Holstein Kiel – SG Lütgendortmund 1:0 (1:0)

2. Frauen-Bundesliga Nord

Einen Schritt nach rechts, einen vor und einen zurück! So tanzte Jana Leugers auf der rechte Seite auf Höhe der Eckfahne die Lütgendortmunderinnen Svenja Klimke und Norma Müller aus. Die anschließende lang gezogene Flanke auf den zweiten Pfosten köpfte Nicole Preiss zum ”golden goal” ein. Ein einziger Treffer reichte somit den Frauen von Holstein Kiel gegen die SG Lütgendortmund zum zweiten Erfolg in Serie in der 2. Frauen-Bundesliga Nord.

Apropos Preiss! Die Woman-Goalgetterin hätte schon längst in den ersten fünf Minuten ihr drittes Saisontor erzielen müssen. Nach sehr guten Flanken der in der ersten Halbzeit starken Leugers schaffte ”Scholli” in der 1., 2., 3. und 5. Minute nicht, das Leder in die gegnerischen Maschen zu befördern. Die größte Möglichkeit gab es nach 120 Sekunden. Aus fünf Metern jagte Holsteins Nummer sieben aus zentraler Position den Ball volley über das Gehäuse der sicheren Torhüterin Melanie Weßelbaum.

Die drei Punkte verdiente sich Holstein Kiel vor allem im ersten Abschnitt. Zwar stellte sich der Gast nach knapp zehn Minuten sehr gut auf die Kielerinnen ein. Doch das Bestreben der Mannschaft von Heinz Siebolds gegen den Aufsteiger drei Punkte einzufahren, war bis zum Halbzeitpfiff unverkennbar. Zumal auch noch bei Kati Krohn (35.) und Jokuschies (42.) Möglichkeiten auf dem Fuß lagen. Die Elf von Coach Andreas Köhler blieb leider ohne Torraumsszene in der Kieler Hälfte. Die Angleichung der Spielleistung bei gleichem Spielsystem mit einer Spitze erfolgte vor allem über Kampf. Hervorzuheben bei den Gästen ist Kathrin Hauenschild. Unfassbar, wie der schmächtige Körper des ”SGL-Zwerges” in den Zweikämpfen an Gewicht zunahm. Ungefähr 80 Prozent der Zweikämpfe gingen auf die Habenseite der SGL-Mittelfelspielerinnen. Bei Holstein Kiel überzeugte in dieser Hinsicht Nicole Preiss. Und nach dem Wechsel Innnenverteidigerin Svenja Wölki und Christin Vogt auf der linken Seite.

Die Mannschaft aus dem Ruhrpott suchte in den zweiten 45 Minuten mit verstärktem Engagement den Ausgleichstreffer. Doch die Defensive der Siebolds-Truppe stand gut. Die Annäherungsversuche der SGL auf den Ihrens-Kasten endeten fast immer vor dem Strafraum. Da auch die Störche in den Offensivbemühungen nichts Brauchbares erzielten, entwickelte sich für die Zuschauer eine zäh zu sehende Partie. Spannung herrschte dennoch ob des knappen Vorsprungs für die Nordlichter. Zum Glück für die Heimelf streifte ein Schuss von Denise Hedegger aus 22 Metern knapp am linken Torpfosten vorbei (87.). Die beste Chance – von zwei – für Holstein Kiel besass Julia Weigel, als sie nach einem Konter von der Mittellinie losmarschierte. Doch ihren Schuss aus 20 Metern lenkte Weßelbaum mit den Fingerspitzen über das Tor. Fazit: kein Glanz und Gloria auf dem Kiliaplatz! Aber drei weitere Punkte auf der Habenseite. (isi)

Holstein Kiel: Ihrens – Vogt, Schrum, Wölki, Mohr – Krohn (78. Krause), Pashley, Güldenzoph, Leugers, Jokuschies (58. Weigel) – Preiss

SG Lütgendortmund: Weßelbaum – Klimke, Hedegger, N. Müller (58. van den Berg), Israel – Dej, Czyganowski (58. Lorent), Marzinkowski, Hauenschild, Kleifges (78. Grzebellus) – Schüth

Tore: 1:0 Preiss (37.)

Schiedsrichter: Schultz (Wolfsburg)

Zuschauer: 80

Foto: Nicole Preiss, im Zweikampf gegen Lütgendortmunds Verena Marzinkowski, erzielte den einzigen Treffer.

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