B1 Holstein – Ahrensburg 2:1 (0:0)

B-Juniorinnen SH-Liga

Hartes Stück Arbeit für Meisterschaftsfavorit Holstein Kiel! Der Tabellenzweite aus Kiel tat sich lange Zeit gegen den Dritten der Schleswig-Holstein-Liga schwer. Vor allem dadurch, dass Pass- und Laufspiel gegen Hagen Ahrensburg weitesgehend nicht dem vorhandenen latenten Potential der KSV Holstein entsprach. Totzdessen waren eine handvoll Torchancen in der ersten Halbzeit zur verdienten Führung vorhanden. Die erste Chance vereitelte die sehr starke Torfrau der Gäste. Nach einem Schuss von Seda Heinrich von der Strafraumgrenze fischte Jessica Tschechne den flachen Ball zur Ecke (6.). Weitere Möglichkeiten durch Julia Kibbel (19., 28. frei vor dem leeren Tor), Carolin Schuhmann (21.), Heinrich (21. Kopfball) und Tabea Lycke (28. Lattenschuss) fanden nicht den Weg ins Schwarze. Die Chancen der defensiv eingestellten Gäste beruhten auf Kontermöglichkeiten. Bei diesen Gelegenheiten präsentierte jedoch Holsteins Keeperin Victoria Bendt wie in der gesamten Partie stets ein exzellentes Stellungsspiel am und vor dem Strafraum.

Nach dem Seitenwechsel konnte die in den Zweikämpfen handlungschnellere und aggressivere Gollnest-Elf die Hausherren auf dem Grantplatz weitesgehend vom eigenen Tor fernhalten. Die taktische Ausrichtung mit Libera, vier Abwehrspielerinnen und einer kompakten Fünfer-Mittelfeldreihe ging auf. „Wir wollten das Anspiel der gegnerischen Stürmerinnen aus dem Mittelfeld unterbinden und den Druck auf die Abwehr nicht zu groß werden lassen. Aus dem Mittelfeld heraus sollten gemeinsame Angriffe entwickelt werden“, kamen Trainer Gerhard Gollnest und seinem Team der kleine Platz in der Defensive entgegen. Die stereotypen und ungenauen Angriffe gegen in 80 Minuten kämpferisch vorbildlich eingestellte Gästemannschaft verpufften meistens an Libera Maie Stein, die einen klaren Ausputzer spielte. Die Bemühungen der Ahrensburgerinnen im Angriff mit den besten Offensivkräften Lisa Stein-Schomburg und Lisa Wöbcke nahmen bei einigen Kontern nun gefährliche Konturen an. Zumal in der Kieler Abwehr bei Passspiel und Zweikämpfen sehr fahrlässig gehandelt wurde. Ab der 65. Minute und vor allem nach dem tollen Weitschusstreffer von Louisa Nöhr, die zusammen mit Seda Heinrich zu den aktivsten und besten Holsteinerinnen gehörte, fand der Bundesliganachwuchs nicht zu spät seinen Rhythmus. Mit schnellem Passspiel und druckvollem Anspiel in die Tiefe brannte es lichterloh vor dem Gehäuse der Gäste. Kibbel, Denise Jakubowski, Solveig Petersen, Heinrich und weitere Akteurinnen reihten sich in das Duell mit Keeperin Tschechne ein. Die nur noch von Heinrich per Flachschuss aus 18 Metern bezwungen wurde. Ohne ihre Torhüterin wäre Hagen Ahrensburg auch böse baden gegegangen. Doch solch einen Untergang hatte der engagierte Auftritt nicht verdient.

Holstein Kiel: Bendt – Brix, Becker, Brauer, Reimler (41. Beese (65. Petersen)) – Lycke (55. Kibbel), Nöhr, Schuhmann, Ewering, Heinrich – Kibbel (41. Jakubowski)

Hagen Ahrensburg: Aufstellung folgt …

Tore: 1:0 Nöhr (68.), 2:0 Heinrich (79.), 2:1 Stein-Schomburg (79.)

Foto (Axel Matthiessen): 13 bedeutet nicht immer Unglück. Spielführerin Seda Heinrich (am Ball) erzielte beim 2:0 ihren 13. Saisontreffer.

Bilder vom Spiel von Axel Matthiessen

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