Siegreich aus der Pause: KSV gewinnt in Osnabrück

Fin Bartels erzielte das zwischenzeitliche 3:0 für die Störche

Die KSV hat sich mit einem Auswärtssieg aus der Quarantäne zurückgemeldet. Die Störche gewannen am Samstagnachmittag beim VfL Osnabrück mit 3:1 (3:0). Janni Serra brachte die Kieler früh in Führung, die Bashkim Ajdini per Eigentor und Fin Bartels ausbauten. Sebastian Kerk verkürzte nach der Pause.

Im Vergleich zur 0:1-Auswärtsniederlage im letzten Ligaspiel beim 1. FC Heidenheim stellte KSV-Coach Ole Werner seine Startformation auf vier Positionen um: Das Tor hütete Thomas Dähne anstelle von Ioannis Gelios, im Mittelfeld rückte Niklas Hauptmann für Alexander Mühling in die erste Elf. Zudem begann Fabian Reese für Joshua Mees und der wiedergenesene Janni Serra stand für Finn Porath in der Anfangsformation, wodurch Jae-Sung Lee hinter die Spitzen rückte.

Im ersten Spiel nach der zweiten Quarantäne binnen weniger Wochen übernahmen die Kieler von Beginn an die Spielkontrolle, hatten deutlich mehr Ballbesitz und kamen zu ersten Chancen. Nachdem Janni Serras Kopfball noch in Philipp Kühns Armen gelandet war (3.), war der Osnabrücker Torhüter wenig später machtlos, als eine Direktabnahme des Kieler Stürmers aus elf Metern unhaltbar im rechten Eck einschlug (7.). Holstein blieb tonangebend und hatte weitere Möglichkeiten: Niklas Hauptmann verpasste Fin Bartels‘ schönen Rückpass, wodurch Johannes van den Bergh abschließen konnte. Sein Schlenzer strich jedoch knapp über die Latte hinweg (18.) und auch die Direktabnahme von Jae-Sung Lee ging drüber (22.). 60 Sekunden später lag der Ball wieder im VfL-Tor: Nach einer tollen Kombination steckte Serra auf Hauptmann durch, der vor Kühn nochmal querlegte. Der Ball landete zwar im Rücken von Fabian Reese, doch Bashkim Ajdini bugsierte das Leder unfreiwillig per Hacke ins eigene Netz (23.). In der Folge kam Osnabrück etwas besser ins Spiel, der Anschlusstreffer gelang jedoch nicht, weil KSV-Keeper Thomas Dähne im Eins gegen Eins gegen Christian Santos die Oberhand behielt und stark parierte (40.). Stattdessen legten die Kieler quasi mit dem Halbzeitpfiff nach, als Bartels entscheidend im Osnabrücker Aufbauspiel störte, anschließend auf Kühn zulief und den Ball per Außenrist im linken Eck unterbrachte (45.).

Kerk verkürzt, Dähne hält stark

VfL-Trainer Markus Feldhoff wechselte zur Pause gleich vier Mal – und hatte mit dieser Maßnahme Erfolg: Nachdem Sebastian Kerk zunächst noch an Dähne gescheitert war (49.), tunnelte er kurz darauf den Kieler Keeper zum 1:3 (53.). Die Gastgeber witterten jetzt noch einmal ihre Chance und erhöhten den Druck. Die KSV verlagerte sich aufs Verteidigen – und konnte sich bei Dähne bedanken, dass es beim Zwei-Tore-Vorsprung blieb, als der Torhüter den Schuss des Ex-Kielers Marc Heider aus sieben Metern überragend zur Ecke abwehrte (76.). Der VfL gab nicht auf und versuchte bis zum Ende, zum Anschlusstreffer zu kommen, biss sich aber an den im Kollektiv stark verteidigenden Gästen von der Förde die Zähne aus, sodass hüben wie drüben keine weiteren Hochkaräter hinzukamen und die KSV somit einen vor allem wegen einer bärenstarken ersten Hälfte verdienten Auswärtssieg – den ersten in Osnabrück seit 2006 – einfahren konnte.

Statistik:

Osnabrück: Kühn – Gugganig (84. Müller), Beermann, Trapp – Ajdini (46. Multhaup), U. Taffertshofer, Wolze (46. Reichel), Blacha (46. Amenyido), Br. Henning – Kerk, Santos (46. Heider). Trainer: Feldhoff.

KSV: Dähne – Dehm (88. Neumann), Wahl, Lorenz, van den Bergh – Hauptmann (65. Arslan), Meffert, Lee – Reese (60. Mees), Serra (88. Girth), Bartels (60. Porath). Trainer: Werner.

Schiedsrichter: Cortus (Röthenbach) – Tore: 0:1 Serra (7.), 0:2 Ajdini (23./ET), 0:3 Bartels (45.) 1:3 Kerk (53.) – Zuschauer: keine.

Stimmen zum Spiel:

Hauke Wahl: „Die erste Hälfte war bärenstark von uns. Wir waren direkt im Spiel, haben die Tore gemacht und waren effizient. Nach der Pause haben uns etwas die Kräfte gefehlt, wir haben aber dennoch stark verteidigt. Wir gehen verdient als Sieger vom Platz.“

Ahmet Arslan: „Es war das erste Spiel nach der Quarantäne. Wir mussten über einen gewissen Punkt gehen. Riesenkompliment an alle, dass jeder das gemacht hat. Es ging am Ende darum, Gas zu geben und Herz zu zeigen. Das haben wir getan. Es war ein verdienter Sieg.“

Fin Bartels: „Wir haben in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht und zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht. Wir haben alles auf dem Platz gelassen, was man nach der Pause auch gesehen hat. Die Kräfte sind etwas geschwunden, sodass wir über die Grenzen gehen mussten, um den Sieg über die Zeit zu bringen. Das haben wir bravourös gemacht. Dieses Spiel war nicht einfach, ich kann nur vor der gesamten Truppe den Hut ziehen.“

Thomas Dähne: „Es war ein extrem wichtiger Sieg, weil wir dadurch gut in die kommende harte Phase reingekommen sind. Das wird uns Selbstvertrauen geben. Jetzt müssen wir gut regenerieren und uns direkt aufs Nürnberg-Spiel vorbereiten. Wir sind super ins Spiel gekommen und haben kaum etwas zugelassen. Nach der Pause war es offener, aber wir hatten dennoch gute Kontrolle über das Spiel und haben stark verteidigt. Uns hat noch etwas Rhythmus gefehlt, aber das wird noch kommen.“

Die Pressekonferenz nach dem Spiel

Fin Bartels zum Auswärtssieg gegen den VfL Osnabrück

Impressionen vom Spiel in Osnabrück:

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