Erzgebirge Aue ist im eigenen Stadion ungeschlagen

Die Störche wollen am Sonntag beim zuhause noch ungeschlagenen FC Erzgebirge Aue punkten

Mit der KSV Holstein startet am Sonntag (13.30 Uhr) die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga den Versuch, aus dem Stadion des FC Erzgebirge Aue drei Punkte zu entführen. Bislang ist das in der laufenden Saison noch keinem Gast der Sachsen gelungen. Sieben Heimsiege feierte das mittlerweile von Dirk Schuster trainierte Team, das vor dem 22. Spieltag punktgleich (30) mit der KSV auf Platz sieben liegt. Die Schützlinge von Ole Werner, seit fünf Spielen ungeschlagen und wegen des knapp besseren Torverhältnisses (+2/-1) Tabellensechster, fahren trotzdem optimistisch ins Erzgebirge. Auf den Rückreisen konnten sie sich bislang schon über fünf Siege freuen. Eine bessere Auswärtsbilanz hat lediglich Spitzenreiter Arminia Bielefeld (sieben Siege).   

Ole Werner zu den Störchen: Natürlich haben die Jungs nach den letzten Ergebnissen Selbstvertrauen. Trotzdem ist es so, dass uns die letzten Spiele am kommenden Wochenende nichts mehr bringen, weil es wieder bei Null losgeht. Wir müssen uns die Dinge wieder neu erarbeiten. Das Spiel in Aue wird eine echte Aufgabe für uns. Aber Aufgaben zu haben ist ja durchaus reizvoll.

Werner über den FC Erzgebirge Aue: Was Aue massiv auszeichnet, ist, dass es eine gewachsene Mannschaft ist, die klug verstärkt wurde, und sehr übers Kollektiv kommt. Sie sind zuhause sehr erfolgreich. Dabei spielen auch die Zuschauer eine Rolle, sodass man das Gefühl hat, gegen einen gesamten Verein zu spielen. Zudem stehen sie sehr vernünftig und haben ein gutes Umschaltspiel.

Personelle Situation: Fabian Reese hat am Freitag Teile des Mannschaftstrainings absolviert und könnte eine Option für den Spieltagskader sein. Alexander Mühling konnte aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung ebenfalls nur eingeschränkt trainieren, sodass auch sein Einsatz weiterhin fraglich ist. Jonas Meffert hat aus dem Spiel gegen den FC St. Pauli eine Verletzung an der Kniescheibe davongetragen und fällt folglich aus. Jae Sung Lee steht nach leichten Sprunggelenksproblemen hingegen zur Verfügung.

Hinspiel: Am 7. Spieltag lag die KSV bereits zum fünften Mal in einem Punktspiel zurück, aber auch im Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue bewiesen die Störche Comeback-Qualitäten. Jan Hochscheidt (47.) hatte das erstmals von Dirk Schuster betreute Team aus dem Erzgebirge in Führung gebracht, aber Jae Sung Lee (73.) konnte in einer dramatischen Partie, in der Dominik Reimann zuvor einen Strafstoß von Dimitrij Nazarov (53.) pariert hatte, noch ausgleichen. Hätte Nazarov getroffen, wären die Gäste mit 2:0 in Führung gegangen. Anderseits verpasste Emmanuel Iyoha mit dem bereits siebten Aluminium-Treffer in diesem frühen Saisonverlauf (60.) einen zeitigeren Ausgleich. Die Partie stand bis zum Abpfiff auf der Kippe, wurde doch noch in der Nachspielzeit ein FC-Tor von Pascal Testroet wegen einer Abseitsposition aberkannt. Fazit: Das Hinspiel war nichts für schwache Nerven!   

Die Bilanz: Vor dem 14. Aufeinandertreffen hat die KSV die Nase mit einem Sieg (5/4) knapp vorne. In der eingleisigen 2. Liga wird es das sechste Duell sein. In dieser Spielklasse hat die KSV mit zwei Siegen bei zwei Remis und einer Niederlage die Nase vorne. Der FC Erzgebirge Aue und die KSV standen sich schon in der Regionalliga Nord gegenüber, erstmals im November 2001. In Aue konnten die Störche bislang erst einmal gewinnen, dann aber deutlich: Im September 2017 endete das erste Gastspiel im Erzgebirge nach dem Zweitliga-Aufstieg mit einem 3:0-Erfolg für die Blau-Weiß-Roten.

Medieninfo: Sky überträgt live, der neue Multimedialiveticker der KSV (liveticker.holstein-kiel.de) liefert ab 13 Uhr alles Wissenswerte rund um das Spiel, ab 13.30 Uhr dann aktuelle Zwischenstände, Fotos und Interviews. Medienpartner R.SH schaltet immer wieder live ins Erzgebirgsstadion.

Infos für die Fans

Anfahrt mit dem Auto: Lößnitzer Straße 95, 08280 Aue (Strecke ca. 650 Kilometer, Fahrzeit rund 6,5 Stunden). Über die Autobahnen A7/A24 zur A14/A9 und im weiteren Verlauf die A4 ansteuern; am Kreuz Chemnitz auf die A72 in Richtung Hof; Abfahrt „Stollberg West“ A 72 verlassen und über die B 169 weiter in Richtung Aue.

Parken: Gästeparkplätze (gebührenpflichtig) befinden sich an der B 169 in unmittelbarer Stadionnähe. Gästeeingang ist der „Lößnitzer Eingang“.

Mit der Bahn: Vom Bahnhof Aue per ca. 15-minütigem Fußweg entlang der Lößnitzer Straße (B169) zum Erzgebirgsstadion oder mit der Erzgebirgsbahn (Linie Chemnitz-Aue) am Haltepunkt „Erzgebirgsstadion“ aussteigen.

Eintrittspreise: Stehplatz ab 13,50 Euro (ermäßigt 11,50, Kinder unter 14 Jahre haben dank einer kurzfristig initiierten Ferienaktion freien Eintritt, ohne Platzbindung), Sitzplatz ab 20,50 Euro (ermäßigt 18,50 bis 26,50 Euro, Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt). 

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