Holstein Kiel – 1. FC Heidenheim 1:0 (1:0)

3. Liga (10. Spieltag) / Fotos im Bildarchiv online !!!

Interimstrainer Torsten Fröhling konnte mit den Kieler Störchen den Abwärtstrend der letzten Wochen stoppen. Durch einen 1:0 (1:0)-Sieg gegen den Mitaufsteiger FC Heidenheim sicherte sich Holstein den dritten Saisonerfolg und verließ damit die Abstiegsränge. Das Tor des Tages erzielte vor 3874 Zuschauern unfreiwillig der Heidenheimer Christian Beisel, der in der 27. Minute eine Meyer-Hereingabe ins eigene Tor lenkte.

„Ich hatte vor Heidenheim sehr viel Respekt, habe meiner Mannschaft davon aber nichts erzählt“, wollte KSV-Coach Fröhling sein Team nach der turbulenten und „erlebnisreichen Woche“ nicht noch weiter verunsichern. Am Ende stand für den ehemaligen Profi des FC St. Pauli ein „dreckiger Sieg“ auf der Habenseite. Denn trotz einer Roten Karte für Christopher Lamprecht (68., absichtliches Handspiel) und einiger guter Möglichkeiten der Gäste retteten die Störche den wertvollen „Dreier“ aufgrund einer tadellosen Defensivleistung über die Zeit. Am Ende genossen die Spieler das Bad in der jubelnden Menge.

Von Beginn an machte Holstein viel Druck und hatte durch einen 18-Meter-Fernschuss von Tim Jerat (3.), einen Sembolo-Kopfball aus zwölf Metern (7.) sowie einen Holt-Kopfball (10.) erste Möglichkeiten. Einen Nouri-Flachschuss von der Strafraumgrenze entschärfte FC-Keeper Frank Schmidt (11.). Doch in der 27. Minute war es endlich soweit. Eine Hereingabe von Florian Meyer lenkte der Heidenheimer Christian Beisel unhaltbar für seinen Schlussmann ins eigene Tor ab. Alles lief nach Plan für die Störche. Doch die Gäste aus Schwaben ließen sich nicht hängen, suchten nun ihrerseits das Heil in der Offensive. Kurz vor der Halbzeit brannte es zweimal lichterloh vor dem Tor des bärenstarken KSV-Keepers Simon Henzler. Erst verpasste Bastian Heidenfeller aus drei Metern per Kopf den Ausgleich (42.), dann scheiterten Alper Bagceci und Heidenfeller aus kurzer Distanz an der vielbeinigen Kieler Abwehr (44.). Viel Dusel für die Kieler in dieser Phase.

Nach dem Wechsel übernahmen die Gäste das Kommando und setzten weitestgehend die spielerischen Akzente. Doch Zwingendes sprang dabei für die Schmidt-Elf nicht heraus. Die Rote Karte für den Kieler Lamprecht schwächte Holstein zusätzlich, doch letztlich konnte Heidenheim das Abwehr-Bollwerk der KSV nicht knacken. In der Schlussphase besaß Holstein noch zwei gute Gelegenheiten, um endgültig den Sack zuzumachen, doch Alexander Nouri und Tim Jerat aus zehn Metern (80.) sowie Nouri frei vor FC-Torhüter Erol Sabanov (86.) zeigten Nerven.

„Nun haben wir eine lange Woche vor uns, um gezielte Schritte für das Spiel gegen den Wuppertaler SV zu unternehmen“, will Fröhling in den nächsten Tagen weiter an Taktik, System und Spiel der Kieler feilen. Hochmotiviert zeigte sich für die kommenden Aufgaben der in den letzten Wochen oft kritisierte und gegen Heidenheim stark aufspielende Marco Stier: „Wir haben heute gezeigt, dass wir alle an einem Strang ziehen. Torsten Fröhling hat in den letzten Tagen viel mit uns geredet und so das Team gestärkt. Das Resultat war heute für uns sehr wichtig und gibt uns viel Selbstvertrauen.“

Holstein Kiel: Henzler – Lamprecht, Schyrba, Müller, Schulz – Meyer (73. Brückner), Jerat, Holt (66. Siedschlag), Nouri – Sembolo (74. Vujcic), Stier

1. FC Heidenheim: Sabanov – Meier, Göhlert, Beisel (75. Jarosch), Feistle – Weil – Bagceci, Demirkiran (64. Gül), Schnatterer (46. Mayer) – Spann, Heidenfelder

Tore: 1:0 Beisel (27., Eigentor)

Rote Karte: Lamprecht (68., Handspiel)

Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück)

Zuschauer: 3874

Foto: Marco Stier und Florian Meyer freuen sich nach dem Führungstreffer der Störche.

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