Hoffmann der “Zaunkönig“

Regionalliga Nord

War es nach dem 6:1 in Altona Torhüter Michael Frech, der vom Zaun des Gästefanblocks aus mit den Kieler Anhängern ausgiebig feierte und Fangesänge einstudierte, so war in Oberneuland der ehemalige Kapitän des VfB Lübeck, Jan Hoffmann, an der Reihe. „Die Jungs haben meinen Namen gerufen“, freute sich der Siegtorschütze über die Sympathiebekundungen der Störche-Fans und folgte den „Lockrufen“.

Die Stimmung war wieder einmal prächtig. „So darf es gern weitergehen, wir sind oben dran. Jetzt ist es wichtig, dass wir die Konstanz beibehalten und uns nicht mehr wegdrängen lassen“, setzt Hoffmann auf eine Fortsetzung des Höhenfluges in Blau-Weiß-Rot. „Wir wachsen zusammen und für unsere Gegner ist es echt unangenehm, gegen uns zu spielen“, sieht Hoffmann sein Team auf einem guten Weg.

Auch Trainer Peter Vollmann zeigte sich mit dem Resultat in Oberneuland sehr zufrieden, bewertete den Verlauf der ersten Saisonphase als „hervorragend“ und möchte die Spannung und Konzentration weiter sehr hoch halten. Im Storchennest wird niemand abheben, dafür wird Vollmann auch bei anhaltendem Höhenflug sorgen: „Alle Spiele in der Regionalliga sind schwer und auch mit den fünf Siegen haben wir eigentlich noch nichts gewonnen. Im Fußball kann sich niemand ausruhen und zufrieden sein. Im Gegenteil, wir sollten stets eine gewisse innere Unruhe beibehalten und den Hunger nach Erfolg in positive Energie im Spiel und auf dem Trainingsplatz umwandeln“.

Den Blick auf die Tabelle findet Vollmann zwar sehr angenehm, doch einen Kommentar zur siegreichen Konkurrenz kam nicht über die Lippen des Kieler Trainers. Nur Torschütze Jan Hoffmann war bereit für eine Kampfansage. „Wenn wir weiter so präsent sind und die Überlegenheit ausspielen, dann können wir uns bald auch mit Babelsberg erfolgreich messen“, spielte Hoffmann auf den derzeitigen Tabellenführer an, der Ende Oktober in Kiel seine Visitenkarte abgeben muss.

Doch bis dahin wollen die erfolgreichen Störche weiterhin dem Erfolgsdruck standhalten, die belebende Höhenluft einatmen und wichtige Punkte für die großen sportlichen Ziele sammeln. Am liebsten schon am kommenden Sonntag ab 14.00 Uhr im Holstein-Stadion gegen den Chemnitzer FC, der – auch wenn der Saisonstart eher als durchwachsen bezeichnet werden darf – unter der Regie der sächsischen „Trainer-Legende“ Gerd Schädlich mittelfristig höhere Ziele anpeilt. (Patrick Nawe)

Foto: Holstein-Stürmer Jan Hoffmann will mit den Störchen hoch hinaus.

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