Altona 93 – Holstein Kiel 0:0

Oberliga Nord

Kampfspiel ohne Sieger

Die Mannschaften von Altona 93 und Holstein Kiel trennten sich vor 1261 zahlenden Zuschauern an der Adolf-Jäger Kampfbahn leistungsgerecht mit 0:0. „Es war eine unterhaltsame und kampfbetonte Partie“, erklärte KSV-Coach Peter Vollmann und zeigte sich mit dem Remis am Ende zufrieden: „Mit dem Punkt können wir leben.“

Von Beginn an zeigten sich die Gäste aus Kiel druckvoll und zielstrebig. Bereits nach zehn Minuten hätte Tim Siedschlag die Vollmann-Elf in Führung bringen müssen, doch der Youngster scheiterte aus neun Metern halbrechter Position, AFC-Innenverteidiger Sören Warnick warf sich im letzten Moment in den Ball und klärte zur Ecke. Nur vier Minuten später war es Stefan Richter, der vor dem aufgerückten Kieler Jan Sandmann in höchster Not klären konnte. Mitte der ersten Halbzeit löste sich Altona 93 langsam aus der Kieler Umklammerung und es entwickelte sich ein sehenswerter Schlagabtausch auf hohem Oberliga-Niveau. Aufregung in der 40. Minute. Nach einem Allerweltsfoul von Sven Boy an Jacob Sachs ließ sich der Hamburger zu einem „Wischer“ hinreißen und hätte vom unsicheren Schiedsrichter Andreas Schönfelder für diese Aktion die Rote Karte erhalten müssen. Der Unparteiische bestrafte Boy und vor allem Sachs „nur“ mit der Gelben Karte und sorgte damit für wilde Proteste im Kieler Fanblock. Kurz vor der Pause verpasste Dmitrijus Guscinas aus vier Metern spitzen Winkels die Kieler Führung. Altonas Bester, Keeper Oliver Hinz, konnte die Situation souverän bereinigen.

Nach der Pause ging es weiter munter zur Sache. Erneut war es Guscinas, der in der 49. Minute in AFC-Schlussmann Hinz seinen Meister fand. Bei allen Offensivbemühungen der „Störche“ fehlte der KSV ganz einfach das letzte Quäntchen an Kaltschnäuzigkeit, um den fünften Sieg in Folge zu landen. Zwischen der 66. und 72. Minute sahen die Zuschauer dann die rasanteste Phase der Partie. Nach einem kapitalen Fehlpass von Christian Jürgensen machte sich der Hamburger Michael Starck auf den Weg, nutzte ein Abstimmungsproblem zwischen KSV-Keeper Henrik Preuß und Routinier Sandmann und konnte nur noch durch ein Foul von Preuß gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß parierte der Kieler Torhüter gegen Altona-Kapitän Warnick jedoch in Klassemanier. Im Gegenzug vergab Siedschlag (68.) die größte Holstein-Chance des gesamten Spiels und scheiterte aus sieben Metern an AFC-Schlussmann Hinz. Patrick Westphal per Kopf und Jürgen Tunjic mit seinem Abstauber verpassten in der 71. Minute die Führung für die Platzherren. Beide Male reagierte Preuß zwischen den Kieler Pfosten prächtig. Und auch ein Minute später bewahrte Preuß seine Farben bei einem Kopfball von Westphal im Anschluss an einen Eckball mit einem Hechtsprung vor dem drohenden Rückstand. Danach war es allerdings auf beiden Seiten vorbei mit der Fußball-Herrlichkeit. Die letzte gute Möglichkeit der Partie vergab Sachs, bedrängt von KSV-Kapitän Boy, fünf Minuten vor dem Ende aus zehn Metern halblinker Position. (pn)

Altona 93: Hinz – Ansorge, Warnick, Siedschlag, Westphal – Nadler, Richter, Röhr (64. Fatih Gürel) – Starck, Tunjic (88. Bauer), Sachs

Holstein Kiel: Preuß – Sandmann, Boy, Rohwer, Schyrba (15. Meyer) – Siedschlag (89. Vujcic), Petersen, Hasse, Jürgensen – Guscinas, Holt (74. Zmijak)

Bes. Vorkommnisse: Preuß pariert einen Strafstoß von Warnick (66.)

Schiedsrichter: Schönfelder (Hoheneggelsen)

Zuschauer: 1261

Foto: Michael Holt scheitert in dieser Szene an AFC-Schlussmann Oliver Hinz

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