Sechs Fakten: Die Erben von Turnvater Jahn

Durchschnittlich 16000 Fans sahen 1949 die Erstliga Heimspiele im Jahnstadion.

Sechs Fakten zu Regenburg: Friedrich Ludwig Jahn gab Holsteins Gegner seinen Namen

Name: Der Name des Sport- und Schwimmvereins Jahn Regensburg e. V. basiert auf dem 1886 entstandenen Turnerbund Jahn Regensburg und wurde nach Friedrich Ludwig Jahn benannt, dem Initiator der deutschen Turnbewegung.

Erfolge: Die größten Erfolge des Jahn waren ohne Zweifel die vier Zweitliga-Aufstiege 1975, 2003, 2012 und 2017. Die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern 2015/2016 öffnete das Tor in Richtung 3. Liga. Ein Jahr später gelang unter Trainer Heiko Herrlich sogar der Durchmarsch in die 2. Bundesliga. In der Relegation gegen 1860 München siegte der Jahn nach dem 1:1 im Hinspiel mit 2:0 in der Allianz Arena.

Tiefpunkt: Der 1. Juni 1996 war der absolute Tiefpunkt der Vereinsgeschichte. Zum ersten Mal war der Jahn in die fünftklassige Landesliga abgestiegen, nach dem Aufstieg des Lokalrivalen SG Post/Süd Regensburg in die Bayernliga war der Verein nur noch die Nummer 2 der Stadt.

Trainerlegende: Alfred „Aki“ Schmidt trainierte den Jahn 1968 bis 1970, 1973 bis 1975, 1990 bis 1992 und 1993 bis 1994 -1969 klopfte er mit dem SSV sogar ans Tor zur Bundesliga, führte ihn nach Einführung der 2. Bundesliga in diese Klasse und etablierte den Jahn nach dem Fall in die Viertklassigkeit wieder in der Bayernliga.

Jahnstadion: Im Mai 2015 ging eine Ära zu Ende. Nach 89 bewegten Jahren war das altehrwürdige Jahnstadion Geschichte, und zum feierlichen Abschluss fegten die Hausherren vom SSV Jahn die Gegner von Fortuna Köln mit 4:0 vom Platz. Das Transparent mit der Aufschrift „Servus Jahnstadion 1926 bis 2015. Immer in unsern Herzen“ spiegelte die Emotionen zahlreicher Fans wider. Sogar sechs Spiele des olympischen Fußballturniers fanden dort statt. Inzwischen spielt der Jahn der neuen Arena Regensburg. Übrigens: Holstein trug 2009 sein allererstes Drittliga-Spiel überhaupt im Jahnstadion aus. Und am 29. April 2017 gelang der KSV beim 3:0 in Regensburg ein Meilenstein auf dem Weg in die 2. Bundesliga.

Statistik: Die Partie am Sonnabend im Jahnstadion ist das insgesamt 15. Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der 2. und 3. Liga. Siebenmal siegte Holstein, dreimal der Jahn und viermal hieß es am Ende unentschieden. Zuletzt blieb Holstein in Regensburg fünfmal in Folge ungeschlagen (0:0/2:0/3:0/2:1/2:2) und holte dabei 11 Zähler. Bislang trafen der Jahn und die Störche in der 2. Bundesliga sechsmal aufeinander. In der abgelaufenen Saison hieß es aus Sicht der Störche 1:2 und 2:2. Am 6. Oktober 2019 setzten sich die Franken vor 10.065 Zuschauern im Holstein-Stadion durch die Tore von Jann George (30.) und den späten Treffer von Andreas Albers (87.) mit 2:1 durch, für die KSV hatte Makana Baku (16.) die Führung erzielt. Im Rückspiel am  16. Mai 2020 hieß es im Jahnstadion 2:2-Unentschieden. Die Treffer erzielten Jae-Sung Lee (3.), Finn Porath (58.) für Kiel sowie Sebastian Stolze (75.) und Andreas Albers (90.+2) für den Jahn.

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