Holstein für Regionalliga qualifiziert

Holstein Kiel – Eintracht Nordhorn 5:0 (3:0)

Durch einen hochverdienten 5:0 (3:0)-Erfolg gegen Eintracht Nordhorn qualifizierten sich die Kieler Störche frühzeitig für die neue Regionalliga Nord.

Von Beginn an ging es auf dem Rasen des Holstein-Stadions nur in eine Richtung. Bereits nach 120 Sekunden musste Eintracht-Keeper Andre Lange zum ersten Mal hinter sich greifen. Der trotz eines Nasenbeinbruches auflaufende Holstein-Torjäger Michael Holt schickte mit einem Steilpass seinen Mitspieler Tim Siedschlag auf die Reise und der ließ Lange aus kurzer Distanz nicht den Hauch einer Chance. In der Folgezeit hatten Tim Wulff freistehend vor dem Eintracht-Tor (8.), Holt aus zwölf Metern (10.) und Stephan Vujcic mit einem Lupfer aus zehn Metern (15.) gute Gelegenheiten, die Führung weiter auszubauen. Doch es dauerte bis zur 22 Minute, ehe Wulff nach einem schnellen Spielzug über die Stationen Thorsten Rohwer und Michael Holt nur noch den Fuß hinhalten musste – 2:0 für Holstein. Sechs Minuten später die endgültige Entscheidung zugunsten der Störche. Über Vujcic gelangte das Leder zum agilen Christian Jürgensen, der ehemalige Flensburger bediente den aufgerückten Holt und der sorgte mit seinem 20. Saisontor für den dritten Kieler Treffer. Einzig der Freistoß des Nordhorner Routiniers Zoran Milosevic aus 25 Metern, der in der 36. Minute an den Außenpfosten des Kieler Gehäuses prallte, sorgte im ersten Durchgang für Gefahr im Holstein-Strafraum. Kurz vor der Pause verpasste dann Tim Wulff gegen den stark reagierenden Eintracht-Keeper Lange den vierten Treffer für die Vollmann-Elf.

In den ersten Minuten nach dem Wechsel schaltete die KSV einen Gang zurück, ehe Wulff und Holt per Nachschuss (50.) am abermals gut parierenden Andre Lange scheiterten und einen neuen Sturmlauf der Vollmann-Elf einleiteten. In der 52. Minute vertändelte Holt das Leder freistehend vor Lange, fünf Minuten später war es der 15-Meter-Schuss von Tim Siedschlag, der über das Gästetor strich. Eine Viertelstunde vor dem Ende sorgte dann der kurz zuvor eingewechselte Matthias Hummel mit einem strammen Schuss aus dreizehn Metern halbrechter Position für das 4:0, eine Minute später setzte Nico Schrum – er kam nach 61. Minuten für den erschöpften Holt ins Spiel – mit seinem Schlenzer aus 17 Metern den Schlusspunkt unter eine überaus unterhaltsame Begegnung. Wulff (82.) und Schrum (83.) vergaben die letzten beiden Möglichkeiten der Störche.

„Das erste Saisonziel haben wir heute mit einem gefälligen Spiel erreicht, jetzt gilt die volle Konzentration dem Titelgewinn und dem Pokal-Endspiel gegen den VfB Lübeck“, freute sich Vereins-Präsident Roland Reime nach dem Abpfiff über die erfolgreiche Qualifikation und hofft nun, genau wie die gesamte „Holstein-Familie“, auf das „Double“. Reime betonte, „dass ein Sieg über den VfB genau das richtige Zeichen für unsere hohen Ziele in der neuen Saison wäre“.

Auch Holstein-Coach Peter Vollmann zeigte sich nach dem deutlichen Sieg erleichtert und gab seiner Mannschaft bis zum Mittwoch trainingsfrei: „Das haben sich alle verdient!“ Oberstes Gebot besitzt aber auch für Vollmann das Sahnehäubchen bestehend aus Meisterschaft und Pokal: „Wir wollen jetzt unbedingt nachlegen!“ (Patrick Nawe)

Holstein Kiel: Henzler – Brückner, Boy, Schyrba – Jürgensen, Rohwer, Hasse (68. Hummel), Siedschlag – Vujcic (77. Zmijak) – Holt (62. Schrum), Wulff

Eintracht Nordhorn: Lange – Baysoy, Vrielmann, Ende (46. Bensch), Peschke – Novaku, Milosevic – Villar, Schulz (77. Agbio), Arend – Nacar (71. Drzymala)

Tore: 1:0 Siedschlag (2.), 2:0 Wulff (22.), 3:0 Holt (28.), 4:0 Hummel (75.), 5:0 Schrum (76.)

Schiedsrichter: Aschwarze (Harburg)

Zuschauer: 2008

Foto: Holsteins Spieler freuen sich über die vorzeitige Regionalliga-Qualifikation.

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