Das Kieler Pokal-Märchen weiter!

Holstein Kiel – FSV Mainz 05 2:0

Das
Pokalmärchen von Holstein Kiel geht weiter: Vor 10.679 Zuschauern gewannwn hochengagierte
Störche gegen den FSV Mainz 05 mit 2:0. Bereits nach fünf Minuten köpfte
Mainz-Stümer Ujah ins eigene Netz. Steve Müller erhöhte in der 64. Minute zum
2:0. Der Bundesligist wurde bei frostigen Temperaturen über 90 Minute nicht
warm und rannte kopflos gegen die Störche an. Das Gutzeit-Team präsentierte
sich enmal mehr in Topform und bereitete den Mainzern einen vorgezogenen
Aschermittwoch. Kiel ist weiter. Für Mainz ist es im DFB-Pokal vorbei.

Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit nahm zum
Regionalliga-Spitzenspiel gegen Halle eine Veränderung in der Startfelf vor. Sykora begann als hängende Spitze. Chahed nahm auf der
Bank Platz. Die
Störche begannen selbstbewusst, während Mainz bei frostigen Temperaturen noch
nicht warm schien. Erste Ecke Heider, Klärungsversuch des Mainzers Ujah, der
den Ball allerdings ins eigene Netz köpfte (6.). Die schnelle Führung für Kiel
und knapp 11.000 Zuschauer tobten. Die Gäste versuchten, das Spiel unter Kontrolle zu
bekommen, Holstein hielt mit großem Willen und viel Einsatz dagegen und
konterte über Heider. Bis zur 30. Minute kaum Torraumszenen und selbst ein
Freistoß der Mainzer 17 Metern vor Kiels Tor wurde so kläglich in die Mauer
geschossen, dass Müller und Heider allein auf Noveski zuliefen, der Mainzer aber
klären konnte. Im Duell Regionalligist gegen Bundesligist ging der Außenseiter mit der Fürhung in die Halbzeit.

FSV-Trainer
Thomas Tuchel kontne mit seiner Mannschaft nicht zufrieden sein und wechselte
zur Pause. Die Kieler waren aber weiter ebenbürtig. In der 53. Minute der Hauch einer
ersten Mainzer Torchance, KSV-Schlussmann Jensen war aber einen Schritt
schneller als 05-Stürmer Gavranovic. Am Spielgeschehen änderte sich nichts. Kiel
machte die Räume eng, Mainz fand keinen Schlüssel gegen die Holstein-Festung.
Thomas Tuchel wollte nach einer guten Stunde gerade den dritten Stürmer
bringen, als es zum zweiten Mal im Mainzer Gehäuse einschlug! Langer Freistoß
von Siedschlag, der Mainzer Kirchhoff köpft das Leder zu Steve Müller, der den Ball aus fast unmöglich spitzem Winkel volley ins
lange Eck setzte (64.). Mainz-Trainer Tuchel brachte anschließend gleich zwei
weitere Stürmer und setzte voll auf Offensive. Das gab Holstein Platz zum Kontern. Heider scheiterte aber an Mainz-Schlussmann Müller (69.). In der 71.
Minute dann die erste echte Bewährungsprobe für Kiels Rückhalt Jensen. Einen
16-Meter-Schuss von Gavranovic hielt die KSV-Nummer 1 sicher. Die Uhr lief für
Holstein, während Mainz weiter kopflos anrannte. In den Schlussminuten wechselte Kiels Trainer Gutzeit geschickt, sodass Kiel die Sensation ohne Gegentor klar machte. Holstein Kiel steht im Viertelfinale des DFB-Pokalfinals!

Stimmen nach dem Spiel

Mainz-Trainer Thomas Tuchel:
„Glückwunsch an Holstein Kiel für einen verdienten Sieg – auch in dieser Höhe.
Wir mussten in dieser Saison schon öfter lernen mit Niederlagen und Tiefschlägen
umzugehen – so geht dieses Jahr für uns symbolisch zu Ende. Wir haben es in
keiner Phase verstanden, uns durchzusetzen und Torgefahr herzustellen. Im
Gegensatz zu Holstein Kiel. Unter Druck und Stress haben wir es zum
wiederholten Mal nicht geschafft, unser Topniveau abzurufen. Es ist enttäuschend
aber nicht ganz überraschend. Obwohl ich dachte, dass wir deutlich stabiler
wären.“

Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit: „Wir haben nicht
unverdient als Sieger den Platz verlassen. Die Tore haben wir zum richtigen
Zeitpunkt erzielt, jeweils nach Standardsituationen. Nach so einem
frühen Gegentor ist es für jeden Gegner schwer, hier gegen uns zurückzukommen. Dann haben wir
in der zweiten Halbzeit mitten in Mainz’ Drangphase das 2:0 erzielt und auch
bei ein, zwei Mainzer Abschlüssen Glück gehabt – das gehört aber auch dazu. Zum
Schluss hat man gemerkt, dass wir über uns hinauswachsen, die zweite Luft kommt
und Mainz der Glauben fehlte. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Jetzt können
wir in eine verdiente Winterpause gehen.“

Holstein
Kiel:
Jensen – Herrmann, Berzel, Jürgensen, Poggenberg
– Kazior (89. Schulz), Müller – Siedschlag, Sykora, Lindner (90. Wetter) – Heider.

Tor: 1:0 Ujah (6., Eigentor), 2:0 Müller (64.)

Zuschauer: 10.679


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