Dreier als Kampfansage

Di. 19 Uhr: SV Meppen – Holstein Kiel

„Störche müssen sich Mut machen“ titelte am Samstag die
Kieler Nachrichten, nachdem die KSV Holstein beim 1:1 gegen den VFC erneut
Punkte im Aufstiegsrennen hatte liegen lassen. Da wusste freilich noch keiner,
dass einen Tag später auch die Konkurrenz aus Leipzig wiederholt Federn lassen würde. So lautete
die Schlagzeile am heutigen Montag „Holstein hakt die Saison nicht ab“. Den
Beweis wollen die Störche am Dienstag liefern, mit einem Dreier beim
Tabellenletzten SV Meppen.

Holsteins Trainer Thorsten Gutzeit hatte vor dem
Plauen-Spiel eine „Explosion“ seiner Mannen gefordert. Diese folgte zunächst
nicht. Im Gegenteil, die KSV ging unglücklich in Rückstand. Als dann Marc
Heider zehn Minuten nach Wiederanpfiff den Ball mit vollem Durchmesser über die
Linie zum Ausgleich gedrückt hatte, schien des Trainers angekündigter
Befreiungsschlag zu erfolgen. Nicht einmal 100 Sekunden später war es wieder
Heider, der den von Sachs mustergültig in die Mitte gespielten Ball aufs Tor
wuchtete. Doch anstatt ins Netz zu fliegen, knallte das Leder an die Latte und
von dort ins Spielfeld zurück. Die drei Ecken im Anschluss blieben ungenutzt. Die
Erinnerungen der KSV-Fans im Stadion an die Hinrunde, als Holstein gegen Lübeck
erst in der 70. Minute den Ausgleich erzielt hatte, zum Schluss aber noch mit
4:1 gewann, verschwanden rasch wieder. Das erhoffte Erfolgserlebnis blieb aus.

Saison noch nicht abgehakt

Das brauchen die
Störche jetzt schnellstmöglich, um auch Halle und Leipzig zu zeigen, dass im
Aufstiegskampf weiterhin ein Trio um den einen Platz in der 3. Liga kämpft. „Die Situation nach den letzten Spielen hat
gezeigt, wie schnell es gehen kann. Erst die Freude über die Patzer der
Konkurrenz, dann unsere beiden nicht gewonnenen Spiele gegen Hertha und Plauen.
Und so haben wir unsere eigentlich gute Ausgangsposition verspielt.
Glücklicherweise haben auch Halle und Leipzig offensichtlich so ihre Probleme“,
sagt Holsteins Sportlicher Leiter Andreas Bornemann mit Blick auf das
Unentschieden von RB Leipzig bei Energie Cottbus II. „Uns helfen jetzt nur
Siege, weil wir es nicht mehr in der eigenen Hand haben. Ein Dreier in Meppen
wäre die richtige Kampfansage an diejenigen, die nach Freitag geglaubt haben,
hinter die Saison schon einen Haken machen zu können.“

Ohne Meyer, Müller und Chahed, mit Heider

Nur eines der letzten vier Spiele konnten die
Störche gewinnen. Jetzt wartet ausgerechnet der Tabellenletzte vom SV Meppen
als nächster Gegner, der in der vergangenen Woche seinen Trainer Johann
Lünemann entließ. „In Meppen erwartet uns eine unangenehme Aufgabe. Nach dem
Trainerwechsel hofft dort jeder auf den ersten Sieg und die Spieler wollen sich
natürlich auch gut präsentieren“, erklärt Andreas Bornemann und fährt fort:
„Zudem haben wir gegen Plauen zu spüren bekommen, wie sehr die Gegner gegen uns
motiviert sind.“ Besonders betroffen davon waren Florian Meyer und Sofien
Chahed, die beide mit Platzwunden und leichten Gehirnerschütterungen ausgewechselt
werden mussten und ebeno wie Steve Müller (Knöchelverletzung) gegen den SV Meppen nicht zur Verfügung stehen. Dafür steht
Marc Heider für die Startformation wieder bereit und sorgt mit vier Tagen
Verzögerung für einen so wichtigen Dreier der Störche.

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