Holstein Kiel – 1. FC Magdeburg 5:0 (0:0)

Kantersieg im neuen Holstein-Stadion /

Heiko Petersen brach den Bann

Holstein Kiel meldet sich zurück. Drei Tage nach der herben 1:4-Pleite beim Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden rehabilitierten sich die „Störche“ durch ein herausragendes 5:0 (0:0) gegen den Regionalliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg. Die Tore vor den 7.000 restlos begeisterten Zuschauern erzielten Heiko Petersen (52.), Andrè Breitenreiter (54.), Christian Mikolajczak (80.), Henning Grieneisen (83.) und Pavel Dobry (89.).

Aus der überzeugenden Holstein-Elf ragten an diesem Abend der nimmermüde und brandgefährliche Fin Bartels sowie nach seiner Einwechslung in der 46. Minute „Arbeitstier“ Heiko Petersen heraus. Beide konnten mit ihrem Feuer und Einsatz die „Störche“ immer wieder mitreißen. Im ersten Durchgang kam die Neubarth-Elf nur schwer in Tritt und verlor in der 26. Minute zu allem Überfluss Tobias Schäper, der nach einer Notbremse und der folgenden roten Karte das Feld verlassen musste.

Holstein-Coach Frank Neubarth zeigte sich nach dem Spiel begeistert von der Leistung seiner Elf im zweiten Durchgang und dem frenetisch mitgehenden Kieler Publikum:

„ Das war eine Premiere nach Maß für uns im neuen Stadion. Das Publikum hat uns im zweiten Durchgang erheblich geholfen und diesen Erfolg in der Höhe erst möglich gemacht. Wenn man bedenkt, dass nach der verlorenen Partie in Dresden heute gegen einen Aufsteiger 7.000 Zuschauer im Stadion waren, dann ist das schon beachtlich für Kieler Verhältnisse. Meine Mannschaft hat nach der Pause in Unterzahl ein Riesenspiel gemacht, hat alles probiert und wurde am Ende belohnt. Wir hatten noch weitere drei, vier Chancen, kamen immer wieder gefährlich vor das Tor und standen hinten sehr sicher. Man hat deutlich gesehen, dass die Mannschaft gewillt war, die Scharte aus dem Dresden-Spiel auszuwetzen.“

Sein Gegenüber Dirk Heyne war verständlicherweise restlos bedient, zeigte sich aber als fairer Verlierer:

„Holstein hat verdient gewonnen und wir mussten viel Lehrgeld zahlen. Es ist eben etwas ganz Anderes, wenn man vor diesem tollen Publikum gegen eine Spitzenmannschaft spielt als bei Auerbach in der Oberliga wie im letzten Jahr. In der ersten Halbzeit sah es sicherlich nicht nach einem so deutlichen Ergebnis aus. Wir hatten uns dann für den zweiten Durchgang viel vorgenommen. Doch die beiden abgefälschten Freistöße brachen uns schnell das Genick. Danach spielten sich die Kieler in einen Rausch. Wir waren dann kopflos, hatten streckenweise weder Herz noch Fuß. Wir ziehen unsere Lehren aus diesem Abend und nehmen viele neue Erfahrungen mit.“

Holstein Kiel – 1. FC Magdeburg 5:0 (0:0)

Kiel: Preuß – Grieneisen, Molata, Rohwer, Schäper – Niedrig – El Kasmi (46. Petersen), Breitenreiter, Mikolajczak, Bartels (85. Kazior), Neubert (46. Dobry)

Magdeburg: Beer – Otte, Prest, Probst – Pientak (57. von der Weth), Kallnik, Gerster, Neumann – Manai – Kukulies, Kullmann

Tore: 1:0 Petersen (52.), 2:0 Breitenreiter (54.), 3:0 Mikolajczak (80.), 4:0 Grieneisen (83.) 5:0 Dobry (89.)

Zuschauer: 6.650

Schiedsrichter: Trautmann (Bodenwerder)

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Schäper (26. / Notbremse)

Text/Fotos: Patrick Nawe

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