Keine Siege für NLZ-Teams – U17 verpasst Klassenerhalt – Women setzen Siegesserie fort

Eric Gueye enteilt Hannovers Torschützen Rene Rüther

Ein bitteres Wochenende verlebten die Mannschaften aus Holsteins Nachwuchsleistungszentrum. Die U23 musste am Sonntag vor 115 Zuschauern in der Arena im CITTI FUSSBALL PARK eine 0:2-Heimniederlage gegen Hannover 96 II hinnehmen und die U19 verlor am Samstag bei Energie Cottbus mit 1:2. Die U17 holte zwar parallel in Cottbus ob des 2:2-Unentschiedens einen Punkt, stieg jedoch aufgrund der Siege der weiteren Abstiegskonkurrenten aus der B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost ab.

Holstein U23 – Hannover 96 II 0:2

In der Anfangsphase ließen die Jungstörche den Ball gepflegt laufen und kamen durch Leon Gino Schmidt zum ersten Abschluss, als der Stürmer aus 15 Metern das rechte Außennetz traf (10.). Anschließend meldete sich auch Hannover in der Offensive an: Den Freistoß von Louis Oppie konnte Timon Weiner problemlos aufnehmen (15.), beim Schuss von Daniel Eidtner war der Kieler Keeper deutlich mehr gefordert, als er diesen an den rechten Außenpfosten lenkte (20.). Die Begegnung war ausgeglichen, sodass beide Seiten zu weiteren Gelegenheiten kamen: Zunächst kombinierten sich die Gastgeber ansehnlich durch, als Nico Mai per Doppelpass Eric Gueye einsetzte, dessen Direktabnahme aber von 96-Torwart Marlon Sundermann pariert werden konnte (30.), ehe Eidtner die größte Chance des ersten Durchgangs ausließ und aus fünf Metern am langen Pfosten vorbeiköpfte (36.).

Nach dem Seitenwechsel gelang den Gästen die schnelle Führung, als eine scharfe Hereingabe von Mick Gudra per Abpraller Eunsa Jeong vor die Füße fiel, der aus sieben Metern flach rechts unten einschieben konnte (48.). Kurz darauf dezimierten sich die Hausherren, als Kasra Ghawilu nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah (55.). In der Folge versuchten die Hannoveraner, ihre Überzahl auszunutzen, doch Grace Bokakes Kopfball-Verlängerung nach Gudras Freistoß flog über den Querbalken hinweg (57.) und Eidtner verfehlte wie schon im ersten Durchgang aus kurzer Distanz per Kopf (62.). Doch auch der KSV-Nachwuchs steckte nicht auf, sondern agierte weiterhin mutig, doch Schmidt bekam nach Gueyes Flanke nicht genug Druck hinter seinen Kopfball (65.). Stattdessen legte Hannover nach einem Standard nach: Nachdem Gudras Freistoß aus 25 Metern an den rechten Pfosten geklatscht war, versenkte Rene Rüther den Abpraller aus dem Rückraum (72.). Holstein mühte sich bis zum Ende, doch Gueye traf aus spitzem Winkel den linken Außenpfosten (73.) und Phillip König verpasste Manuel Schwenks scharfe Hereingabe um Zentimeter (81.). Die letzte Gelegenheit ließ Oppie, als er den Ball aus drei Metern am rechten Pfosten vorbeischob (90.+1).

Holstein U23: Weiner – Carrera (51. Witt), Koulis, Frahm – Ndure, Wolf, Voß (81. Wansiedler), Mai (74. Schwenk) – Schmidt (74. König), Ghawilu, Gueye – Trainer: Gunkel.

Hannover 96 II: Sündermann – Rüther, Kalinowski, Schmedemann, Eichhorn – Jeong (84. Podrimaj), Bokake, Oppie – Momuluh (63. Sura), Eidtner, Gudra – Trainer: Fuchs.

Schiedsrichter: Bahr (Ahlerstedt) – Tore: 0:1 Jeong (48.), 0:2 Rüther (72.) – Gelb-Rote Karte: Ghawilu (55./wiederholtes Foulspiel) – Zuschauer: 115.

Energie Cottbus – Holstein U19 2:1

In ihrem letzten Auswärtsspiel agierten die Jungstörche von Beginn an als aktivere der beiden Mannschaften und erarbeiteten sich vor allem im ersten Durchgang mehr Spielanteile. Vor allem im letzten Drittel verfügten die Gäste über gute Spielanlagen, konnten sich jedoch im Strafraum nicht zwingend durchsetzen. Entgegen des Spielverlaufs gingen die Gastgeber mit ihrem ersten Torschuss durch Paul Wagner in Führung (28.). Noch vor dem Halbzeitpfiff erhöhten die Cottbusser durch einen abgefälschten Schuss von Tristan Woitina glücklich auf 2:0 (45.). Im zweiten Durchgang bewies die Elf von Trainer Elard Ostermann tolle Moral und war nah dran am Torerfolg. Vor allem der agile Tidiane Toure brach auf der rechten Seite häufig durch und sorgte in der gegnerischen Hälfte für Gefahr. Der verdiente Anschlusstreffer fiel allerdings zu spät: Pawel Erfmann schloss sehenswert aus 18 Metern ab, traf allerdings nur den Querbalken. Den anschließenden Abpraller drückte Ben Labes über die Linie zum 1:2 (87.). Am Ende brachten die Gastgeber das Ergebnis schließlich clever über die Zeit. Enttäuschte Kieler mussten die Heimreise so trotz einer engagierten Leistung ohne Zählbares antreten.

Holstein U19: Ozuzu – Marten, Witt, Brodersen (74. Wucherpfennig) – von der Mehden (59. Kruse), Erfmann, Koc (46. Moje), Richter, Toure – Labes, Doegl – Trainer: Ostermann.

Tore: 1:0 Wagner (28.), 2:0 Woitina (45.), 2:1 Labes (87.).

Fotos: Frank Lyttko

Energie Cottbus – Holstein U17 2:2

Am letzten Spieltag der B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost hat es für die U17 leider nicht für mehr als einen Punkt gereicht. Weil die Abstiegskonkurrenten FC Erzgebirge Aue und FC Carl Zeiss Jena ihre Spiele jeweils gewannen, rutschte der KSV-Nachwuchs auf den 15. Tabellenplatz, was den Abstieg in die B-Junioren Regionalliga Nord bedeutet. Noch vor dem Anpfiff der Partie hatten die Kieler einen ersten Rückschlag wegzustecken. Beim Aufwärmen verletzte sich Stürmer Efekan Calikoglu so, dass er nicht eingesetzt werden konnte. Die ausgiebige Vorbereitung auf das Saisonfinale erhielt einen ersten Dämpfer. Dennoch fing die Mannschaft von Trainer Freddy Kaps den Ausfall geschlossen auf und investierte in einem umkämpften Spiel alles für einen Sieg. Trotz Chancenplus verlief die erste Halbzeit jedoch torlos.

Nach zwei individuellen Fehlern gingen die Gastgeber nach dem Wiederanpfiff per Doppelschlag durch Louis Tober (47.) und Michel Tautz (49.) in Führung. Diesen steckten die Gäste hingegen gut weg und zeigten sich entschlossen, das Spiel noch einmal zu ihren Gunsten zu drehen. Mit dem Anschlusstreffer von Mika Gutovsky (53.) und dem verdienten Ausgleich durch Luka Tunjic per Strafstoß (67.) gelang es dem KSV-Nachwuchs zwar, die Partie wieder komplett zu gestalten, doch der entscheidende Siegtreffer, der den Klassenerhalt bedeutet hätte, wollte nicht mehr fallen. Somit wird die U17 in der kommenden Spielzeit an ihrer Rückkehr in die höchste Spielklasse dieser Altersstufe arbeiten.

Holstein U17: Dogan – Meyer, Steffen, Rathmann, Hrnjicic – Gutovsky (80.+2 Schmitz), Keskin, Ugoh, Tunjic – Boztepe (79. Youdjen), Nwokoma (57. Abdulla) – Trainer: Kaps.

Tore: 1:0 Tober (47.), 2:0 Tautz (49.), 2:1 Gutovsky (53.) 2:2 Tunjic (67./FE).

Foto: Torsten Schneider

Osnabrücker SC – Holstein Women 3:4

Die Holstein Women schwimmen weiterhin auf der Erfolgswelle und feierten in Osnabrück den sechsten Sieg in Folge – dies allerdings nach turbulenten 90 Minuten. Die Kielerinnen begannen druckvoll und erzwangen bereits nach neun Minuten ein frühes Eigentor von Alicia Meister. Trotz weiterer Gelegenheiten konnten sie die Führung nicht ausbauen, sondern kassierten vor der Pause noch den Ausgleich durch Pia-Laura Wisnewski (47.). Die Gäste aus Kiel kamen jedoch gut aus der Kabine und erhöhten kurz nach dem Seitenwechsel durch Sarah Begunk, die einen abgewehrten Schuss von Luiza Zimmermann versenkte (55.). Kurze Zeit später erhöhte Zimmermann selbst auf 3:1 (66.). Dann verloren die Women etwas den Faden und wurden für ihre Fehler bestraft. Denn die Osnabrückerinnen steckten nicht auf und kamen durch einen schnellen Doppelschlag von Sophie Berger (73.) und Jasmin Jabbes (78.) zum erneuten Ausgleich. Doch die KSV-Frauen wollten ihre Siegesserie fortsetzen und warfen in der Schlussphase noch einmal alles in die Waagschale – mit Erfolg: Nach einem Traumpass von Jasmin Grosnick tauchte Sandra Krohn vor SC-Torhüterin Alina Willmann auf und erzielte den umjubelten 4:3-Siegtreffer (82.). „Alles in allem war der Sieg verdient, weil wir uns viele gute Chancen herausgespielt haben“, bilanzierte Zimmermann nach dem Auswärtserfolg, durch den die Holstein Women der Vizemeisterschaft einen weiter Schritt näherkamen.

Holstein Women: Paulsen – Ziegler, Carone, Erbar, Labuj – Grosnick – Krohn, Zimmermann, Steiner (72. Thien), Harder (58. Jürgensen) – Begunk – Trainer: Bernd Begunk.

Tore: 0:1 Meister (9./ET), 1:1 Wisnewski (37.), 1:2 Begunk (55.), 1:3 Zimmermann (66.), 2:3 Berger (73.), 3:3 Jabbes (78.), 3:4 Krohn (82.) – Zuschauer: 50.

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