Kleines Derby der U23 gegen den „kleinen HSV“

Nach der Niederlage in Lüneburg will Tom Baller mit der Kieler U23 zuhause gegen den Heider SV wieder punkten

Die Freude war riesig, als dem Heider SV im Sommer dieses Jahres in der Aufstiegsrelegation tatsächlich der Sprung in die Regionalliga Nord gelang. Die Dithmarscher gingen mit einer sympathischen Grundhaltung in die Saison, indem sie die Zugehörigkeit zur vierthöchsten deutschen Spielklasse als Abenteuer sehen. Doch so klein muss sich der „kleine HSV“, wie sich der Klub selbst gerne einmal bezeichnet, gar nicht machen. Immerhin hat der Klub den Beweis, dass er in der Liga durchaus mithalten kann, in der laufenden Spielzeit schon mehrfach erbracht. Am Sonntag ist der Traditionsverein um 14 Uhr Gast der Kieler U23 in der Arena im CITTI FUSSBALL PARK.

Wiedersehen von Werner und Hardock fällt aus

Um ein Haar hätte es dabei ein freudiges Wiedersehen gegeben. Drei Jahre lang bildeten der etatmäßige U23-Trainer Ole Werner und HSV-Mitarbeiter Viktor Hardock eine Wohngemeinschaft in Kiel-Gaarden und im Knooper Weg und stiegen 2006 gemeinsam mit der U19 in die A-Junioren-Bundesliga auf. Beide haben nach wie vor einen sehr guten Draht zueinander und hätten sich gefreut, sich in diesem Rahmen wiederzusehen, doch Werners „Beförderung“ zum Interimstrainer der Kieler Profis machte den beiden Freunden einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen kehrt aber mit Jan Wansiedler ein alter Bekannter nach Kiel zurück. Der Rechtsfuß wechselte zu Saisonbeginn von der Kieler U19 zum Heider SV und hat sich beim Aufsteiger trotz seiner gerade einmal 19 Jahre zum Leistungsträger entwickelt. „Jan war letzte Saison bereits ein sehr aufmerksamer Spieler, der auch bei uns schon meistens im Mittelfeld zum Einsatz gekommen ist. Es freut mich für ihn persönlich, dass er es in Heide geschafft hat, seine technischen Fähigkeiten auch im Herrenbereich unter Beweis zu stellen“, sagte Holsteins U19-Coach Dominik Glawogger, der Wansiedler in der vergangenen Saison noch trainiert hatte.

Heide kann auf seine Fans zählen

Die Heider Mannschaft von Trainer Sönke Beiroth hat neun Zähler auf der Habenseite und mit einem Zuschauerschnitt von über 1500 stets den 12. Mann im Rücken. Fast 100 Fans begleiteten den Heider SV zum letzten Auswärtsspiel beim Lüneburger SV. Weniger werden es auch im CITTI FUSSBALL PARK sicher nicht werden. Nach den beiden Unentschieden in Drochtersen (4:4) und beim Lüneburger SK Hansa (1:1) ist das Selbstvertrauen der Dithmarscher auch auf des Gegners Platz riesengroß. „Wir wollen immer über 90 Minuten Vollgas-Fußball spielen, das ist uns zuletzt auch immer wieder gelungen. Unsere Moral ist erstaunlich, wir wollen die Euphorie rund um den Klub so lange wie möglich anfeuern“, setzt Beiroth auf Teamgeist und das grassierende Fußballfieber rund um das Stadion an der Meldorfer Straße.

Soranno und Raue wollen fußballerische Lösungen finden

Da auf der Gegenseite Coach Werner wie erwähnt aktuell als Interimstrainer der Profis fungiert, werden erneut die beiden Co-Trainer Nicola Soranno und Fabian Raue das Team betreuen. Soranno erwartet einen kompakt auftretenden Gegner, der defensiv erkennbar einen festen Plan verfolgt. „Wir nehmen uns vor, fußballerische Lösungen zu finden, mutig aufzutreten und uns viel zuzutrauen“, blickt der 30-Jährige auf das kleine Derby voraus.

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