Die Gunst der Stunde nutzen

So. 13.30 Uhr: Holstein Kiel – VfB Lübeck

Wenn morgen um 13.30 Uhr im Kieler Holstein-Stadion das Duell zwischen dem Regionalliga-Spitzenreiter Holstein Kiel und dem VfB Lübeck steigt, dann geht es für den Deutschen Meister von 1912 nicht nur um dem Sprung in die 3. Liga, sondern auch um einen wichtigen Schritt in eine erfolgreichere Fußball-Zukunft. Mit einem Sieg könnten die Störche ihren punktgleichen und in der Tordifferenz um sieben Treffer schlechteren Verfolger aus Halle endgültig distanzieren und den Aufstieg unter Dach und Fach bringen.

Die Spannungskurve im Storchennest steigt stündlich und das 111. Landesderby entwickelt sich zu einem echten Kassenschlager. Die Verantwortlichen rechnen mit rund 9000 Zuschauern. Bereits am Freitag waren abgesehen vom Gästeblock alle zur Verfügung stehenden Tickets restlos ausverkauft.

Auf dem Trainingsgelände des Tabellenführers herrschte unter der Woche eine hochintensive Stimmung. Der selbstbewusste Holstein-Coach Falko Götz musste seine motivierten Spieler eher bremsen als lenken. „Was vor uns liegt ist das Größte, was es für uns geben kann. Und meine Jungs zeigen mir täglich, dass sie den unbedingten Willen haben, das große Ziel am Sonntag zu erreichen“, bewertet der ehemalige Bundesliga-Trainer das beherzte und robuste Auftreten seines Teams vor dem „Showdown“ als „absolut positiv“.

Die einzige Schwierigkeit, die Götz vor dem Landesderby sieht ist eher in die Kategorie „Luxusproblem“ einzuordnen, denn abgesehen vom Langzeitverletzten Jan Sandmann kann der KSC-Coach aus dem Vollen schöpfen. Somit hat Falko Götz für das „Endspiel“ die Qual der Wahl.

Derweil gehen die Gäste aus Lübeck ihre Rolle als mögliche Spielverderber konzentriert an. Doch ob VfB-Trainer Peter Schubert seine stärkste Formation im Kieler Hexenkessel ins Rennen schicken wird, das bleibt abzuwarten. „Wir wollen uns wehren und es Holstein schwer machen, aber den Einsatz von angeschlagenen Spielern würde ich mir genau überlegen“, denkt der Coach der Grün-Weißen bereits an das wirtschaftlich ungemein wichtige Landespokalfinale beim VfR Neumünster am kommenden Mittwoch. Verletzungsbedingt wird Schubert an der Förde wohl auf seinen Routinier und Leitwolf Dietmar Hirsch verzichten müssen.

Die knisternde Spannung hat inzwischen die Landeshauptstadt in ihren Bann gezogen. Holsteins Trainer Falko Götz kündigte auf der abschließenden Pressekonferenz vor dem Landesderby an: “Fans und Mannschaft werden alles geben. Wir werden uns nehmen was uns zusteht!“

Wichtige Informationen vor dem Anpfiff:

Abgesehen vom Gästeblock M ist das Holstein-Stadion für das letzte Saisonspiel ausverkauft. Bis heute konnte die KSV Holstein 8500 Tickets absetzen. Im Gästeblock stehen noch 1200 Karten zur Verfügung. Damit stellt Holstein gegen den VfB Lübeck die beiden bestehenden Saisonrekorde gegen den 1. FC Magdeburg (8250) und den Halleschen FC (7342) ein.

Der Vorplatz des Holstein-Stadions steht am Spieltag aufgrund einer Saison-Abschlussveranstaltung nicht als Parkraum zur Verfügung.

Der Eingang zum Block O ist diesmal hinter der Holstein-Reha zu finden und nicht wie gewohnt an der Projensdorfer Straße.

Foto: Die Kieler Störche wollen auch nach dem Spiel gegen den VfB Lübeck jubeln!

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