Marvin Obuz: Gekommen, um den nächsten Schritt zu gehen

Marvin Obuz ist im Sommer für ein Jahr auf Leihbasis vom 1. FC Köln an die Kieler Förde gewechselt – und will sich hier weiterentwickeln

Nach Yann Aurel Bisseck, Salih Özcan und Niklas Hauptmann ist Marvin Obuz bereits der vierte Spieler in den vergangenen Jahren, der als Leihspieler des 1. FC Köln den Weg an die Kieler Förde gefunden hat. Hier möchte der 20-Jährige sich weiterentwickeln – er ist also gekommen, um den nächsten Schritt zu gehen.

Bereits im zarten Alter von neun Jahren kam der flinke und dribbelstarke Offensivspieler in die Jugend des 1. FC Köln. Anschließend durchlief der gebürtige Kölner die gesamte Nachwuchsabteilung des „Effzeh“. Mit der U17 des Traditionsvereins wurde er in der Saison 2018/19 deutscher B-Junioren-Meister, ehe er wenig später bereits als A-Jugendlicher für die zweite Mannschaft der Kölner in der Regionalliga West im Einsatz war und in insgesamt 48 Spielen 16 Tore erzielte und drei weitere vorbereitete. Nun wagte der Rechtsfuß erstmals den Sprung heraus aus seiner bekannten Umgebung hin in den hohen Norden, wo Obuz in den kommenden Monaten seinen Teil zu einer erfolgreichen KSV-Saison beitragen möchte. Wir lassen den Kölschen Jung nun selbst zu Wort kommen und anhand der Buchstaben seines Vor- und Nachnamens einiges über sich erzählen – zum Beispiel über sein persönliches Idol, eines der nächsten Reiseziele, seinen Urgroßvater oder Kratzeis auf dem Bolzplatz.

M wie Meer: Ich fahre sehr gerne ans Meer. Von daher passt es natürlich perfekt, jetzt hier an der Küste zu leben. Seitdem ich nach Kiel gewechselt bin, hatte ich noch nicht allzu viel Zeit, die Strände hier auszukundschaften, war aber zumindest schon in Laboe, wo es mir wirklich gut gefallen hat. Auch die letzten Urlaube gingen stets an Orte, die am Meer liegen, zum Beispiel nach Izmir in der Türkei oder auf die griechische Insel Zakynthos. Bereits früher haben wir mit meiner Familie oft Urlaub in der Türkei gemacht, weil die Eltern meines Vaters von dort stammen.

A wie Ausleihe: Dass ich im Sommer für ein Jahr auf Leihbasis vom 1. FC Köln zu Holstein gewechselt bin, ist für beide Seiten eine gute Lösung, denke ich. Ich bin auf jeden Fall froh, hier zu sein, und möchte nun den nächsten Schritt machen. Dementsprechend hoffe ich natürlich, hier auf viel Einsatzzeit zu kommen und mit Toren und Assists zu einer erfolgreichen Saison beizutragen. Hier in Kiel hat bisher alles optimal geklappt: Ich habe direkt eine schöne Wohnung im Zentrum gefunden, in der ich mich sehr wohlfühle.

R wie Regionalliga: In den letzten eineinhalb Jahren habe ich für die zweite Mannschaft des 1. FC Köln in der Regionalliga West gespielt und dort meine ersten Schritte im Herrenbereich gemacht. Es war eine gute Erfahrung mit vielen Duellen gegen Traditionsvereine. Ein echtes Highlight war auf jeden Fall, als mir als U19-Spieler ein Hattrick gegen Wegberg-Beeck gelungen ist.

V wie Vater: Mein Vater ist schon immer dabei gewesen, wenn ich Fußballspiele gehabt habe – und ist es auch heute noch. Er ist zum ersten Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern extra aus Köln nach Kiel gefahren und hat es im Laufe der Saison auch noch öfter vor. Generell stamme ich aus einer fußballbegeisterten Familie. Ich habe einen älteren Bruder, der auch mal gekickt hat, mittlerweile aber Boxer ist.  

I wie Idol: Cristiano Ronaldo ist mein Idol, seitdem ich ein kleines Kind bin. Er ist trickreich, torgefährlich und immer hochmotiviert. Mir gefällt nicht nur seine fußballerische Art, sondern auch, wie er sich neben dem Platz verhält. Ich würde ihn gerne noch einmal live spielen sehen.

N wie New York: Ich bin noch nie in New York gewesen und möchte dort unbedingt eines Tages einmal hin, weil mich die Stadt einfach sehr reizt. Es ist eine echte Metropole, in der man einiges erleben kann – egal, ob im Sommer oder im Winter. Von daher kann es gut sein, dass eine meiner nächsten Reisen in die USA gehen wird.

O wie Offenheit: Ich würde mich als sehr offenen Menschen charakterisieren, mit dem man über alles sprechen kann. Es ist auch in Ordnung, wenn man mal einen Scherz über mich macht. Ich bin da sehr gelassen, was vielleicht auch daran liegt, dass ich gebürtiger Rheinländer bin.  

B wie Bolzplatz: Früher habe ich mit meinen Kumpels meine gesamte Freizeit auf dem Bolzplatz am Rathenauer Platz verbracht. Jeden Tag ging es direkt nach der Schule dorthin. Schnell zwei Kratzeis als Snack, dann ab auf den Platz (lacht). Erst auf einem Asche-, später dann auf einem Ascheplatz. Das war das beste Training, dort habe ich viele Tricks gelernt. Ich freue mich, dass ich diese Zeit mitgenommen habe und denke gerne daran zurück. Von daher würde ich mich durchaus als Straßenfußballer bezeichnen.

U wie Urgroßvater: Mein Urgroßvater wohnt genau wie meine Eltern in Efferen und ist ebenfalls sehr fußballbegeistert. Ich habe eine enge Beziehung zu ihm, weil ich früher als Kind regelmäßig zusammen mit meinem Bruder bei den Urgroßeltern gegessen habe. Ich habe diese Zeit damals sehr genossen. Auch heute telefonieren wir regelmäßig miteinander.

Z wie Zahnarzthelferin: Meine Mutter arbeitet als Zahnarzthelferin. Dementsprechend hat sie natürlich sehr darauf geachtet, dass mein Bruder und ich uns als Kinder auch ja ordentlich die Zähne putzen.  

Diesen Artikel teilen

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter