Titelstory: Ahmet Arslan ist angekommen

Ahmet Arslan beim Warm-up vor dem Heimspiel gegen den VfL Osnabrück

Auszug aus dem aktuellen Holstein-Magazin, dem Stadionheft der KSV.

Im bayrischen Memmingen geboren, verbrachte Ahmet Arslan die ersten Jahre seines Lebens in Oberschwaben, ehe die Familie 2001 nach Lübeck zog. Dort war der Offensivspieler bei verschiedenen Vereinen aktiv, ehe ihm 2014 der Sprung zum Hamburger SV gelang. Nachdem Arslan in der Saison 2014/15 mit guten Leistungen in der U23 des HSV auf sich aufmerksam gemacht hatte, erhielt er zur Folgesaison einen Profivertrag und feierte im November 2015 im Nordderby gegen den SV Werder Bremen sein Bundesliga-Debüt. Im vergangenen Sommer kam der technisch starke Mittelfeldspieler zur KSV.

Vorher lief der Rechtsfuß von 2016 bis 2018 für den damaligen Drittligisten VfL Osnabrück auf, bis es ihn 2018 zurück in seine Heimatstadt zum VfB Lübeck zog. Dort erzielte er in zwei Spielzeiten in 56 Spielen 29 Tore und hatte in der vergangenen Saison maßgeblichen Anteil daran, dass der VfB in die 3. Liga aufstieg. Zudem wurde Arslan 2019 zu Schleswig-Holsteins Fußballer des Jahres gewählt. Dank dieser starken Leistungen wurden die Störche auf den 26-Jährigen aufmerksam, der wiederum die Chance, in der 2. Liga auflaufen zu können, beim Schopfe packte. In der laufenden Spielzeit kam der technisch versierte Mittelfeldspieler bisher fünf Mal zum Einsatz und wurde zudem im Zweitrundenspiel des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München eingewechselt, in dem er mit seinem verwandelten Strafstoß im Elfmeterschießen seinen Beitrag zum Weiterkommen ins Achtelfinale leistete. Im Holstein-Magazin zum Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig, welches hier zum Download verfügbar ist, spricht der Neuzugang, der sich mittlerweile bestens in Kiel eingelebt hat, anhand der Buchstaben seines Vor- und Nachnamens unter anderem über seine Familie, seinen Glauben und bisherige sowie künftige Urlaubsziele.

A wie Allgäu: Ich bin in Memmingen und habe zudem Familie in Ottobeuren. Vergangenen Sommer habe ich dort mit meinem besten Freund und seiner Familie im Allgäu Urlaub gemacht. Die Region ist landschaftlich sehr schön und perfekt dafür,  einfach einmal abzuschalten und runterzukommen.

H wie Hüseyin und Hatice: Das sind meine Eltern, die mir beide sehr wichtig sind. Mein Vater ist durchaus ein Kritiker von mir und sagt mir nach Spielen stets, was gut und nicht so gut war. Bis zur Corona-Pandemie war er bei jedem Spiel live dabei. Meine Mutter ist die gute Seele in unserer Familie. Beide stehen immer hinter mir, sodass ich mit allen Sorgen und Problemen zu ihnen kommen kann.

M wie Macke: Ich habe die Angewohnheit, mir sehr, sehr oft die Hände zu waschen. Auf der einen Seit ist das natürlich gesund, auf der anderen Seite wird die Haut dann schnell trocken. Aber ich kann nicht anders: Wenn ich unterwegs war, habe ich anschließend das große Bedürfnis, mir sofort die Hände zu waschen. Das war übrigens auch schon vor Corona-Zeiten so.

E wie Ehrgeiz: Diese Eigenschaft ist beim Fußball natürlich sehr wichtig und hat mir schon den einen oder anderen Erfolg beschert. Ich muss allerdings zugeben, dass ich auch im normalen Leben immer gewinnen möchte, wenn ich mit Freunden oder meiner Familie etwas spiele. Sonst ertappe ich mich dabei, dass ich mich wirklich ärgere. Wenn wir zum Beispiel „Mensch ärgere dich nicht“ spielen, kann es durchaus vorkommen, dass schonmal Figuren durch den Raum fliegen. Auch wenn ich etwas Neues lerne, will ich es immer sofort können.  

T wie Türkei: Meine Eltern sind in der Türkei geboren. Mein Vater ist dort aufgewachsen und meine Mutter ist bereits als Baby nach Deutschland gekommen. Die Familie meines Vaters lebt in Usak in der Türkei und wir machen gerne Urlaub dort. Ich bin zwar in Deutschland geboren und aufgewachsen, spreche aber fließend türkisch. Früher habe ich zuhause mit meinem Vater türkisch und mit meiner Mutter deutsch gesprochen. Das war ziemlich perfekt weil ich so beide Sprachen gelernt habe.

A wie Ausland: Ich gehe gerne reisen und mag es, unterwegs zu sein. Neben dem Allgäu und der Türkei hat mir Kroatien sehr gut gefallen. Dort gibt es schöne Inseln, leckeres Essen und türkises Wasser. Darüber hinaus würde es mich interessieren, wie es ist, im Ausland zu spielen. Der deutsche Fußball ist sehr diszipliniert und ich fände es spannend zu erfahren, wie in anderen Ländern Fußball gespielt wird.

R wie Rap: Wenn es um Musik geht, höre ich am liebsten Rap und R ’n‘ B.

S wie Sommer: Ich bin ein absoluter Sommermensch. Ich bin kein Freund des Winters und der damit verbundenen Kälte. Da ist mir alles, was mit dem Sommer zu tun hat, deutlich lieber.

L wie Labbadia: Bruno Labbadia war der Trainer, unter dem ich mein Bundesligadebüt geben durfte. Es war am 28. November 2015, als ich beim 3:1-Auswärtssieg des Hamburger SV im Nordderby gegen Werder Bremen kurz vor dem Ende des Spiels eingewechselt wurde. Ein unvergesslicher Moment, für den ich ihm natürlich sehr dankbar bin.

A wie Australien: Dieser Kontinent reizt mich sehr. In Australien würde ich gerne eines Tages noch einmal Urlaub machen. Das ist ein Ziel, was auf jeden Fall noch auf meiner Bucket List steht.

N wie Netflix: Wenn ich frei habe und kein Training oder Spiel ansteht, kann ich am besten zuhause auf der Couch abschalten. Da ist Netflix dann eine sehr gute Hilfe.

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