Holstein-Helden und die Corona-Krise: Harry Witt

Holsteins Urgestein Harry Witt

Nur vier Spieler in der 120-jährigen Holstein-Vereinsgeschichte standen häufiger auf dem grünen Rasen als Harry Witt. „Hammer-Harry“, wie der heute 65-Jährige aufgrund seiner Schussgewalt genannt wurde, vertreibt sich die Zeit momentan mit langen Spaziergängen und seinem Hund in der Kieler Forstbaumschule oder an den Stränden von Dänisch-Nienhof und Schwedeneck.

Vor Jahren gewann Harry Witt tapfer den schweren Kampf gegen eine Krebserkrankung und  gehört seitdem zur vorbelasteten Risikogruppe. „Ich habe seit der Erkrankung und der Chemotherapie eine Immunschwäche, das zwingt mich momentan natürlich doppelt zur Vorsicht. Ich vermeide Kontakt außerhalb der Familie und den engsten Angehörigen – aber auch da nur auf Entfernung“, meint der ehemalige Fußball-Profi.

Während seiner langen Fußball-Karriere spielte Witt für Holstein Kiel, Union Solingen und Viktoria Köln, zwei Jahre lang kickte „Hammer-Harry“ sogar in Hongkongs Profiliga. 1995 saß Harry Witt dann für einige Monate als Cheftrainer auf der Holstein-Bank, heute ist er Sportchef beim FC Kilia Kiel. „Wir haben unseren Spielern Trainingspläne an die Hand gegeben, das beinhaltet natürlich auch Läufe an der frischen Luft. Wir wären sehr froh, wenn wir die Saison noch zu Ende bringen könnten“, meint Witt, der mit dem FC Kilia in der Verbandsliga Ost unangefochten an der Spitze steht. Zur Frage, was bei einem Saisonabbruch passieren würde, sagt Witt: „Das wäre natürlich sehr ärgerlich für uns und einige andere Vereine. Aber wenn das dann so sein sollte, dann würden wir eben in der nächsten Saison wieder angreifen.“

Harry Witt liest derzeit viel Zeitung und hat momentan auch immer einen Krimi zur Hand. „Das gefällt mir besser als ewig nur im TV mit dem ganzen Mist konfrontiert zu werden“, sagt der 65-Jährige. Witts Frau arbeitet derweil in der Psychiatrie und befindet sich zurzeit im Dauereinsatz. „Da ist richtig viel zu tun und wir passen genau auf, mit wem sie im Dienst in Kontakt kommt“, berichtet Witt.

„Hammer-Harry“ hofft auf ein baldiges Ende der Corona-Krise und hat schon jetzt einen Wunsch für die Zeit danach: „Auf einen Einsatz in der Holstein Traditions-Elf hätte ich mal wieder richtig Bock!“

Harry Witt im Kurzinterview:

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