Baku verpasst möglichen Ausgleich – Spielbericht

Brekalo trifft doppelt: Kieler Störche unterliegen im Test beim Erstligisten VfL Wolfsburg mit 0:2 (0:0)

Die KSV Holstein kassierte am Sonnabend im zweiten Testspiel der Saison-Vorbereitung im AOK-Stadion in Wolfsburg die erste Niederlage. Gegen die Wölfe mussten die Störche das Leder zweimal aus den Maschen holen, beide Treffer für den Erstligisten erzielte Josip Brekalo (57., 87.). Dennoch durfte die Werner-Elf zufrieden sein und hätte Mitte der zweiten Hälfte sogar den Ausgleich erzielen können.

Es dauerte eine Viertelstunde, bis sich die Störche freigeschwommen hatten, Kiels Nationalspieler Jae-Sung Lee eröffnete das muntere Scheibenschießen, wurde aber von Jeffrey Bruma rechtzeitig geblockt. Auch Yunus Malli, vor zwei Jahren noch Torschütze in der Relegation zwischen den Wölfen und den Störchen, scheiterte kurze Zeit später aus halblinker Position (18.). Holstein agierte taktisch klug, nur im Strafraumnähe fehlte die letzte Konsequenz. Immer wieder versuchten es die Mannschaften von Oliver Glasner und Ole Werner aus der Distanz, doch echte Torgefahr kam in der Folgezeit nur selten auf. Weder Koen Casteels noch Thomas Dähne mussten sich im ersten Durchgang langmachen.

Im zweiten Durchgang hatten die Störche mehr Probleme mit dem Gegner, die Platzherren suchten ihr Heil in der Offensive und kamen nach 57. Minuten durch Josip Brekalo zum Führungstreffer. In der 80. Minute hatten die Störche dann ihre große Ausgleichschance. David Atanga bediente den im Wölfe-Strafraum frei postierten Makana Baku, doch der Kieler Offensivmann setzte das Leder frei vor VfL-Keeper Casteels am rechten Torpfosten vorbei ins Aus. Auch der zweite Gegentreffer an diesem Tag war ein Distanzschuss. Erneut wuchtete Brekalo das Leder in das im zweiten Durchgang von Dominik Reimann gehütete KSV-Gehäuse. Damit war die Messe für die Störche an diesem Nachmittag endgültig gelesen. Erschöpft, aber keineswegs enttäuscht verließen die Störche das AOK-Stadion.

Nach der Pause haben wir vielleicht etwas zu viel zugelassen, aber spielerisch war das heute von uns schon recht ordentlich“, meinte Alexander Mühling nach dem Schlusspfiff. Ahmet Arslan meinte abgekämpft: „Es ist immer ärgerlich, Spiele zu verlieren. Wir hätten in Führung gehen und im zweiten Durchgang den Ausgleich erzielen können. Da fehlten heute ein paar Zentimeter. Aber insgesamt haben wir gut gearbeitet.“ Auch Trainer Ole Werner konnte mit dem Gesehenen zufrieden sein: „Die Leistung heute war für mich in Ordnung, auch wenn das Ergebnis am Ende nicht positiv war. Wir haben aus dem Spiel heraus nicht viel zugelassen und aus einer soliden Grundordnung heraus agiert. Was uns gefehlt hat waren Genauigkeit und Konzentration. Das lässt sich zu dem jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung noch verschmerzen.“ Fabian Reese meinte: „Wir sind heute etwas mehr als sonst hinterhergelaufen, hatten trotzdem unsere Möglichkeiten. Wir müssen aber in der Offensive mehr Lösungen finden. Jeder kann noch eine Schippe drauflegen.“

Statistiken

Aufstellungen:

VfL Wolfsburg: Casteels – Klaus (46. Mbabu), Bruma (46. Guilavogui), Brooks (46. Siersleben), Otavio (33. Horn, 46. Roussillion) – Arnold (46. Gerhardt) – Steffen (46. Victor), Malli (46. Schlager), Mehmedi (33. Ginczek, 76. Llanez) – Marmoush (46. Justvan, 76. Bialek), Weghorst (46. Brekalo).

KSV Holstein: Dähne (46. Reimann) – Neumann (46. Porath), Wahl (46. Lorenz), Komenda (46. Thesker), van den Bergh (46. Hanslik) – Ignjovski (46. Meffert) – Mühling (46. Arslan), Bartels (46. Hauptmann) – Reese (46. Baku), Lauberbach (46. Serra), Lee (46. Atanga).

Tore: 1:0, 2:0 Brekalo (57., 87.)

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)

Gelbe Karten: Arnold / Hauptmann

Alexander Mühling zur Partie

Bildergalerie #WOBKSV

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