Frisia Lindholm – Holstein Kiel 0:4 (0:2)

Lotto-Pokal Halbfinale

Ligaobmann Hartmut Wiebe strahlte nach dem Abpfiff des SHFV-Pokal-Halbfinalspiels zwischen Holstein Kiel und dem SV Frisia 03 Risum-Lindholm trotz der Niederlage seiner Mannschaft über das ganze Gesicht. Der rührige Organisator durfte auf einen überaus gelungenen Pokalabend zurückschauen. Die prächtige Kulisse von 1500 Zuschauern im Niko-Nissen-Stadion, eine kämpferisch überzeugende Vorstellung der Gastgeber, ein engagierter Auftritt der Profis aus der Landeshauptstadt sowie ein Lob der Holstein-Verantwortlichen für den netten Empfang und die ausgezeichneten Rahmenbedingungen – Mühe und Engagement hatten sich vollauf gelohnt. „Wir kommen im nächsten Jahr gern wieder“, zeigte sich KSV-Coach Peter Vollmann auf der Pressekonferenz dementsprechend auch nicht nur angesichts des Kieler Finaleinzuges gut gelaunt.

„Holstein hat völlig verdient gewonnen, aber dennoch muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen“, ließ auch die Laune von Frisia-Trainer Bodo Schmidt auf Zufriedenheit schließen, immerhin zeigten seine Spieler bis zum Abpfiff des umsichtigen Referees Taugerbeck aus Heide, dass man sich gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner mit viel Engagement durchaus gut aus der Affäre ziehen kann.

Bei den Störchen rückten die Youngster Tim Wulff und Nico Schrum für die verletzten Dmitrijus Guscinas (Bauchmuskelzerrung) und Michael Holt (Nasen-OP) in die Startformation. Im Tor vertrat Henrik Preuß Stammkeeper Simon Henzler, dem Vollmann eine Pause gönnen wollte. Holstein ging in Lindholm mit der jüngsten Mannschaft der laufenden Saison ins Rennen.

Die erste Chance des Spiels gehörte überraschenderweise den Gastgebern, doch Marek Hansen scheiterte frei vor dem Tor von KSV-Schlussmann Preuß (16.). Die Kieler kamen erst nach 20 Minuten richtig ins Spiel und führten zur Pause durch die Tore von Stephan Vujcic mit einem Volleyschuss aus 14 Metern (37.) und Nico Schrum per Kopf nach einer Flanke von Tim Wulff (40.) mit 2:0. „Wir haben genau zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt“, kommentierte Holstein-Kapitän Sven Boy den ersten Durchgang treffend.

In der zweiten Halbzeit dominierte der Oberliga-Spitzenreiter dann klar das Spielgeschehen und Christian Jürgensen lenkte einen Schuss von Kevin Schulz unhaltbar für Frisia-Schlussmann Helge Carstensen zur endgültigen Entscheidung in die Maschen (57.). Das 4:0 durch Nico Schrum war der Schlusspunkt einer unterhaltsamen Begegnung (61.). Vollmann: „Wir haben uns sehr professionell auf diese Partie vorbereitet und wollten unbedingt gewinnen. An das Finale denke ich aber noch nicht, denn wir wollen erst einmal das nächste Heimspiel gegen Nordhorn gewinnen und die Regionalliga-Qualifikation sicherstellen.“

Frisia Lindholm: Carstensen – L. Johannsen (64. Hoffmann) – Hannemann (70. O. Petersen), Grzybeck – B. Petersen, D. Johannsen, Christiansen, Kaening, Klang (64. Otto) – Hansen, Martensen

Holstein Kiel: Preuß – Schulz (58. Hummel), Boy, Brückner – Siedschlag, Hasse, Rohwer, Jürgensen – Vujcic (58. Zmijak) – Schrum (62. Famewo), Wulff

Tore: 0:1 Vujcic (37.), 0:2 Schrum (40.), 0:3 Jürgensen (57.), 0:4 Schrum (61.)

Schiedsrichter: Taugerbeck (Heide)

Zuschauer: 1500

Foto: Jubel bei den Torschützen Christian Jürgensen und Nico Schrum.

(sh/nawe)

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