U23 unterliegt in Bremen – U17 dreht Pokalhalbfinale – Holstein Women feiern Vize-Meisterschaft

Holsteins Manuel Schwenk behauptete den Ball gegen Jascha Brandt vom SV Werder Bremen II.

Am vergangenen Samstag kehrte die U23 mit einer 0:2-Niederlage beim SV Werder Bremen in der Aufstiegsrunde der Regionalliga Nord zurück. Am Sonntag zog dann erst die U17 durch ein 6:4-Torfestival ins Finale des SHFV-Pokals ein, bevor die Holstein Women am Nachmittag drei Punkte durch einen 3:0-Sieg bei Hannover 96 entführten.

SV Werder Bremen – Holstein U23 2:0

Am vorletzten Spieltag der Aufstiegsrunde in der Regionalliga Nord stellte Trainer Sebastian Gunkel aufgrund der personellen Situation das Spielsystem auf eine Viererkette um, welches die Angriffe der spielerisch starken Bremer unterbinden sollte. Dies gelang den Störchen hingegen nur mit mäßigem Erfolg gegen effektive Hausherren, die vor allem in den ersten Minuten die agilere Mannschaft auf dem Platz waren. Nach rund 20 Minuten stellten die Gäste somit das System wieder auf die gewohnte Dreierkette um und fanden in der Folge besser in die Partie. Unglücklich, dass die Kieler gerade in dieser Phase einen Rückschlag hinnehmen mussten: Bremens Jascha Brandt setzte sich gegen zwei Kieler durch und verwandelte freistehend seine Torchance zur Führung der Gastgeber (28.). Noch vor dem Ende der ersten Halbzeit erhöhte die Werder-Reserve sogar auf das 2:0. Eine gefühlvolle Flanke von Holsteins rechter Seite erreichte Werders Philipp Kühn am langen Pfosten, der das Leder schließlich mit dem Kopf über die Linie drückte. Zwar bekamen die Gäste noch die Chance zum Anschlusstreffer durch Niklas Niehoff, der sich sehenswert im letzten Drittel durchsetzte, jedoch an Schlussmann Luis Sascha Lord scheiterte.

Für den zweiten Durchgang hatte sich die Gunkel-Elf vorgenommen, durch einen schnellen Treffer nach dem Wiederanpfiff heranzukommen. Zwar gelang es den Störchen, die Begegnung an der Weser offener zu gestalten, doch der ersehnte Treffer wollte an diesem Nachmittag nicht fallen. An manchen Tagen will das Leder einfach nicht über die Linie. Das musste auch Holsteins Kasra Ghawilu erfahren, der seinen Kopfball leider nur an die Querlatte der Hausherren setzte. Bis zum Schlusspfiff blieb es so bei einer 0:2-Niederlage der U23.  

Am kommenden Samstag absolvieren die Kieler ihr letztes Saisonspiel beim VfB Oldenburg, wo sie vor einer voraussichtlich tollen Kulisse noch einmal alles auf den Platz bringen wollen, um zu gewinnen und somit eine überdurchschnittliche Saison zum Abschluss zu bringen.

Holstein U23: Oberbeck – Koulis, Gueye, Stöcker – Ndure, Ghawilu, Wansiedler (51. Mai), Schwenk (73. Witt), Kulikas (68. Schmidt) – König (83. Brodersen), Niehoff (76. Labes) – Trainer: Gunkel.

Tore: 1:0 Brandt (29.), 2:0 Kühn (42.)

STIMMEN ZUM SPIEL

U23-Trainer Sebastian Gunkel: „In der Summe geht das Ergebnis sicherlich in Ordnung, weil die Bremer ihre Räume sowie die herausgespielten Tormöglichkeiten effizienter nutzen konnten.“

Fotos: Oliver Baumgart

VfB Lübeck – Holstein U17 4:6

Voller Tatendrang und mit dem unbändigen Willen in das Finale des SHFV-Landespokals einzuziehen übernahmen die Jungstörche von Beginn an die Kontrolle über das Spiel gegen den VfB Lübeck. Bereits früh in der Partie ging die Mannschaft von Trainer Freddy Kaps durch einen verwandelten Freistoß von Tim Jansa in Führung (9.). Wenige Minuten später überraschten die Hausherren die Gäste von der Kieler Förde mit einem schnell ausgeführten Freistoß auf Pepe Nölting, der zum Ausgleich einschob (14.). Der Gegentreffer zeigte Wirkung, denn in der Folge fehlte den Kielern die Ordnung, was die Hansestädter wiederum auszunutzen wussten. Mika Meyer und Ilir Serifi erhöhten für die Lübecker auf den Spielstand von 3:1 aus Sicht des VfB. Doch mit dem Anschlusstreffer von Mika Gutovsky verkürzte der KSV-Nachwuchs noch vor dem Halbzeitpfiff auf 3:2 (38.).

Im zweiten Durchgang bewies die U17 echten Teamgeist und drehte die Partie nach einem erneuten Gegentreffer der Lübecker durch weitere Tore des stark aufspielenden Mika Gutovsky (45./49.) sowie Luca Tunjic (73./80.+2).

Somit ziehen die Jungstörche nach einem sportlichen Kraftakt verdient ins Pokalfinale ein, welches am 26. Mai in Bad Malente ausgetragen wird. 

Holstein U17: Meßfeld – Rathmann (37. Buchholz), Meyer, Hrnjicic, Steffen – Nwokoma (41. Botzepe; 80.+1 Zopka), Gutovsky, Jansa, Ugoh, Keskin – Tunjic – Trainer: Kaps.

Tore: 0:1 Jansa (9.), 1:1 Nölting (14.), 2:1 Meyer (23.), 3:1 Serifi (28.), 3:2 Gutovsky (38.), 4:2 Meyer (44.), 4:3 Gutovsky (45.), 4:4 Gutovsky (49.), 4:5 Tunjic (73.), 4:5 Tunjic (80.+2)

Hannover 96 – Holstein Women 0:3

Als frisch gebackener Vizemeister kommen die Holstein Women aus Hannover zurück. Die erste Halbzeit war sehr mühselig, gespickt mit vielen Fehlpässen. So ging es torlos zur Halbzeit in die Kabinen. Nach dem Wiederanpfiff zeigte die Begunk-Elf, dass sie gewillt war, drei Punkte aus der niedersächsischen Landeshauptstadt zu entführen und zeigte eine geschlossene Leistung auf dem Rasen. Samanta Carone brachte ihre Mannschaft mit einem fälligen Strafstoß auf die Siegerstraße, den sie souverän verwandelte (58.), nachdem Luiza Zimmermann in der gegnerischen Box zu Fall gebracht wurde. Die Hannoveranerinnen hatten wenige Minuten später zwar eine gute Gelegenheit mit einem Distanzschuss, doch dieser klatschte lediglich ans Aluminium. Die Women hatten das Spielgeschehen in der Folge weiterhin im Griff und markierten gegen Ende weitere zwei Treffer durch Jasmin Grosnick und Sarah Begunk (90.+2/90.+4). Am kommenden Sonntag, den 22. Mai treffen die Women im heimischen Stadion an der Waldwiese auf den VfL Jesteburg bevor sie am letzten Spieltag der Saison FC St. Pauli empfangen (29. Mai, 14 Uhr).

STIMMEN ZUM SPIEL

Luiza Zimmermann: „Wir sind sehr glücklich die drei Punkte aus Hannover mitgenommen zu haben und freuen uns auf den Saisonendspurt.“

Holstein Women: Paulsen – Carone, Erbar, Labuj – Zimmermann (90.+2 Onderka), Krohn, Mikolassek (45.+1 Jürgensen), Steiner (46. Grosnick), Redant, Thien, Begunk – Trainer: Bernd Begunk.

Tore: 1:0 Carone (53. ST), 2:0 Grosnick (90.+2), 3:0 Begunk (90.+4.)

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