Entscheidungsspielen zwischen dem Zweitliga-16. und dem Drittliga-Dritten zuvor schon auf teils dramatische Weise gescheitert: 2020, weil sie gegen den 1. FC Nürnberg ein Gegentor in der Nachspielzeit kassierte. Und 2019, weil gegen den SV Wehen Wiesbaden selbst ein Auswärtssieg im Hinspiel nicht reichte.

5. Störche gegen Schanzer: Am 29. August 2009 (2:2 in Kiel) und am 20. Februar 2010 (1:0 für den FCI) fanden die ersten Duelle zwischen dem FC Ingolstadt und der KSV Holstein, damals in der 3. Liga, statt. Für Holstein trafen damals Fiete Sykora und Florian Meyer. Für die Schanzer markierten Moritz Hartmann (2) und Andreas Neuendorf die Treffer. Von 2017 bis 2019 gab es vier weitere Partien, dann allerdings in der 2. Bundesliga. Die Gesamtbilanz der 6 Begegnungen: ein Holstein-Sieg, vier Unentschieden und ein Erfolg für den FC Ingolstadt. Das torreichste Spiel fand am 29. April 2018 im Audi Sportpark statt. Holstein siegte auf dem Weg in die Relegation mit 5:1 bei den Schanzern. Holsteins Kapitän Hauke Wahl (2016 bis 2018) und Verteidiger Phil Neumann (2017 bis 2019) haben in ihrer Karriere bereits das Trikot der Schanzer getragen.

29. April 2018: Die Störche treffen im Audi-Park gleich fünf mal.

6. Trainer: Mit André Schubert sitzt bereits der dritte Trainer binnen weniger Monate auf der Bank der Schanzer. Nachdem Aufstiegstrainer Thomas Oral den Verein im Sommer verlassen hatte, wurde U19-Coach Roberto Pätzold als Cheftrainer installiert. Doch nach acht Spieltagen war bereits Schluss für den 42-Jährigen. Nun soll es Schubert richten, der vor der Länderspiel-Pause bei der 0:3-Niederlage auf Schalke sein Debüt beim FCI erlebte. Sein letztes Traineramt bekleidete Schubert bei der KSV Holstein, wo er vom Saisonbeginn 2019 bis Mitte September auf der Bank der Störche saß. Nach zwei Siegen, zwei Remis und drei Niederlagen musste er damals wieder seine Koffer packen. In der Saison 2018/19 rettete er Eintracht Braunschweig vor dem Abstieg. Das soll ihm nun auch mit den Schanzern gelingen. Seine erfolgreichste Zeit erlebte Schubert übrigens in Gladbach, wo er 15 Monate auf der Trainerbank saß und die Borussia in der Saison 2015/16 in die Champions League führte.

 André Schubert ist erst seit Ende September 2021 Cheftrainer des FC Ingolstadt 04

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