Hamburger SV II – Holstein Kiel 3:0 (1:0)

Kieler „Störche“ kalt erwischt –

Ende der Siegesserie beim 0:3 an der Hagenbeckstraße

Die Siegesserie der Kieler „Störche“ ist nach sieben erfolgreichen Spielen beendet. Vor 1.800 Zuschauern an der Hagenbeckstraße gewann eine spielfreudige 2. Mannschaft des Hamburger SV durchaus nicht unverdient gegen die Neubarth-Elf mit 3:0 (1:0). Die Treffer für die „Rothosen“ erzielten Mario Fillinger (43.), Sherjil Mac Donald (60.) und Mustafa Kucukovic (90.). Durch die Niederlage der Kieler rückte der VfB Lübeck nach seinem 2:1-Erfolg gegen Hertha BSC Berlin II wieder an die Spitze der Fußball-Regionalliga Nord.

Von Beginn an ließen sich die Gastgeber von der Favoritenrolle der Gäste und den über 1.200 mitgereisten Holstein-Fans nicht beeindrucken und spielten forsch auf. Der Bundesliga erfahrene Kucukovic hatte bereits in der 9. Spielminute eine erste gute Aktion, tankte sich im Strafraum durch, aber scheiterte mit seinem Flachschuss aus 11m halbrechter Position an Henrik Preuß. Die Elf von Trainer Joachim Philipkowski zeigte sich aggressiv, bissig und engagiert, kaufte so den Kielern immer wieder den Schneid ab. Es dauerte eine gute Viertelstunde ehe die KSV zu ihrem Spiel fand und den HSV in die eigene Hälfte zwingen konnte. Pavel Dobry per Kopfball (20.) und Michael Niedrig (23.) scheiterten aus kurzer Distanz am gut aufgelegten HSV-Keeper Wolfgang Hesl, Ryan Coiner verpasste vom Elfmeterpunkt (25.) sowie per Kopfstoß auf Flanke Sandmann in der 36. Minute die Kieler Führung. Chancen hatten die „Störche“ durchaus, nur fehlte es der KSV an der Hagenbeckstraße diesmal an Durchschlagskraft.

Die eigenen Tormöglichkeiten nicht nutzend kam es wie es kommen musste. Kucukovic verlängerte einen Takyi- Ball geschickt per Hacke und Fillinger bedankte sich freistehend aus kurzer Distanz mit dem Treffer zum 1:0.

Holstein kam mit neuem Schwung aus der Kabine, wollte den Rückstand im zweiten Durchgang unbedingt umbiegen, doch zwingende Chancen waren auch in Hälfte zwei Mangelware. Der HSV machte es besser. Scheiterte Mac Donald in der 50. Minute noch an Henrik Preuß, so machte es der US-Amerikaner nur zehn Minuten später besser. Mac Donald

Stieß in die aufgerückte Kieler Abwehr vor, tauchte urplötzlich allein vor KSV-Schlussmann Preuß auf und ließ sich nicht zweimal bitten. Geschickt schob er das Leder zur 2:0-Vorentscheidung ein. Holstein drängte noch einmal, brachte mit Thomas Piorunek und Patrick Würll zwei weitere Offensivkräfte, doch Zählbares sprang für die Neubarth-Elf an diesem Tag nicht mehr heraus. Den Schlusspunkt zum 3:0 setzte Mac Donald per Abstauber in der 90. Minute.

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn eigentlich haben wir nur unsere Torchancen nicht genutzt“, zeigte sich Trainer Frank Neubarth trotz der Niederlage zumindest mit der kämpferischen Vorstellung seines Teams zufrieden.

Kiels Sportlicher Leiter Daniel Jurgeleit richtete den Blick schon kurz nach dem Spiel wieder in die Zukunft: „Gegen Bremen wollen wir zurück in die Erfolgsspur kommen!“ Die zahlreichen Kieler Fans, die mit 12 Sonderbussen in die Hansestadt gereist waren, verabschiedeten ihre Mannschaft trotz der Niederlage mit wohlwollendem Applaus. (nawe)

Hamburger SV II – Holstein Kiel 3:0 (1:0)

Kiel: Preuß – Sandmann, Boy, Rohwer, Spasskov – Grieneisen (46. Heithölter), Niedrig (64. Piorunek), Lindemann (71. Würll), Breitenreiter – Coiner, Dobry

Hamburg: Hesl – Lauser, Zott, V. Schmidt, Ziebig – Takyi (75. Leschinski), Hanke, Feilhaber (87. Asma), Fillinger – Kucukovic, MacDonald (84. Hennings)

Tore: 1:0 Mario Fillinger (43.), 2:0 Sherjil Mac Donald (60.), 3:0 Mustafa Kucukovic (90.)

Schiedsrichter: Deniz Aytekin

Zuschauer: 1.800

STIMMEN ZUM SPIEL:

Frank Neubarth (Trainer Holstein Kiel)

„Ein 3:0 gegen eine Amateurmannschaft hört sich natürlich nicht gut an, aber trotzdem bin ich nicht unzufrieden. Wir sind zu Anfang schwer ins Spiel gekommen, haben es dann aber nach einer Zeit kontrolliert. Außerdem haben wir unsere Chancen nicht genutzt. In der zweiten Halbzeit waren wir aggressiver, die Spannung war höher und wir haben mehr riskiert. Nach dem 2:0 wurde es für uns schwerer. Wir hätten noch drei Stunden weiterspielen können und immer noch kein Tor geschossen. Uns hat heute die Konsequenz gefehlt, aber die Niederlage wird uns nicht aus der Bahn schmeißen.“

Joachim Philipkowski (Trainer Hamburger SV II)

„In den ersten zehn Minuten hatten wir eine Phase, in der wir geschlafen haben. Aber trotzdem geht die erste Halbzeit klar an meine Mannschaft. Die ersten beiden Tore haben meine Jungs sehr gut herausgespielt. Im Gegensatz zum Spiel in Jena, haben wir heute Aggressivität gezeigt. Ich denke, über 90 Minuten ist der Sieg verdient.“

(hh)

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