Ein “Rocker“ im Kaiserwinkl

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Eigentlich kennt Holstein-Physiotherapeut Christoph Stengel die Gegend nur von seinem alljährlichen Winterurlaub im nahe gelegenen Zillertal, im Sommer zieht es den Outdoor-„Freak“ eher in skandinavische Gefilde. Der 30-Jährige kümmert sich am Walchsee intensiv um die Heranführung angeschlagener Spieler an das Mannschaftstraining und hat somit eine Schlüsselposition auf dem Weg zum sportlichen Erfolg inne. „Die Behandlung und zügige Eingliederung nach Verletzungen besitzt oberste Priorität“, berichtet Stengel von seinem Arbeitsalltag, den er sich im Panorama Hotel mit Masseur Kai Lohmann teilt und der selten vor 22.30 Uhr endet.

In den vergangenen drei Jahren hat sich Christoph Stengel um die Belange der erfolgreichen Holstein B-Junioren gekümmert, ehe er im Januar im spanischen Jerez unter Trainer Falko Götz erstmals „Liga-Luft“ schnuppern durfte. In Vertretung seines Chefs Marc Asche fiel die Wahl nun erneut auf Stengel, der momentan per Fernstudium an seinem Bachelor im Fach Physiotherapie bastelt. Aufgrund zahlreicher Wochenend-Verpflichtungen im Rahmen des Studiums ist die Unterstützung der U17-Bundesliga- Mannschaft zukünftig nicht mehr möglich. „Ich wollte gerne bei Holstein weiter arbeiten und wir haben eine tolle Regelung gefunden“, ist Stengel hoch erfreut darüber, in der neuen Saison drei Trainingseinheiten pro Woche bei den Profis mitgestalten zu können. Und während der Auswärtsfahrten setzt die Holstein-Reha auf das Rotationsprinzip. Marc Asche, Christoph Stengel und Matthias Pagels werden die Störche abwechselnd auf ihren Höhenflügen in der 3. Liga begleiten.

Die Aufgabe bei Holstein wird ihn auch in Zukunft voll und ganz fordern, doch Stengel liebt die sportliche Herausforderung: „Man ist ein Teil der Mannschaft und es ist immer wieder ein schönes Erlebnis, wenn man ein klein wenig zum Erfolg beitragen kann“, so Stengel. „Vor allem in der 3. Liga ist der sportliche Reiz sehr groß. Dort mithelfen zu dürfen ist ein Stück weit auch eine schöne Bestätigung für die geleistete Arbeit.“

Wenn Christoph Stengel abseits von Arbeit und Studium noch Freiräume findet, dann lässt es der sympathische Blonde gerne „krachen“. Gemeinsam mit Freunden trifft sich der Foo Fighters-Fan einmal wöchentlich in einem Luftschutzbunker und lässt seine Gitarre singen. „Ich liebe handgemachte Rockmusik und gute Stimmung“, mag es Stengel gerne laut.

Beim Blick aus dem großen Panoramafenster seines geräumigen Hotelzimmers in Österreich befällt den gebürtigen Pasewalker dann trotz des atemberaubenden Ausblickes doch ein wenig Heimweh: „Die Berge sind ja sehr schön, aber irgendwann zieht es mich dann doch wieder nach Hause.“ Denn im Holstein-Land ist es immer noch am schönsten… (Patrick Nawe)

Foto: Holstein-Physio Christoph Stengel nach getaner Arbeit.

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