Gegnercheck: Der Hamburger SV

Sechs Mal Deutscher Meister, drei Mal Pokalsieger, ein Europapokal der Pokalsieger: Den Hamburger SV muss man in Norddeutschland nicht mehr vorstellen. Der Verein mit der Raute besitzt nicht zuletzt aufgrund seiner langjährigen Geschichte als Bundesliga-Dino eine enorme Strahlkraft in der Region und darüber hinaus.

Der HSV zählt auch in seinem fünften Jahr in der 2. Bundesliga zur den Aufstiegsfavoriten. Die individuelle Klasse der Einzelakteure im Kader des HSV ist im Ligavergleich sehr hoch anzusiedeln. Auch in dieser Saison haben sich unsere Nachbarn erneut zahlreich verstärkt. Mit László Bénes kam ein Mittelfeldakteur von Borussia Mönchengladbach an die Elbe, der bereits Station in Kiel machte. Im Januar 2019 schloss sich der heute 24-jährige Slowake für ein halbes Jahr auf Leihbasis den Störchen an. Fun Fact: KSV-Coach war damals Tim Walter, der Bénes heute beim HSV trainiert.


Offensiv verpflichteten die Hansestädter den Franzosen Jean-Luc Dompé, der im letzten Spiel mit Bakery Jatta eine pfeilschnelle Flügelzange bildete, um vorne Goalgetter Robert Glatzel zu füttern, der in der vergangenen Saison 22 Tore erzielte. Auch in dieser Saison ist Glatzel bislang Hamburgs erfolgreichster Torschütze: Vier Treffer stehen bereits auf dem Tore-Konto des 1,93m großen Mittelstürmers – genauso viele wie bei Steven Skrzybski.

Die Schlüsselfigur in der Hamburger Defensive ist aktuell Daniel Heuer Fernandes. Der HSV-Keeper ließ in den bisherigen sieben Ligaspielen nur drei Gegentore zu, hielt dabei rund 90% aller Bälle, die auf sein Tor flogen und trägt damit einen wesentlichen Teil zur stabilen Defensive der Rothosen bei.

Vor der Einführung der Bundesliga 1963 gehörten die Nordderbys zwischen Holstein Kiel und dem HSV zu den absoluten Highlights der erstklassigen Oberliga Nord. Nicht selten strömten damals mehr als 25.000 Zuschauer auf den Holsteinplatz. Uns erwartet am Freitag also ein Spiel mit Historie.

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