Montagabend, Flutlicht: Die KSV zu Gast beim FC St. Pauli

Hannover 96, VfL Osnabrück, der Hamburger SV und der FC St. Pauli – in dieser Spielzeit warten gleich acht Nord-Derbys auf die KSV Holstein. Für die Nummer eins könnte es kaum einen besseren Rahmen geben: Montagabend, Flutlicht, knapp 30.000 Zuschauer auf den Rängen des ausverkauften Millerntor-Stadions – der FC St. Pauli (20.30 Uhr) erwartet das Team von Andre Schubert. Die Schützlinge von Jos Luhukay warten vor diesem vierten Spieltag in der 2. Fußball-Bundesliga noch auf den ersten Sieg. Die KSV, die von rund 3000 Fans begleitet wird, will den Schwung aus dem Karlsruhe-Spiel (2:1) mit nach Hamburg nehmen.  

Schubert zu seiner Zeit beim FC St. Pauli: Ich habe natürlich noch viele Kontakte zu St. Pauli. Ich verbinde mit dem Verein ein tolles Jahr mit fantastischem Fußball, den wir gespielt haben. Ich freue mich daher sehr auf das Stadion und die besondere Stimmung.

Schubert zum Gegner: St. Pauli ist eine sehr gute Umschalt- und Kontermannschaft. Sie haben nach vorne eine große Qualität. Sie sind auch bei Standards gefährlich. Zudem haben sie sich auch nochmal personell verstärkt. Ich glaube, dass St. Pauli tabellarisch durchaus besser hätte stehen können als sie es aktuell tun. Einige Spiele hätten auch in die andere Richtung kippen können.

Johannes van den Bergh zum Nord-Derby: Das sind natürlich besondere Momente, vor so einer Kulisse unter Flutlicht zu spielen. Wir freuen uns darauf. Wir wissen aber auch, was uns am Millerntor erwartet. Wir brauchen natürlich ein wenig Matchglück und müssen unsere Chancen effektiv nutzen. Es gibt keinen klaren Favoriten. Wir müssen viel investieren, um dieses Derby für uns zu entscheiden.

van den Bergh zur Trainingswoche: Natürlich tat der Sieg gegen Karlsruhe der Stimmung gut. Aber es wurde dennoch in der einen oder anderen Trainingseinheit etwas lauter. Das ist aber auch gut so, um weiterhin fokussiert zu bleiben.

Personelle Situation: Jannik Dehm befindet sich nach seinem Schienbeinbruch in der Reha, Noah Awuku fällt wegen eines Muskelfaserrisses aus. Jonas Meffert sah beim 2:1-Sieg gegen den Karlsruher SC die Rote Karte und wurde vom DFB-Sportgericht für zwei Spiele gesperrt.

Die Bilanz: 28 Pflichtspiele bestritten die Vereine gegeneinander, das erste datiert vom 21. September 1947. St. Pauli und die KSV duellierten sich viele Jahre lang in der Oberliga Nord, in dieser Partie hatten die Kiez-Kicker mit 5:0 die Nase vorne. In der Saison 1978/79 trafen sie sich in der damals noch zweigleisigen 2. Liga, die KSV gewann in Kiel mit 2:1, die Hamburger siegten am Millerntor mit 4:0. Unvergessen sind an der Förde auch die Regionalliga-Partien im Holstein-Stadion aus dem September 2003 (0:5) und Oktober 2005 (4:1). Mit dem 2:1-Sieg im April dieses Jahres, in dem die KSV in Unterzahl einen 0:1-Rückstand noch drehten, glichen die Kieler die bis dato negative Heimbilanz (6 Siege, zwei Remis, 6 Niederlagen) aus. Die Störche hatten in der vergangenen Saison auch das Hinspiel am Millerntor gewonnen (1:0, Tor durch Janni Serra) und in allen vier Derbys gegen Hamburger Teams einen Dreier verbucht.

Medieninfo: Sky überträgt live, der nagelneue Multimedialiveticker der KSV (liveticker.holstein-kiel.de) liefert ab 20 Uhr alles Wissenswerte rund um das Spiel, ab 20.30 Uhr dann aktuelle Zwischenstände, Fotos und Interviews. Medienpartner R.SH schaltet immer wieder live ans Millerntor.

Die Spieltags-Infos für die Fans

Anfahrt: Mit dem Auto, von der A7: Ausfahrt Hamburg-Bahrenfeld. Über die Von-Sauer-Straße auf die Bahrenfelder Chaussee (ca. 1,2 km). Über die Stresemannstraße auf den Neuen Pferdemarkt (ca. 3 km), weiter auf die Budapester Straße bis zum Millerntor-Stadion (ca. 700 Meter).

Von der A1: Ausfahrt Centrum. Von der Billhorner Brückenstraße Richtung Zentrum über die Amsinckstraße und beim ADAC links durch den Deichtortunnel (ca. 2,2 km). Geradeaus auf die Willy-Brandt-Straße, die in die Ludwig-Erhard-Straße übergeht (2,4 km). Rechts halten über den Millerntordamm, auf die Budapester Straße bis zum Millerntor-Stadion (600 m).

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Hauptbahnhof mit der U2 Richtung Messehallen, von dort 500 Meter zu Fuß zum Stadion. Die Buslinien 36 und 112 halten ebenfalls am Bahnhof St. Pauli. Vom Bahnhof St. Pauli bis zum Millerntor-Stadion sind es ca. drei Minuten Fußweg.

Parken: Aufgrund des Sommer-Doms (26.7. bis 25.8.) wird das Heiligengeistfeld am Montag (26.8.) nicht als Parkplatz zur Verfügung stehen.

…ist unser Tipp für die Partie beim FC St. Pauli.

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