Holstein Women machen aus der Not eine Tugend

Marita Thien und ihre Women freuen sich auf das Rückspiel gegen den FC St. Pauli. Foto Nordic Photos

Zwei Wochen vor dem Rückrundenstart in der Regionalliga Nord haben die Holstein Women noch viel Arbeit vor sich, bevor es am 1. März gegen den FC St. Pauli (Waldwiese, 14 Uhr) wieder um Punkte geht. 

Die Gegnerinnen sind der KSV dicht auf den Fersen, lediglich drei Punkte trennen die viertplatzierten Hanseatinnen (19 Punkte) von den Kielerinnen (22), die aktuell den dritten Platz belegen. Die Zuschauer können sich also bereits im ersten Heimspiel der Rückrunde auf ein packendes Nordduell freuen, in dem um jeden Zentimeter Rasen gefightet wird.
Mit der Vorbereitung ist Trainer Bernd Begunk zufrieden: „Es fehlen uns zwar viele Stammkräfte, aber ich sehe darin auch immer eine Chance für die jüngeren und unerfahreneren Spielerinnen, Erfahrung zu sammeln und Verantwortung zu übernehmen.“
Jasmin Grosnick laboriert noch immer an den Folgen eines Schien- und Wadenbeinbruchs, Sarah Begunk kämpft seit Anfang des Jahres mit Muskelbeschwerden, Lina Staben fällt verletzungsbedingt (noch keine Diagnose) aus, Alina Steiner kann seit Ende Januar nach einer leichten Verletzung noch nicht voll mittrainieren und Luiza Zimmermann fehlte urlaubsbedingt. 
„Natürlich ist es schwierig, so viele Ausfälle zu kompensieren, aber momentan bin ich mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden“, sagt Begunk, der Ende Januar ein Kurz-Trainingslager in Dänemark organisierte, in dem seine Mannschaft unter anderem gegen den amtierenden Tabellenführer der 1. dänischen Frauenfußball-Liga antrat. Zuletzt gewannen die Holstein Women am 15. Februar ein Freundschaftsspiel beim Oberligisten SV Frisia 03 Risum-Lindholm mit 3:0 und boten dabei über weite Strecken guten Fußball. Allerdings schlichen sich immer mal wieder schlechtere Phasen ein und auch die Anlaufabläufe konnten noch nicht reibungslos abgespult werden. Dies lag unter anderem auch daran, dass durch den Ausfall der Stammkräfte der Altersdurchschnitt auf 18,5 Jahre abrutschte und die neuen Spielerinnen sich noch an die taktischen Vorgaben gewöhnen müssen. Genau daran wurde in den vergangenen Tagen hart gearbeitet. Am Sonntag steht noch ein letztes Freundschaftsspiel gegen den Oberligisten TSV Klausdorf an, bevor die Holstein Women wieder in die Rückrunde der Regionalliga starten.   
Aufgrund des Ausfalls von bis zu fünf Stammkräften fällt Bernd Begunk eine Prognose für den Verlauf der zweiten Saisonhälfte schwer. „Wir befinden uns in einer spannenden Phase. Deshalb werden wir die ersten drei Spiele abwarten müssen, um zu sehen, wie wir uns schlagen. Erst dann können weitere Aussagen getroffen werden.“ 

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