KSV erarbeitet sich Heimsieg gegen Würzburg

Die KSV-Defensive um Kapitän Hauke Wahl blieb erneut ohne Gegentor

Die KSV hat am Freitagabend einen Heimsieg eingefahren. Die Störche gewannen im Holstein-Stadion gegen die Würzburger Kickers mit 1:0 (0:0). Das Tor des Tages erzielte Alexander Mühling nach einer Stunde per Foulelfmeter.

Im Vergleich zum 2:0-Sieg bei Fortuna Düsseldorf am Montagabend veränderte KSV-Coach Ole Werner seine Startformation auf drei Positionen: Stefan Thesker rückte für Simon Lorenz in die Innenverteidigung, Niklas Hauptmann ersetzte Alexander Mühling im Mittelfeld und Joshua Mees begann anstelle von Fin Bartels.

Die Gastgeber hatten von Beginn an mehr vom Spiel, weil sich Würzburg vornehmlich aufs Verteidigen konzentrierte. Die KSV verbuchte nach acht Minuten den ersten Abschluss, als Fabian Reeses Distanzschuss von Kickers-Keeper Hendrik Bonmann entschärft wurde. Marvin Pieringers Distanzschuss ging klar vorbei (12.), danach kannte die Partie zumeist nur eine Richtung – und zwar in die des Würzburger Kastens. Echte Hochkaräter blieben indes lange Zeit aus, weil die KSV trotz klarer Feldvorteile gegen leidenschaftlich verteidigende Gäste keine Lücke fand. Gefährlich wurde es noch zwei Mal vor der Pause: Zunächst parierte Bonmann einen satten Kopfball von Janni Serra (32.), dann verpasste Joshua Mees eine Reese-Flanke um Zentimeter (34.), sodass es torlos in die Kabinen ging.

Mühling kommt und trifft

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie temporeicher. Die erste Großchance hatten die Gäste: Ridge Munsy bekam den Ball in den Lauf gespielt, setzte diesen aber aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbei (52.). Anschließend erhöhten die Hausherren wieder die Schlagzahl: Nachdem Mees‘ Schlenzer von Bonmann gehalten wurde (54.), zeigte Schiedsrichter Thorben Siewer kurz darauf auf den Elfmeterpunkt. Bonmann hatte Jannik Dehms Flanke per Faustabwehr entschärft und war dabei mit Lee zusammengeprallt, was der Unparteiische als Foulspiel bewertete. Nachdem die Entscheidung auch dem Videobeweis standhielt, verwandelte der kurz zuvor eingewechselte Alexander Mühling den Foulelfmeter ins linke untere Eck (60.). Würzburg ging nun mehr Risiko, was den Kielern wiederum mehr Räume bescherte. Zunächst reagierte Bonmann beim satten Volleyschuss des ebenfalls eingewechselten Fin Bartels glänzend (67.), dann ließ Reese die Vorentscheidung aus, als er einen klugen Rückpass von Bartels aus acht Metern links am Tor vorbeischob (78.). Eine Schlussoffensive der Kickers blieb in der Folge aus, weil die KSV weiterhin mehr Ballbesitz hatte, das Leder bis zum Ende souverän durch die eigenen Reihen zirkulieren ließ und letztlich den knappen Vorsprung über die Zeit brachte. So stand ein hart erarbeiteter 1:0-Heimsieg zu Buche, durch den die Störche die 40-Punkte-Marke knackten und zumindest über Nacht mit nun 42 Zählern die Tabellenführung vom Hamburger SV übernahmen.

Statistik:

KSV: Gelios – Dehm (89. Neumann), Wahl, Thesker, Kirkeskov – Lee, Meffert, Hauptmann (57. Mühling) – Reese (81. Porath), Serra (89. Lorenz), Mees (57. Bartels). Trainer: Werner.

Würzburg: Bonmann – Feltscher, Strohdiek, Douglas, Feick – Sontheimer (75. Toko), Hägele (75. Kopacz), Lotric (84. Baumann), Hasek – Pieringer (van la Parra), Munsy (84. Meierhofer). Trainer: Trares.

Schiedsrichter: Siewer (Olpe) – Tor: 1:0 Mühling (60./FE) – Zuschauer: keine.

Stimmen zum Spiel:

KSV-Geschäftsführer Sport Uwe Stöver: „Es war ein schweres Spiel. Wir haben das nötige Quäntchen Glück gebraucht, um das Spiel an uns zu reißen. Wichtig sind drei Punkte.“

Hauke Wahl: „Auch wenn wir nicht viele Chancen herausgespielt haben, war es ein sehr reifes Spiel von uns. Wir sind nie aus der Ruhe gekommen und haben unsere Basics durchgezogen. Am Ende war es etwas glücklich, weil auch Würzburg Chancen hatte. Wir nehmen den Sieg gerne mit.“

Fabian Reese: „Wir haben mit sehr viel Geduld gespielt. In der ersten Halbzeit haben wir die Genauigkeit im letzten Drittel vermissen lassen. Wir haben aber weiter Druck gemacht und dann auch verdient die Führung erzielt. Insgesamt hatten wir mehr Spielanteile und haben das Spiel verdient gewonnen.“

Alexander Mühling: „Es war eine konzentrierte Leistung von uns. Würzburg stand sehr tief. Wir haben versucht, die Lücken zu finden, haben uns im letzten Drittel aber schwergetan. Gleichzeitig haben wir gut verteidigt und die Konter frühzeitig unterbunden. Nach der Pause kamen uns der Elfmeter und das Tor entgegen. Danach hätten wir das zweite Tor machen müssen. Am Ende ist es ein 1:0-Heimsieg zuhause.“

Die Pressekonferenz nach #KSVFWK:

Das Interview nach dem Spiel wird zeitnah nachgereicht

Impressionen vom Heimsieg gegen Würzburg:

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