Niederlage zum Auftakt beim FC St. Pauli

Phil Neumann geht mit vollem Einsatz in den Zweikampf mit St. Paulis Daniel-Kofi Kyereh

Die KSV Holstein ist mit einer Niederlage in die Saison 2021/22 gestartet. Die Störche unterlagen am Sonntagnachmittag vor knapp 8.900 Zuschauer im Millerntor-Stadion dem FC St. Pauli mit 0:3 (0:1). Leart Paqarada brachte den FCSP früh in Führung, nach der Pause ließen Daniel-Kofi Kyereh und Guido Burgstaller weitere Treffer folgen.

Die Gastgeber begannen direkt druckvoll und hatten nach zwei Minuten die erste Gelegenheit, als Simon Makienoks Kopfball nach einer Ecke knapp neben dem rechten Pfosten landete. Anschließend meldete sich auch Holstein in der Offensive an, die beiden Schussversuche von Fabian Reese wurden allerdings geblockt (3./10.). Stattdessen schlug der Ball auf der Gegenseite ein: Leart Paqarada wurde nicht angegriffen, zog aus 20 Metern ab und schweißte die Kugel unhaltbar für KSV-Keeper Ioannis Gelios in den rechten Winkel (11.). Die Störche mussten sich nach diesem Traumtor erst einmal sammeln, setzten in der Folge aber ihre Offensivbemühungen fort. Es fehlte jedoch weiterhin die nötige Fortune. So wurde Fiete Arps Schuss aus dem Rückenraum nach einer guten Eckenvariante ebenfalls geblockt (18.) und Reeses Außenrist-Flanke verpasste Fin Bartels im Zentrum (22.). Die Partie war nun offen: Die Braun-Weißen ließen den Ball gut laufen und auch die Störche zeigten immer wieder ansehnliche Kombinationen, zu weiteren Torchancen kamen beide Seiten aber zunächst nicht mehr – bis zur 42. Minute, als Guido Burgstallers Abschluss aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbeizischte.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Kieler den Druck: Bartels‘ Heber landete bei Reese, der den Ball bei seiner Direktabnahme freistehend vor Nikola Vasilj aber nicht richtig traf (48.), sodass der FCSP-Torwart keine Probleme hatte (47.), und Arps Versuch nach starkem Sprint grätschte Jakov Medic in letzter Sekunde zur Ecke (49.). In einer Phase, in der St. Pauli zusehends das Heft des Handelns übernahm, hatte Arp die Riesenchance zum Ausgleich, stand bei seinem von Vasilj parierten Abschluss aus sieben Metern allerdings auch im Abseits (59.). Im Gegenzug verfehlte Afeez Aremu noch aus der Distanz (60.), dann stand Daniel-Kofi Kyereh goldrichtig, als er einen Schussversuch von Finn Ole Becker aus kurzer Distanz zum 2:0 über die Linie grätschte (62.). Die Hamburger hatten nun Oberwasser, während Holstein versuchte, nochmal den Fuß in die Tür zu bekommen. Kyerehs Schuss aus der zweiten Reihe zischte einen Meter am linken Pfosten vorbei (70.) und den verunglückten Versuch von Burgstaller schnappte sich Gelios (71.). In der Schlussphase rannte Holstein nochmal an, kam aber zu keinen Hochkarätern mehr. Stattdessen erhöhten die Kiezkicker erneut: Nachdem Kyerehs sehenswertes Fallrückziehertor vom Videoschiedsrichter wegen einer Abseitsstellung aberkannt worden war (85.), konnte Burgstaller in der Nachspielzeit frei auf Gelios zugehen und den Ball aus neun Metern im linken unteren Eck zum 3:0-Endstand versenken (90.+1).

Statistik:

St. Pauli: Vasilj – Zander, Ziereis, Medic, Paqarada – Smith (48. Aremu), Becker (87. Daschner), Benatelli, Kyereh (87. Buchtmann) – Burgstaller, Makienok (70. Dittgen). Trainer: Schultz.

Holstein: Gelios – Neumann (75. Korb), Wahl, Komenda (46. Lorenz), Kirkeskov – Erras, Mühling, Skrzybski (75. Porath) – Bartels, Arp (63. Fridjonsson), Reese (63. Mees). Trainer: Werner.

Schiedsrichter: Aarnink (Nordhorn) – Tore: 1:0 Paqarada (11.), 2:0 Kyereh (62.), 3:0 Burgstaller (90.+1) – Zuschauer: 8900.

Stimmen zum Spiel:

Alexander Mühling: „Wir haben in allen Bereichen zu wenig gemacht. Wir haben uns zu viele taktische Fehler geleistet, nicht gut verteidigt und mit zu wenig Überzeugung nach vorne gespielt. So kann man hier nicht gewinnen. Die Niederlage ist auch in der Höhe verdient.“

KSV-Geschäftsführer Sport Uwe Stöver: „Wir waren heute nicht richtig drin im Spiel. Das können wir wesentlich besser. Wir haben dem Gegner heute in vielen Bereichen das Heft in die Hand gegeben. Die Niederlage war verdient.“

Fin Bartels: „St. Pauli war heute in allen Bereichen einen Tick besser. Wir haben nochmal alles nach vorne geworfen. Nach dem Rückstand hatten wir Phasen, in denen wir nochmal ausgleichen und das Spiel offener hätten gestalten können. Das ist uns aber leider nicht gelungen. So war es am Ende eine verdiente Niederlage.“

Die Pressekonferenz wird in Kürze nachgereicht!

Fiete Arp nach dem Auftakt beim FC St. Pauli:

Die Pressekonferenz nach #FCSPKSV:

Impressionen vom Auswärtsspiel beim FC St. Pauli:

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