Holstein Kiel II – BV Cloppenburg 1:2 (0:1)

Niederlage in letzter Sekunde – Matchwinner Jörg Uwe Klütz

Schade, Holstein Kiel II. Erst durch den späten Treffer von Ex-Profi Jörg-Uwe Klütz (90.+1) unterlag die Mannschaft von Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner dem BV Cloppenburg mit 1:2. Vor 200 Zuschauern auf der Bezirkssportanlage Projensdorf war es ein schmeichelhafter Sieg für die Niedersachsen, die nun in acht Tagen beim Spitzenspiel in Wilhelmshaven ihren Hoffnungen auf den Regionalliga-Aufstieg weiteren Nährboden geben können.

„Schade, dass wir uns am Ende so dumm angestellt haben“, zeigte sich Holstein-Coach Brunner nach dem Abpfiff enttäuscht über die unnötige Niederlage gegen die zu keinem Zeitpunkt überzeugende BVC-Elf. Die Gäste hatten den besseren Start und kamen im Anschluss an eine schöne Yanksow-Hereingabe (14.) per Kopf durch den ungedeckten Sergey Dikthjar zum Führungstreffer. Sechs Minuten später bot sich der KSV eine gute Ausgleichschance, doch nachdem BV-Keeper Jan Hüring an einer Zmijak-Ecke vorbeigesegelt war, verpasste Stephan Vujcic nur knapp. Die Brunner-Elf machte das Spiel, aber die Gäste standen in der Deckung recht sicher und gingen mitunter rustikal zu Werke. Immer wieder gefährlich die Cloppenburger Konter über Baya Baya, der in der 39. Minute Zdenek Svoboda auf der linken Seite auf die Reise schickte, dieser zog das Leder gekonnt in die Kieler Strafraummitte, aber der Schuss von Dikthjar verfehlte das von Adrian Horn gehütete „Störche“-Tor haarscharf. Holstein machte sich immer wieder durch unnötige Ballverluste das Leben schwer und offenbarte vor dem Wechsel leichte Probleme im Spielaufbau.

Nach der Pause legte die Brunner-Elf einen Zahn zu, ging jetzt energischer in die Zweikämpfe und erzielte in der 55. Minute durch Angreifer Christopher Hauptmann auf Vorarbeit von Matthias Hummel den verdienten Ausgleich. Die Partie wurde jetzt unverständlicherweise immer aggressiver, offensichtlich waren beide Teams unzufrieden mit nur einem Zähler. Der erst in der 69. Minute eingewechselte Kevin Wölk erwies seiner Mannschaft durch eine gelb-rote Karte (85.) einen Bärendienst und schwächte die Brunner-Elf in der Schlussphase erheblich. Die Entscheidung ließ bis zur 91. Minute auf sich warten, doch dann zahlte sich die Abgeklärtheit und Geduld des BVC aus. Klütz ließ sich nach einer Unaufmerksamkeit der Kieler Deckung nicht lange bitten und nutzte völlig freistehend seine Großchance zum 2:1. „Man muss auch einmal mit einem Remis zufrieden sein und dieses über die Zeit bringen“, haderte KSV-Spielmacher Timo Bruns nach dem Spiel mit sich und seiner Mannschaft, während auf der anderen Seite BVC-Coach Jörg Goslar nach dem glücklichen „Dreier“ weiter Hoffnungen auf den Regionalliga-Aufstieg hat: „Erfolge in Schlüsselspielen wie heute halten uns weiter die Chance offen!“ (nawe)

Holstein Kiel II – BV Cloppenburg 1:2 (1:1)

Kiel: Horn – Tutas (77. Meyer), Petersen, Dogan, Schrum – Vujcic, Zmijak (86. Gersch), Bruns, Hummel (69. Wölk) – Hauptmann, Michalski

Cloppenburg: Hüring – Burgardt, Klütz, Yanksow, Rodriguez – Svoboda (67. Zeqo), Schops, Klimczok, Baya (77. Özkan) – Dikhtjar, Elberfeld (90.+1 Pali)

Schiedsrichter: Barabas (Hamburg)

Tore: 0:1 Dikthjar (14.),1:1 Hauptmann (55.), 1:2 Klütz (90.+1)

Gelb-rote Karte: Wölk (85.) wiederholtes Foulspiel

Zuschauer: 200

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