Holstein Women siegen in Jesteburg mit 8:5

Die Holstein Women feierten beim VfL Jesteburg einen deutlichen Sieg. Foto Yesilyurt

Nach einem wahren Torspektakel konnten die Holstein Women am vergangenen Sonntag drei wichtige Punkte beim  8:5 (7:2)-Sieg gegen den VfL Jesteburg mitnehmen. Nach drei Niederlagen in Folge befand sich die Mannschaft von Trainer Bernd Begunk am sechsten Spieltag der Regionalliga Nord schnell auf der Siegesstraße und führte bereits zur Halbzeit mit 7:2. In der zweiten Halbzeit schraubten die Kielerinnen etwas zurück, doch die Gastgeberinnen konnten den Rückstand nicht mehr aufholen, auch wenn der zweite Durchgang mit einem 3:1 für den VfL endete.

Die Kielerinnen präsentierten sich von Minute eins an hellwach, sodass bereits in der zweiten Minute die Weichen auf Sieg gestellt wurden. Mit der ersten Ecke gelang es Zimmermann, den Ball über die Linie zu drücken. Die Gastgeberinnen kamen nur schwer ins Spiel und tauchten nur zögerlich vor dem Tor von Pirotton auf, auch weil die Kielerinnen nicht viel Raum für Konter boten und die Jesteburgerinnen so zum Spielaufbau zwangen. Nach einem Flankenlauf über Staben auf der rechten Seite stand Evert goldrichtig, die zum 0:2 aufstockte (13.). In der Folge boten die Kielerinnen den Gastgeberinnen keine Chancen zur Orientierung, denn Evert ließ den Ball keine zwei Minuten später wieder im Netz zappeln und Thien veredelte einen Fernschuss aus 20 Metern zum 0:4 (19.). An dem Torreigen des Spiels waren beide Torhüterinnen allerdings nicht ganz unbeteiligt, so sah Pirotton im Kieler Tor, die vergangene Woche gegen den SV Henstedt-Ulzburg noch tolle Paraden gezeigt hatte, beim 1:4 gegen Heins etwas unglücklich aus (20.). Hatten die Zuschauer der Heimmannschaft nun auf eine furiose Aufholjagd gehofft, so wurden diese Hoffnungen zehn Minuten später durch den Treffer von Staben zum 1:5 wieder zerschlagen. Der Schlagabtausch in den nächsten vier Minuten hatte es dann in sich: Zunächst verkürzte Ferreira zum 2:5 (33.), mit dem Anstoß trieben die Kielerinnen den Ball allerdings direkt wieder nach vorne und Staben schenkte den Gastgeberinnen das 2:6 ein.  Damit nicht genug, kurz vor der Pause erhöhte Evert auf 2:7 und beschenkte sich so mit einem Hattrick (43.).

In der zweiten Halbzeit drosselten die Kielerinnen ein wenig das Tempo und bestimmten weniger das Spiel, blieben jedoch weiter gefährlich. So konnte nach Evert auch Staben mit ihrem Treffer zum 2:8 ihren Hattrick vervollständigen (53.). Die Gastgeberinnen fassten sich in den folgenden Minuten ein Herz und holten mit einem schnellen Doppelschlag durch Gerkens (56.) und Ferreira (57.) zum 4:8 auf. Durch die beiden Treffer gewannen die Gastgeberinnen wieder ihr Selbstvertrauen zurück und spielten etwas mutiger auf das Kieler Tor. Auch die Kielerinnen versuchten weiter ihr Glück vor dem gegnerischen Tor, und Staben erhöhte ihre Trefferzahl fast auf vier Tore, doch der Ball konnte gerade noch auf der Linie geklärt werden (62.). Die Zuschauer wähnten sich im Verlauf des Spiels schon fast wieder in der Hoffnung, die Heimmannschaft könnte die Aufholjagd vielleicht doch noch erzwingen, dann jedoch der herbe Rückschlag in der 78. Minute: die bereits mit der Gelben Karte verwarnte Meinberg leistete sich ein weiteres Foul und wurde mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Die eingewechselte Steijskal verkürzte tatsächlich noch zum 5:8 (83.), allerdings war zu diesem Zeitpunkt selbst die furioseste Aufholjagd nicht mehr im Rahmen des Möglichen, sodass die Kielerinnen nach 90 Minuten verdient mit drei Punkten den Heimweg antraten.

„Ohne blöde Fehler hätte das Ergebnis auch noch besser ausfallen können, aber in diesem Spiel haben vor allem das Umschaltspiel und die Konteraktionen gestimmt“, freute sich Trainer Bernd Begunk, der ob der vielen Gegentore noch Kritikpunkte fand. Die nächsten Spiele bestreiten die Holstein Women am Donnerstag (3.10.) gegen die SSG Rot-Schwarz Kiel (Kreispokal Halbfinale) und am Sonntag (06.10.) gegen die TSV Siems e.V. (SHFV-Lotto-Pokal Halbfinale) jeweils auswärts. 

VfL Jesteburg: Putensen, Prüfer (46. Von-Der-Wroge), Rohmann (73. Stejskal), Heins, Meinberg, Ferreira, Gerkens, Daldorf, Otto (49. Günthel), Odzakovic, Steinike

Holstein Kiel: Pirotton, Labuj, Ziegler, Zimmermann, Begunk, Lycke, Thien (73. Carone), Krohn, Staben, Evert, Steiner (90. Hein)

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