Stelzer, Hardt und Jürgensen optimistisch

Die einstigen Kieler Pokalhelden Christian Jürgensen, Immo Stelzer und Henning Hardt (v. li.)

Die einstigen Kieler Pokal-Helden Immo Stelzer, Henning Hardt und Christian Jürgensen sehen die Störche nicht chancenlos gegen den achtmaligen Deutschen Meister und vierfachen DFB-Pokalsieger aus Dortmund.

Fußball-Haudegen Immo Stelzer, der bei den Störchen von 1976 bis 1986 als Inbegriff von Kampfkraft und Wille galt und im Dezember 1978 das vielleicht rasanteste Holstein-Pokalspiel nach dem 2. Weltkrieg gegen den Karlsruher SC (5:2) als Vorstopper live miterlebte, fiebert auch heute noch mit seiner KSV: „Wir haben gegen den KSC mit Nationaltorhüter Rudi Wimmer nicht viel überlegt und einfach ab nach vorne, alles versuchen. Wir haben den hohen Favoriten als Underdog wie im Rausch ausgeschaltet. So könnten wir es in Dortmund jetzt auch machen. Zu verlieren haben wir überhaupt nichts. Und richtig sattelfest wirkt die Borussia derzeit hinten auf mich nicht. Wir müssen die entscheidenden Nadelstiche setzen, dann können wir auch dort bestehen. Zur Not gehen wir über die Verlängerung und das Elfmeterschießen.“

Der Sehestedter Henning Hardt, der die Kieler Störche 2002 bei der Pokal-Sensation gegen Hertha BSC (4:1 nach Elfmeterschießen) als Kapitän angeführt hat, ist optimistisch: „Wir haben damals als Regionalligist gegen Hertha BSC alles in die Waagschale geworfen und das getan, was ein Kleiner in so einer Situation tun muss. Die Vorzeichen sind diesmal allerdings ganz anders. Holstein hat so viele gute Spiele gemacht in dieser Saison, mit Bayern München die beste Mannschaft geschlagen und Angst vor einer Riesenkulisse muss man diesmal auch nicht haben. Fußballerisch haben die Störche nach vorne große Qualität bewiesen und man hat gesehen, dass auch der SC Paderborn Dortmund am Rande einer Niederlage hatte. Ich traue der KSV etwas zu.“

Bei Holsteins Ex-Kapitän, dem heutigen Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten Weiche Flensburg 08 Christian Jürgensen (36), der in der Saison 2011/2012 mit den Störchen durch die Siege gegen die höherklassigen Clubs Energie Cottbus (3:0), MSV Duisburg (2:0) und FSV Mainz 05 (2:0) ein wahres Pokalmärchen erleben durfte und mit den Kielern erst im Viertelfinale an Borussia Dortmund scheiterte, weckt der Pokal-Hit im Signal Iduna Park Erinnerungen: „Das haben wir damals niemals gedacht, als Viertligist in das Viertelfinale einziehen zu können. Die ganze Region stand Kopf, das war außergewöhnlich. Natürlich weckt es viele Erinnerungen, wenn es nun zur Neuauflage zwischen Holstein und dem BVB kommt. Die Störche sind nur noch ein Spiel von Berlin entfernt, das ist der pure Wahnsinn. Inzwischen ist die KSV zu einer gestandenen Zweitliga-Mannschaft gereift und hat deutlich größere Chancen eine Sensation zu schaffen als wir damals.“ Noch heute hat das Trikot von Dortmunds Weltmeister Mats Hummels, das Jürgensen am 2. Februar 2012 nach dem Spiel ergattern konnte, einen Ehrenplatz beim gebürtigen Flensburger. Auch in Dortmund wird Hummels wieder gegen Holstein auf dem Rasen stehen.

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