U23 kann Lüneburgs Heimserie nicht beenden

Holsteins Tobias Fleckstein (re.) im Zweikampf mit Can Düzel, der in der Schlussphase den Lüneburger Siegtreffer erzielte

Dass der Lüneburger SK Hansa in dieser Saison zuhause eine Macht ist, wusste die Kieler U23 vor dem Gastspiel am Sonntag. Doch auch dem so formstarken KSV-Nachwuchs gelang es nicht, den Niedersachsen die erste Heimniederlage beizubringen. Im Gegenteil: Im Jahnstadion mussten sich die Jungstörche vor 852 Zuschauern knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Kieler U23 erwischt Traumstart

Dabei erwischten die Kieler einen Traumstart, als Kapitän Tjorve Mohr bereits nach neun Minuten die frühe Führung mit einem abgefälschtem Schuss aus dem Rückraum besorgte. „Danach haben wir unglücklich den Ausgleich kassiert, haben aber ansonsten eine starke erste Halbzeit gespielt“, resümierte Laurynas Kulikas. Der KSV-Torjäger musste von vorne mitansehen, wie seine Teamkollegen in der 22. Minute nicht verhindern konnten, dass Tomek Pauer nach feiner Einzelleistung zum 1:1 traf. Die Gäste von der Förde boten den heimstarken Hausherren in der Folge mächtig Paroli, weitere Treffer fielen indes im ersten Durchgang nicht mehr.

LSK mit Siegtreffer in der Schlussphase

„Nach der Pause haben wir es nicht geschafft, das abzurufen, was wir uns vorgenommen hatten“, ärgerte sich Kulikas später. Tatsächlich hatte er die einzige echte Kieler Torchance, als er frei vor Heimkeeper Ole Springer vergab. Stattdessen erspielte sich der LSK mehrere gute Möglichkeiten – und nutzte eine in der Schlussphase zum umjubelten Siegtreffer durch Can Düzel, der nach einem Einwurf in den Strafraum aus der Drehung vollendete (81.).

„Auch wenn das Ergebnis nicht passt, war es ein positiver Auftritt unserer Jungs“

Holsteins NLZ-Leiter Fabian Müller

„Wir haben das Spiel bekommen, was wir erwartet haben“, sagte Nicola Soranno, der gemeinsam mit Fabian Raue die Kieler U23 coachte, da der etatmäßige Cheftrainer Ole Werner seit Beginn der Woche als Interimstrainer der KSV-Profis fungiert. „Die Lüneburger waren aggressiv, hatten nach Umschaltmomenten ihre besten Aktionen und waren vor dem gegnerischen Tor eiskalt“, so Soranno weiter, aus dessen Sicht ein Punktgewinn durchaus im Bereich des Möglichen lag.  „Auch wenn das Ergebnis nicht passt, war es ein positiver Auftritt unserer Jungs“, fand Holsteins NLZ-Leiter Fabian Müller abschließend versöhnliche Worte.

Statistik

U23: Weiner – Mohr, Pernot, Fleckstein, Coffie (77. Seidel) – Voß (88. Thiesen) – Baller, Berger (66. Facklam), Siedschlag – Kulikas, Alt.

Schiedsrichter: Schmidt (Laatzen) – Tore: 0:1 Mohr (9.), 1:1 Pauer (22.), 2:1 Düzel (81.) – Zuschauer: 852.

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