DFB-Pokal-Aus in Mannheim im Elfmeterschießen

Kwasi Wriedt (li.) und Thomas Dähne (re.) trösten Marvin Schulz, der den Ball im Elfmeterschießen über das Tor schoss

Die KSV ist in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Nach torlosen 120 Minuten verloren die Störche am Sonntagabend vor 13.137 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion beim SV Waldhof Mannheim nach Elfmeterschießen mit 3:5.

Trotz Temperaturen knapp über 30 Grad waren die Störche sofort da und verbuchten durch Benedikt Pichler die erste Gelegenheit, der aus acht Metern an SVW-Torwart Morten Behrens scheiterte (3.). Im direkten Gegenzug konnte sich Tim Schreiber, der im DFB-Pokal anstelle von Thomas Dähne auflief, erstmals auszeichnen, als er die Schüsse von Baris Ekincier (5.) und Dominik Martinovic (6.) jeweils stark parierte. Nachdem Julian Korb eine Flanke von Fabian Reese nicht verwerten konnte (14.), hatte die KSV Glück, als Martinovic im Gegenzug nur das Außennetz traf (15.). Alexander Mühling verzog kurz darauf per Direktabnahme (17.), ehe sich die Partie nach der turbulenten Anfangsphase eine kurze Verschnaufpause nahm. Erst kurz vor der Pause hatte der Waldhof noch eine weitere gute Möglichkeit, Ekinciers satten Abschluss hielt Schreiber aber sicher fest (42.). Quasi mit dem Pausenpfiff hätten die Gäste, die von knapp 500 Auswärtsfans unterstützt wurden, in Führung gehen können. Korb hatte bereits Behrens per Flachschuss überwunden, dann rettete Marcel Seegert aber für seinen geschlagenen Keeper kurz vor der Linie (45.+1).

Holstein erwischte den besseren Start in den zweiten Durchgang, Pichlers Schlenzer verfehlte aus 18 Metern aber knapp sein Ziel (48.). Die Begegnung war nun nicht mehr derart temporeich wie in der ersten halben Stunde, sodass die Chancen rarer wurden. Nach 64 Minuten lag der Ball im Kieler Tor, der Kopfballtreffer von Gerrit Gohlke fand jedoch aufgrund einer Abseitsstellung zurecht keine Anerkennung. Anschließend schraubten beide Seiten am ersten Treffer. Doch weil Berkan Taz‘ Flatterball von Schreiber zur Ecke abgewehrt (67.) und auf der Gegenseite Mühlings Dropkick von Seegert geblockt wurde (71.), ging es in die Verlängerung.

In dieser war sowohl der KSV als auch dem Waldhof der Kräfteverschleiß anzumerken, dennoch hatten die Störche noch gute Chancen, die Partie für sich zu entscheiden. Doch Gohlke blockte Mühlings Schuss in höchster Not zur Ecke, sodass Joker Kwasi Wriedt nicht einschieben konnte (97.), und auch der ebenfalls eingewechselte Marvin Obuz setzte einen Kopfball nach feiner Reese-Flanke knapp links vorbei (109.). Weil es nach 120 Minuten immer noch 0:0 stand, musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Hier trafen die ersten fünf Schützen, ehe Marvin Schulz den Ball über die Latte hinwegsetzte. Weil anschließend auch die letzten beiden Mannheimer Schützen vom Punkt trafen, musste die KSV nach dem 3:5 im Elfmeterschießen zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte gegen einen unterklassigen Gegner im DFB-Pokal die Segel streichen.

„Wir wussten um die Schwere der Aufgabe – und dennoch war es unser Anspruch, gegen einen Drittligisten eine Runde weiterzukommen. Die Jungs haben dennoch alles auf dem Platz gelassen. Ein großes Dankeschön noch einmal an unsere Fans, die uns toll unterstützt haben. Es ist nicht selbstverständlich, dass an einem Sonntagabend so viele Fans von Kiel nach Mannheim kommen. Danke dafür!“, sagte KSV-Trainer Marcel Rapp nach der Partie.

Statistik:

Mannheim: Behrens – Riedel, Gohlke, Seegert, Rossipal – Russo, Höger (106. Wagner), Ekincier (78. Kother), Bahn, Taz (90. Dörfler) – Martinovic (90. Sohm). Trainer: Neidhart.

Holstein: Schreiber – Becker, Komenda, van den Bergh – Korb (84. Erras), Mühling, Porath (84. Wolf), Sander (46. Schulz), Reese – Pichler (96. Wriedt), Arp (69. Obuz). Trainer: Rapp.

Schiedsrichter: Reichel (Stuttgart) – Elfmeterschießen: 1:0 Bahn, 1:1 Erras, 2:1 Rossipal, 2:2 Komenda, 3:2 Russo, Schulz schießt über das Tor, 4:2 Sohm, 4:3 Wriedt, 5:3 Wagner – Zuschauer: 13.137.

KSV-Geschäftsführer Sport Uwe Stöver zum Spiel:

„Das Ergebnis ist ärgerlich und enttäuschend. Es war über lange Zeit eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Wir sind ausgeschieden, weil wir es nicht geschafft haben, in 120 Minuten ein Tor zu schießen. Aber es hilft nicht, jetzt Trübsal zu blasen. Das nächste Spiel in Magdeburg wird stimmungstechnisch ein ähnliches Kaliber, sodass wir wissen, worauf wir uns einzustellen haben. Wir wollen dort den ersten Sieg in der Liga holen.“

Die Pressekonferenz nach #SVWKSV:

Das Spiel #SVWKSV in Bildern:

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