Alle NLZ-Teams punkten – auch Holstein Women siegen

Ben Labes erzielte den Siegtreffer der U19 im Heimspiel gegen Viktoria Berlin

Erfolgreiches Wochenende für die Mannschaften aus dem Nachwuchsleistungszentrum der KSV: Die U23 nahm am Freitag dank des 0:0-Unentschiedens einen Punkt aus dem Punktspiel beim SC Weiche Flensburg 08 mit und führt weiterhin die Tabelle der Gruppe Nord der Regionalliga Nord an. Auch die Erfolgsstory der U19 geht weiter, die zuhause in der Arena im CITTI FUSSBALL PARK gegen Viktoria Berlin den dritten 1:0-Sieg in Folge einfuhr und ebenfalls die Tabellenführung der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost verteidigte. Die U17 nahm in der B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost nach turbulenten 80 Minuten dank eines 3:3-Unentschiedens einen Zähler vom Chemnitzer FC mit und die Holstein Women siegten in der Frauen-Regionalliga Nord beim SV Werder Bremen II mit 2:1.

SC Weiche Flensburg 08 – Holstein U23 0:0

Einen ausführlichen Bericht gibt es hier.

Holstein U19 – Viktoria Berlin 1:0

Viktoria erwies sich schnell als der erwartet unangenehme Gegner, der die Gastgeber hoch und aggressiv anlief und vor Schwierigkeiten im Spielaufbau stellte. So fanden die Jungstörche nur schwer ins Spiel, leisteten sich einige Ballverluste und hatten vor der Pause nur einen echten Hochkaräter, als Niklas Niehoff mit seinem Lupfer an Viktoria-Keeper Maximilian Kinzig scheiterte, während die Gäste aus Berlin . Nach dem Seitenwechsel gingen die Hausherren dann jedoch deutlich aktiver und aggressiver im Anlaufen und in den Zweikämpfen zu Werke, ließen zunächst aber gute Einschussmöglichkeiten durch Ben Labes, Niehoff und Jannic Ehlers ungenutzt. Die beste Kombination des Spiels führte dann aber zum Erfolg, als Cengizhan Koc klug das Spiel auf Ehlers verlagerte, dessen folgende Flanke Labes in der Mitte aus acht Metern per Kopf zum Tor des Tages verwerten konnte (58.). Anschließend standen die Gastgeber hinten weiterhin sicher und hätten selbst noch durch Melvin Zimmer, Niehoff und Labes nachlegen können, letztlich blieb es aber beim knappen Heimsieg. „Das war heute ein schweres Spiel gegen einen guten Gegner. Wir haben heute erst nach der Pause Ruhe reinbekommen haben. Aufgrund unser Überlegenheit geht der Sieg in Ordnung“, analysierte Torschütze Ben Labes nach der Partie. Sein Coach sah es ähnlich. „Es war ein verdienter und hart erarbeiteter Sieg. Wir freuen uns sehr, als Tabellenführer in die kurze spielfreie Zeit zu können. Jetzt gilt es, kurz durchzuatmen und anschließend in den letzten Spielen vor Weihnachten an die jüngsten Leistungen anzuknüpfen“, sagte U19-Coach Elard Ostermann, dessen Team am 20. November beim Halleschen FC das nächste Ligaspiel bestreitet.

U19: Ozuzu – Marten, Witt (68. Diezemann), Marquardt – Ehlers, Koc, Erfmann (60. Zimmer), Richter – Niehoff (90. Dikeni), Labes, Moumouni (60. Nohns). Trainer: Ostermann.

Tor: 1:0 Labes (58.).

Chemnitzer FC – Holstein Kiel U17 3:3 (1:1)

Die Kieler hatten sich vorgenommen, an die Leistungen anzuknüpfen, die sie vor den Spielen gegen Zehlendorf (0:2) und Rostock (1:4) zeigen konnten, was ihnen auch gut gelang. Der KSV-Nachwuchs war im kompletten ersten Durchgang mit und ohne Ball die deutlich aktivere und engagierte Mannschaft, wenngleich man die mögliche frühe Führung durch einen Pfostenschuss und zwei weiteren gute Möglichkeiten liegen ließ. Dafür gelang es den Jungstörchen, die Chemnitzer Führung durch Erwin Biener (15.) direkt auszugleichen, als Luka Tunjic einen Angriff über die Außenbahn zum 1:1-Halbzeitstand verwertete (17.). Obwohl die Gäste von der Förde mit ähnlichem Elan aus der Kabine kamen, mussten sie in einem nun offenen Schlagabtausch durch Rick Wuchrer einen erneuten Rückstand hinnehmen (66.), zeigten sich davon aber ähnlich unbeeindruckt wie schon in Durchgang eins und drehten in der Folge binnen weniger Minuten durch einen Doppelpack des eingewechselten Jönne Freese (67./74.) die Partie. Ein Auswärtssieg blieb den Kielern jedoch verwehrt, weil Ole Schiebold kurz vor Schluss mit einem Sonntagsschuss aus 25 Metern in den Winkel zum 3:3-Endstand traf (76.). „Wir haben eine wirklich gute Bundesligapartie gespielt, in der wir die aktivere Mannschaft waren und gezeigt haben, dass wir mit Rückschlägen hervorragend umgehen können. Der Punktgewinn ist mehr als verdient. Die Jungs können stolz auf sich“, war U17-Trainer Freddy Kaps mit der Vorstellung seiner Truppe zufrieden.

Tore: Luka Tunjic, Jönne Freese (2)

Werder Bremen II – Holstein Women 1:2

Die unnötige Heimniederlage gegen TuS Büppel Anfang Oktober hatten sich die Holstein Women sichtlich zu Herzen genommen. Durch den Erfolg bei der TSC Wellingbüttel (4:2) sowie dem tollen 6:0-Heimsieg gegen den Osnabrücker SC haben sich die Kieler Frauen wieder in die Spitzengruppe der Regionalliga Nord vorgearbeitet und sind direkter Verfolger der Spitzenteams HSV, Büppel und Hannover 96. Und mit dem 2:1-Sieg bei Werder Bremen II am Sonntag konnte der Aufwärtstrend der Begunk-Elf untermauert werden. Doppeltorschützin beim wichtigen Auswärtssieg war Sandra Krohn (12., 32.). Auch den dritten Treffer des Tages erzielte eine Spielerin aus Kiel. Caja Paulsen traf in der 56. Spielminute ins eigene Netz. Zum Glück konnten die Women die knappe Führung auf Platz 14 des Weserstadions über die Zeit retten. Es war ihr fünfter Saisonsieg der Kielerinnen, die am kommenden Sonntag um 13 Uhr beim Tabellenvorletzten TSG Burg Gretesch antreten müssen. „Wir haben das heute sehr gut gemacht in Bremen, waren in der ersten Halbzeit spielbestimmend und haben Werder kaum zur Entfaltung kommen lassen. Unsere 2:0-Halbzeitführung ging daher auch voll in Ordnung. Im zweiten Durchgang übernahm Werder dann das Kommando, konnte aber keine Tormöglichkeiten herausspielen. Der Bremer Anschluss fiel nach einem Eckball aufgrund eines Missverständnisses von Sandra Krohn und Torhüterin Caja Paulsen. Insgesamt bin ich heute zufrieden mit dem Team“, so KSV-Coach Bernd Begunk.

Holstein Women: Paulsen – Labuj, Zimmermann, Grosnick, Redant – Wiedemann, Steiner, Thien (66. Grapengeter) –  Dorby (75. Ziegler), Krohn (85. Gerau), Begunk. Trainer: Begunk.

Tore: 0:1 Sandra Krohn (12.), 0:2 Sandra Krohn (32.), 1:2 Caja Paulsen (56., Eigentor)

Spielfotos: Marcel Kuhnt

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