Weiche vs. Holstein: Besondere Duelle, bekannte Gesichter

Ex-Störche: Nico Empen, Bjarne Schleemann, Nahne Paulsen, Malte Petersen, Nils Jungehülsing, Finn Wirlmann, Torben Rehfeldt, Christopher Kramer (hinten von links) sowie Kevin Schulz, Florian Meyer, Christian Jürgensen, Torge Paetow und Jonas Walter (vorne von links) trugen bereits das Holstein-Trikot. Es fehlt: Neuzugang Patrick Herrmann.

Anfang Juli wurde die erste Hauptrunde im DFB-Pokal ausgelost, die vom 6. bis 9. August ausgetragen wird. Borussia Dortmund, Titelverteidiger im DFB-Pokal, startet seine Pokal-Saison beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden. Der FC Bayern München reist zum Bremer SV – wenngleich durch die Corona-bedingte Teamquarantäne der Bremer erst am 25. August. Benjamin Eta, Trainer des Bremers SV, strahlte nach dem Hammer-Los: „Ich freue mich auf den tollen Trainer und meine Spieler sicherlich auf all die Stars.“ Einen echten Kracher wird aber auch Schleswig-Holstein im DFB-Pokal erleben. Erstmals seit August 2016 trifft der Landespokalsieger SC Weiche Flensburg 08 am Samstag, 7. August, um 15.30 Uhr wieder auf die Kieler Störche.

Geschäftsführer und Ex-Storch Christian Jürgensen meinte direkt nach der Auslosung: „Wir freuen uns riesig, hier sind alle aufgesprungen. Allerdings ist es sehr schade, dass nun ein Team aus Schleswig-Holstein in der ersten Runde die Segel streichen muss. Das steckt einige Brisanz im Spiel. Und für mich auch eine sehr emotionale Komponente aufgrund meiner Holstein-Vergangenheit. Wir freuen uns sehr auf das Heimspiel, bedauern aber enorm, dass wir aufgrund der Lage unser Zuschauerkontingent nur in sehr begrenztem Maße ausschöpfen dürfen.“

Mit Nico Empen, Bjarne Schleemann, Nahne Paulsen, Malte Petersen, Nils Jungehülsing, Finn Wirlmann, Torben Rehfeldt, Christopher Kramer, Kevin Schulz, Florian Meyer, Torge Paetow, Jonas Walter und Neuzugang Patrick Herrmann, dessen Verpflichtung die Flensburger am Donnerstagabend bekanntgaben, trugen gleich 13 aktuelle Flensburger bereits das Störche-Trikot. Und Geschäftsführer Sport Christian Jürgensen, der von 2006 bis 2013 im Storchennest aktiv war, führte die KSV Holstein als Kapitän auf den grünen Rasen.

„Ein Landesderby hat immer seinen besonderen Reiz, vor allem wenn es im DFB-Pokal steigt. Ich denke, dass zwei Mannschaften aufeinander treffen, die sehr gut übereinander Bescheid wissen. Wir wollen natürlich eine Runde weiterkommen“, meinte Holsteins Trainer Ole Werner zum Los. KSV-Kapitän Hauke Wahl sagte: „Ein sehr spezielles Los. Ich freue mich auf Weiche und meinen Freund Torge Paetow. Wir können uns auf ein tolles Schleswig-Holstein-Duell freuen.“

Wahls Kapitänskollege Paetow meint vor dem Hit: „Für uns ist das eine sehr interessante Aufgabe. Ich freue mich deshalb doppelt darauf, weil mit Hauke Wahl mein bester Freund bei Holstein spielt. Wir hatten vorher darüber gescherzt, dass wir uns das direkte Duell für die zweite Runde aufheben wollen. Aber jetzt kommt es eben schon früher dazu. Schön ist, dass auf jeden Fall einer von uns weiterkommt.“ Und Paetow sieht durchaus Chancen auf eine Überraschung im Manfred-Werner-Stadion: „Als Viertligist sind wir zwar ganz klarer Außenseiter. Trotzdem rechnen wir uns etwas aus. Vor drei Jahren konnten wir uns in der ersten Runde gegen den VfL Bochum durchsetzen. Vielleicht gelingt uns wieder eine Überraschung. Wir glauben an unsere Chance.“

Insgesamt sieben Mal gab es in der Vergangenheit das Duell Weiche gegen Holstein. Zweimal in der Regionalliga Nord und fünfmal im Landespokal. Siebenmal verließen die Störche den Rasen als Sieger. Das denkwürdigste Spiel erlebten die Zuschauer am 16. Mai 2014 im Landespokal-Finale vor 5.700 Zuschauern in Kiel, das die KSV mit 13:12 nach Elfmeterschießen für sich entscheiden konnten. Das letzte Aufeinandertreffen gab es am 20. August 2016 in Weiche. Holstein siegte im Landespokal-Viertelfinale mit dem damaligen Interimstrainer Ole Werner mit 2:0 im Manfred-Werner-Stadion, die beiden Tore erzielte damals Holstein-Stürmer Mathias Fetsch. Nun blicken die Fans beider Lager am kommenden Sonnabend abermals auf das Duell der beiden Landesrivalen.

Die Nordklubs in der ersten DFB-Pokal-Runde: Eintracht Braunschweig – Hamburger SV, SV Meppen – Hertha BSC, Bremer SV – FC Bayern München, Eintracht Norderstedt – Hannover 96, SC Weiche Flensburg 08 – Holstein Kiel, Greifswalder FC – FC Augsburg, VfL Osnabrück – Werder Bremen, VfL Oldenburg – Fortuna Düsseldorf, 1. FC Magdeburg – FC St. Pauli, Preußen Münster – VfL Wolfsburg.

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