Hamburger SV – Holstein U17 4:0 (0:0)

B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost

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Eine herbe 0:4-Auswärtsniederlage kassierten die B-Junioren der KSV Holstein in der Bundesliga Nord/Nordost gegen den Hamburger SV. Dabei hatte es für die Mannsschaft von Helmut Szpadzinski bis zur Pause noch ausgezeichnet ausgesehen. 0:0 hieß es im Wolfgang-Meyer-Stadion nach 40 Minuten. Doch nach dem Wechsel brachen die Jungstörche völlig zusammen und unterlagen den „Rothosen“ letztlich auch in der Höhe verdient.

„Ich bin tierisch sauer heute, denn ich hatte vor der Partie ganz genau auf die Stärken des Gegners hingewiesen“, so der restlos bediente Kieler Trainer nach dem Schlusspfiff. „Noch nie war es so einfach, gegen den HSV zu punkten, wie heute“, trauerte Szpadzinski vor allem den guten Einschussmöglichkeiten seines Teams im ersten Durchgang hinterher.

In der ersten Halbzeit hatte Holstein durch den 16-Meter-Schuss von Tim Marten Wick nach feiner Einzelleistung (30.) sowie den 12-Meter-Kracher von Tim Schümann die Führung auf dem Fuß. Die Platzherren hingegen blieben mit ihren gefälligen Vorstößen immer wieder in der dichtgestaffelten Kieler Abwehr hängen. Vor allem Philipp Kirschner verdiente sich dabei Bestnoten. In der 21. Minute klärte er vor dem einschussbereiten George Kelbel in höchster Not.

Eine Minute nach dem Wechsel dann die kalte Dusche für die Jungstörche. Kelbel sah, dass KSV-Keeper Julian Barkmann zu weit vor seinem Kasten stand, lupfte das Leder aus 18 Metern geschickt Richtung Tor und wurde für seinen Mut belohnt. Holstein zeigte sich sichtlich geschockt und brachte in der Folgezeit rein gar nichts Konstruktives mehr auf den Weg. Das 2:0 durch Gökay Isitan, der sich gekonnt gegen Kirschner und Barkmann durchgesetzt hatte (46.) sowie das 3:0 durch den Kopfball von Marco Schulz auf Hereingabe von Kelbel (57.) waren die logische Konsequenz der Kieler „Umnachtung“. Individuelle Fehler in Hülle und Fülle brachen der KSV das Genick. Drei Minuten vor dem Ende patzte Niclas Dose im eigenen Strafraum und lud den heraneilenden Isitan förmlich zu seinem zweiten Treffer ein.

„Wir müssen diese Niederlage und das schwere Auftaktprogramm erst einmal verarbeiten“, kommt nun viel Arbeit auf KSV-Coach Szpadzinski zu, um seine Mannschaft wieder aufzurichten. Nun folgen drei Spieler der Wahrheit für die Jungstörche, denn mit Hannover 96, VfL Osnabrück und Rot-Weiß Erfurt warten drei Teams, die mit Holstein auf Augenhöhe sind. Ein erstes Zeichen vor den wichtigen Spielen setzte Trainer Szpadzinski unmittelbar nach dem Spiel beim HSV und strich seinen Spielern den trainingsfreien Montag. (Patrick Nawe)

Hamburger SV: Kirschke – Schlüter, Sternberg, Maria, Mustafi – Ingreso (67. Lämmerhirt), Cekirdek, Bahn (41. Isitan) – Shamsin (59. Cekirdek), Kelbel (67. Gutzeit), Schulz

Holstein Kiel: Barkmann – Schwantes, Dose, Yazgan, Schubert – Kirschner, Voss, Wick, Wolf – Schümann, Hertel (57. Nath)

1:0 Kelbel (41.), 2:0 Isitan (46.), 3:0 Schulz (57.), 4:0 Isitan (77.)

Zuschauer: 125

Schiedsrichter: Brüggemann (Rheine)

Foto: Yannick Kirschner fährt George Kelbel in die Parade.

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