Di. 19.30 Uhr: Holstein Kiel – CZ Jena

Holstein will zurück auf Platz 2 –

Neubarth-Elf empfängt Mannschaft der Stunde aus Jena

Mit Carl-Zeiss Jena tritt am Dienstag die Überraschungsmannschaft der Fußball-Regionalliga Nord zum Spitzenspiel im Holstein-Stadion an. Dabei kommt es zum Treffen der beiden besten Auswärtsteams der Liga. Und die Jenenser machen sich berechtigte Hoffnung auf einen der beiden Aufstiegsplätze. Webers Konzept, mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern zu arbeiten, ist ein voller Erfolg. Der Europacup-Finalist von 1981 ist wieder in aller Munde. 4.700 Zuschauer besuchen im Schnitt die Spiele des ehemaligen DDR-Oberligisten.

Keine Verschnaufpause also für die Regionalliga-Fußballer von Holstein Kiel. Drei Tage nach dem 2:2-Unentschieden gegen Wattenscheid 09 gastiert Aufsteiger Carl-Zeiss Jena an der Förde. Am vergangenen Wochenende wurde Tabellenführer Rot-Weiß Essen mit 3:1 nach Hause geschickt und von allen Seiten in höchsten Tönen gelobt. Die Thüringer rückten durch den Erfolg auf den zweiten Tabellenplatz vor.

Doch gegen die Spitzenteams der Regionalliga Nord sahen die „Störche“ in dieser Saison durch die Bank weg gut aus. Die Spiele gegen RW Essen, VfB Lübeck, FC St. Pauli, VfL Osnabrück sowie CZ Jena wurden allesamt in zum Teil beeindruckender Manier gewonnen. Ein Erfolg soll auch im Rückspiel gegen den ehemaligen DDR-Oberligisten her, wollen die Kieler doch Tabellenplatz zwei zurückerobern und wenige Tage vor dem Hit bei Tabellenführer Essen ihre Ansprüche auf einen Spitzenplatz untermauern.

Zuletzt hatte der Kieler Patrick Würll in der 87. Minute des Spiels gegen den Ex-Bundesligisten Wattenscheid 09 den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch beim Spielstand von 2:2 aus 3 Metern freistehend am 09-Keeper Joswig, Holstein musste sich mit einem Remis gegen die Kellerkinder aus der Lohrheide begnügen und der heutige Gegner Carl-Zeiss Jena rückte erstmals in dieser Saison auf einen Aufstiegsplatz vor.

Nichtsdestotrotz, auch gegen Wattenscheid überzeugte die Neubarth-Elf durch Wille und Kampfgeist, bog im zweiten Durchgang durch die Tore von Michael Molata und Jan Sandmann binnen fünf Minuten einen 0:2-Rückstand um und stand am Ende zumindest als moralischer Sieger da. Doch gegen Jena soll ein „Dreier“ her.

Mit dabei ist dann auch wieder Top-Torjäger Pavel Dobry (10 Treffer), der zuletzt aufgrund seiner 5. gelben Karte pausieren musste. Ferner rückt wahrscheinlich auch Thorsten Rohwer nach seiner Magenvirus-Erkrankung wieder in den Kader und könnte gegen Jena eine Alternative für den rot-gesperrten Michael Niedrig darstellen.

Im Tor wäre wieder der in Osnabrück unglücklich vom Platz gestellte und somit gegen Wattenscheid gesperrte und von Adrian Horn vorzüglich vertretene Simon Henzler eine Option für Trainer Frank Neubarth, denn Stammtorhüter Henrik Preuß wird nach seiner Schleimbeutelentzündung im Arm erst in dieser Woche wieder ins Training einsteigen können.

Die KSV Holstein ist gewarnt. Die ehemalige Torfabrik der Oberliga Nordost-Süd schießt auch in Liga 3 scharf. Allen voran Torjäger Sebastian Hähnge (13 Treffer), der sich mit dem Osnabrücker Reichenberger ein spannendes Duell um die Torjägerkrone liefert. Aber auch Fiete Sykora (8), Mark Zimmermann (7) und Torsten Ziegner (6) können Spiele allein entscheiden. Ebenfalls im Kader der Thüringer steht Stefan Kühne, der in der Winterpause von den Kieler „Störchen“ nach Jena wechselte und sich einen Stammplatz im Weber-Team erkämpfen konnte. (nawe)

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