Women siegen zum Auftakt der Regionalliga Nord

Jule Ziegler setzt sich gegen ihre Meppener Gegenspielerin durch

Die Holstein Women sind dank eines 3:2 (2:2)-Sieges gegen den SV Meppen II erfolgreich in die neue Saison der Regionalliga Nord gestartet. Am vergangenen Sonntag machte das Team von Bernd Begunk auf der Waldwiese den ersten Dreier perfekt, allerdings zog sich Jasmin Grosnick im Spiel einen Schien- und Wadenbeinbruch zu und fällt nun lange aus.

Vier Tore im ersten Durchgang

Die Kielerinnen verzeichneten durch Sandra Krohn bereits früh einen Pfostenschuss (5.). Das erste Tor erzielten jedoch die Gäste durch Sabrina Schmitz, die einen langen Ball per Kopf über die vorgerückte KSV-Torfrau Victoria Bendt ins Netz beförderte (17.). Die Kielerinnen erholten sich relativ schnell von diesem Rückschlag und fanden in der Folge wieder zu ihrem Spiel zurück. In der 28. Minute hatte Lina Staben schon den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Ball strich knapp am Pfosten vorbei. Der Jubel folgte aber wenig später: Sarah Begunk bewies einmal mehr gute Übersicht, als sie sah, dass die gegnerische Torhüterin Jana Dierks zu weit vor ihrem Tor stand, und setzte den Ball mit einem sehenswerten Fernschuss zum 1:1 in die Maschen (30.). Wer jetzt mit einem Aufschwung im Kieler Spiel gerechnet hatte, sah sich getäuscht: Fünf Minuten nach dem Ausgleich starteten die Meppenerinnen wieder einen ihrer gefährlichen Konter. KSV-Keeperin Bendt konnte den Ball außerhalb des Strafraums nicht klären, sodass Yvet de Leeuw ins leere Tor einschieben konnte (35.). Aber die KSV antwortete erneut durch einen Fernschuss: Dieses Mal traf Lisann Evert (42.) aus knapp 20 Metern.

Verletzung von Jasmin Grosnick sorgt für Unterbrechung

Nach der Pause setzten beide Mannschaften das muntere und schnelle Spiel fort. Bereits in der 50. Minute gelang den Kielerinnen nach einer Druckphase der ersehnte Führungstreffer: In einer unübersichtlichen Szene im SV-Strafraum behielt Madita Thien den Überblick und schob eiskalt zum 3:2 ein. In der Folge versuchten die Gäste, sich bis zum gegnerischen Gehäuse zu kombinieren, doch meist wurden diese Versuche durch die gut stehende Kieler Abwehr verhindert. In der 64. Minute dann der Schreckmoment: Jasmin Grosnick legte sich den Ball zu weit vor und versuchte, diesen noch zu erreichen, während Sarah Jabbes ebenfalls in den Zweikampf ging, jedoch nicht den Ball, sondern das Bein der Kielerin erwischte. Grosnick wurde mit einem Scheinbein- und Wadenbruch von Rettungssanitätern abtransportiert, wodurch das Spiel erst nach einer 30-minütigen Pause fortgesetzt werden konnte. Auch für Jabbes war die Partie vorzeitig beendet, da sie für dieses grobe Foulspiel die Rote Karte sah. KSV-Torhüterin Bendt sorgte ein ums andere Mal dafür, dass ihre Farben die Führung behaupten konnten. Die eingewechselte Michelle Hoheisel hatte nach einer schönen Kombination gar das 4:2 auf dem Fuß, schoss den Ball aber über die Latte (77.), sodass es beim knappen Erfolg blieb. Bitter für die Holstein Women: Mit Jasmin Grosnick, die mittlerweile erfolgreich operiert worden ist, fällt in den kommenden Monaten ein zentrales Bindeglied der Kieler Abwehr aus, sodass die Kielerinnen den Sieg gegen Meppen fraglos teuer bezahlten.

Erst SHFV-Pokal-Viertelfinale, dann nächstes Heimspiel

Als nächstes sind die Women am Mittwoch, 21. August, im Viertelfinale des SHFV-Pokals um 19.30 Uhr beim SSC Hagen Ahrensburg zu Gast. Das nächste Heimspiel auf der Waldwiese findet am 25. August um 14 Uhr gegen die TSG 07 Burg Gretesch statt.

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